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„Keine weiteren Schließungen“

Philipp Achammer

Wirtschafts- und Arbeitslandesrat Philipp Achammer ist gegen weitere Betriebsschließungen, wie von den Gewerkschaften gefordert, und warnt vor den Folgen.

Die Gewerkschaften fordern, dass noch mehr Betriebe schließen müssen – sprich dass die eher weit gefasste Definition der „essentiellen Dienste“ eingeengt wird. Was sagt Landesrat Philipp Achammer dazu?

„Ich habe eine absolut konträre Position. Natürlich ist der Schutz der Gesundheit primär, aber spätestens nach der Vereinbarung zwischen Confindustria und Regierung haben die Betriebe sehr strikte Sicherheitsauflagen geschaffen. Man muss versuchen, die Mitarbeiter maximal zu schützen, aber wir müssen uns trotz allem bewusst sein, was das für den Standort heißen kann.“

Achammer erklärt: „Es wäre eine Sache, wenn in ganz Europa die Produktion schließt. Aber wenn sie nur in Italien geschlossen wird, verlagern sich relativ schnell Aufträge anderswo hin, wo noch gearbeitet wird. Das ist zum Teil jetzt schon das Problem und kann wirklich zu dauerhaften wirtschaftlichen Schäden führen. Also: Erstes Prinzip ist der Schutz der Gesundheit unter hohen Sicherheitsvorkehrungen, aber ich wäre dagegen, noch weitere Einschränkungen zu machen. Die jetzigen sind eh schon sehr weitgehend.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (25)

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  • kleinlaut

    Der Wirtschaftswaise ( genau so geschrieben) Achammer!

  • tiroler

    Den Gewerkschaften ist in dieser Situation ein Maulkorb zu erteilen, ebenso den selbsternannten Experten in den Kommentaren.
    Es gilt ausschliesslich den Anweisungen der Virologen und Mediziner(wie Gänsbacher) Folge zu leisten. Punkt.

  • unteruns

    Hm…. ich dachte Europa sei eine Einheit…also doch nicht…. oder doch….das wird sich spätestens nach der Krise zeigen, was Europa für eine Einheit ist…

  • watschi

    man kennt den feind (covid19) noch nicht. er ist da, aber niemand weiss genau was eigentlich zu tun ist. die meinungen gehen auseinander und welche die richtige ist, wird man erst in einigen monaten wissen.

  • covid

    Ja am Besten wir leisten den Gewerkschaften Folge und schließen alles für die nächsten 3 Monate. Das wirkt dann auch bei den Gewerkschaftlern wie mit dem Virus, sie werden von alleine ausgerottet, denn sie braucht es nicht mehr nachdem nur mehr ein Drittel der Firmen überlebt und es haufenweise Arbeitslose gibt. Nur weiter so, dann sind auch die Renten in Gefahr. Das INPS hat schon jetzt gesagt, dass noch liquide Mittel vorhanden sind um die Renten bis Mai zu bezahlen, dann ist sense wenn nicht im April wieder eingezahlt wird. Mal sehen ob die Regierung direkt liquide Mittel (nur bares ist wares) zur Verfügung stellt oder nur Sprüche klopft und Steuervorteile und Zahlungsaufschübe beschließt und diese dann ins Paket einrechnet. Das ist nur der Anfang, wartet mal ab ihr lieben Gewerkschaftler.

  • ronvale

    Ich wage mal eine Prognose.

    Kein Land kann so etwas länger durchstehen. Folglich gibt es nur zwei Möglichkeiten:
    A) Es gibt bald einen Impfstoff
    B) Die Risikogruppen werden isoliert und betreut, während die anderen wieder arbeiten MÜSSEN

  • hansmaulwurf

    Mich würde mal interessieren welche Betriebe überhaupt noch geöffnet sind, dürften nicht viele sein. Eher muss man daran denken, wie zumindest Handwerker ihrer Arbeit wieder nachgehen können. Der Schaden ist jetzt bereits enorm. Südtirols rückgrat ist das Handwerk, und so solls auch bleiben !

    • covid

      Wir sitzen alle im selben Boot! Am schlimmsten trifft es die Gastwirte und Hoteliere, das ist wohl klar! Die Handwerker sind nicht schlechter dran als die Industrie. Industrieunternehmen mit möglicherweise guter Auftragslage aus dem Ausland können diese nicht bedienen und wenn die Schließung länger anhält, werden Aufträge unweigerlich an ausländische Konkurrenten verloren gehen.
      Das Rückgrat der Südtiroler Wirtschaft sind immer noch die Industrie, der Handel und das Gastgewerbe mit ungefähr je 12% des BIP. Da hinkt das Handwerk mit 5% weit hinterher.
      (Im Jahresbericht der Handelskammer nachzulesen)

  • mani53

    Wird auch Zeit das der Kindergarten aufhört und wieder gearbeitet wird

  • mani53

    Wird auch langsam Zeit das wieder Normalität Eintritt sonst ist der Ruin vorprogrammiert wird Zeit das wieder gearbeitet wird

  • besserwisser

    wir hatten jetzt einige gute und sehr gute jahre. alle betriebe sind jetzt seit bald zwei wochen zu, und werden am ende maximal 4-6 wochen geschlossen werden. es wird einbussen geben, und die betriebe werden, so wie die arbeitnehmer schauen müssen über die runden zu kommen.
    aber wenn man sich einige unternehmer und verbandssprecher anhört dann muss sich schon fragen ob das unternhemer sind.
    wenn sie nicht mal ein paar wochen totalausfall aushalten und nach zwei wochen panikattacken haben und öffentliches geld verlangen, dann frage ich mich schon was sie in den letzten jahren gemacht haben!

  • novo

    Ich glaube die wurden vom billigen Geld und den reichlich fließenden Subventionen dazu verführt, zu viel in Neubauten und luxuriösem Fuhrpark zu investieren.
    Da auch sehr viele Politiker im Tourismus tätig sind, wurde der Trend von Seiten des Landes eher angeheizt statt gebremst.

  • osterhase

    Unglaublich ,nach 75 Jahren Frieden,Fortschritt Wohlstand ohne Ende können wir nichtmal ein paar Wochen die Produktion zurückfahren ohne das das komplette System zusammenbricht.

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