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Nachbarschaftliche Hilfe

Günther Platter


Tirol hat bislang vier Corona-Todesfälle zu beklagen. Arno Kompatscher und Günther Platter loben die „gute Zusammenarbeit“ der beiden Länder.

Die Landeshauptleute Günther Platter (ÖVP) und Arno Kompatscher (SVP) hielten am Dienstag über Facebook eine gemeinsame Pressekonferenz ab. Der Titel: „Tirol und Südtirol in der Corona-Krise.“ Im Zentrum der PK stand die länderübergreifende Zusammenarbeit. Tirol und Südtirol befänden sich in einer „ganz ähnlichen Situation“, sagte Kompatscher, was aber beim Blick auf die nackten Zahlen nicht bestätigt wird:

In Tirol wurden mit Stand Dienstag 1.183 Personen positiv getestet, 19 Personen sind wieder gesundet. Zum Vergleich: In Südtirol sind derzeit knapp 800 positive Fälle bekannt, eine Person gilt als geheilt. Allerdings hat Tirol bereits über 10.000 Tests durchgeführt, also knapp doppelt so viele wie Südtirol.

Ein weiterer Unterschied: Am Dienstag wurden zwei weitere Todesopfer vom Land Tirol gemeldet: Sie waren 77 und 89 Jahre alt und hatten schwere Vorerkrankungen. Damit erhöht sich die Zahl der Verstorbenen in Tirol auf vier. In Südtirol sind bereits über 40 Todesfälle zu beklagen, fast doppelt so viele wie in ganz Österreich (25).

Arno Kompatscher

Platter lobte auf der PK die „gute Zusammenarbeit“ der beiden Länder. Tirol erhalte zur Stunde Schutzmasken und -anzüge, die aus Südtirol weiter transportiert würden. Zudem seien fünf Krankenhaus-Patienten von Südtirol übernommen worden: Zwei Intensivpatienten würden in Innsbruck betreut, drei in Osttirol.

Nach dem Vorbild Südtirols will Tirol verstärkt auf Stoffmasken setzen. Doch statt diese einzukaufen, ruft Platter die Bevölkerung auf, diese eigenhändig herzustellen.

Kompatscher dankte Österreich für die „ausgezeichnete Zusammenarbeit“: Am Dienstag ist in Bozen eine Großlieferung aus China eingetroffen. Logistische Unterstützung beim Transport der 1,5 Millionen Schutzmasken (chirurgische sowie FFP2 und FFP3-Masken), 400.000 Schutzanzüge sowie 30.000 Schutzanzüge für den aseptischen Gebrauch war von der österreichischen Bundesregierung gekommen.

„Das war ein wichtiger Akt der Nachbarschaftshilfe. Er hat uns ermöglicht, auf sicherem und schnellem Weg mit dem Schutzmaterial versorgt zu werden“, so Kompatscher.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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