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Frische Luft

Die Coronakrise hat Südtirol besonders hart getroffen. Eine einflussreiche Zeitung hat vor drei Wochen noch gemeint, ein Grippele könne uns (Süd-)Tiroler nicht umhauen. Ein Retro-Pressespiegel.

von Artur Oberhofer
 
Es war vor knapp drei Wochen, als diese tiefsinnigen Zeilen im Tagblatt der Südtiroler erschienen.
Am 4. März dieses Jahres schrieb der Kirchenexperte der Tageszeitung „Dolomiten“, Martin Lercher, in einem „Vorausgeschickt“ unter dem Titel: „Der ,Aktenzeichen XY’-Effekt“:
 
„Ich fürchte, wir sind in Sachen Coronavirus auch die Opfer dieses ,Aktenzeichen XY-Effekts’. Da starren zu viele auf einen winzigen Bildschirm, halten den Atem an, fühlen die Panik den Nacken hoch- und die Viren in die Lunge hinunterkriechen.
Ist auch kein Wunder beim wochenlangen Bombardement mit Bildern von Sanitätern in martialischen Schutzanzügen, Menschenmengen mit Schutzmasken, Sperrzonen und verlassenen Touristenstädten!
Aber neben diesem Gucklock ins Grauen gibt es zum Glück die ganz weite und noch völlig normale Welt. Und das gilt besonders für unser Land, wo die allermeisten gesund sind und die weniger Glücklichen auf ein leistungsfähiges Gesundheitssystem zählen dürfen.
Warum also die Panik?“
 
Keine drei Wochen später ist die vermeintlich „völlig normale Welt“ aus den Fugen geraten. Die Viren kriechen nun auch den Südtirolern den Nacken hoch und in die Lunge. Die Menschen tragen Schutzmasken. Südtirol ist eine Sperrzone. Die Städte und Dörfer sind verlassen. Wie ausgestorben. Das öffentliche Leben steht still. Die Menschen sind in Panik.

Wenn es für die Politiker und für die Verantwortlichen im Gesundheitsbereich in Südtirol so schwierig war, den Menschen zu erklären, dass sie daheim bleiben und die Notvorschriften strikt einhalten müssen, damit die absolute Katastrophe noch abgewendet werden kann, dann hat dies auch damit zu tun, dass einflussreiche Medien die Corona-Sache bagatellisiert und heruntergekocht haben.

Das war selbst dann noch der Fall, als bekanntwurde, dass immer mehr deutsche Skifahrer nach ihrem Südtirol-Urlaub positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

„Dolomiten“-Vizechefredakteur Günther Heidegger machte sich noch am 6. März in einem „Vorausgeschickt“ über die infizierten Piefke lustig.

Er schrieb:

Also das verstehe, wer will: Da bringt ein Südtirol-Urlauber nach dem anderen ein ganz spezielles Mitbringsel namens Covid-19 mit nach Hause, und wir bleiben mit den Nachwehen und einer Frage zurück: Warum kriegen die, was wir nicht haben? Das bekomme ich einfach nicht auf die Reihe. Will ich aber eigentlich auch gar nicht. Weil es nichts ändern würde.“ 

Ja, warum kriegen die, was wir nicht haben?

Diese Frage erübrigt sich jetzt, denn es war wohl doch so, dass wir das, was die Deutschen später als Mitbringsel mit nach Hause genommen hatten, bereits hatten. Zumindest deuten jetzt die hohen Fallzahlen in den Grödner Skigebieten darauf hin, dass das Virus vor den Touristen in Wolkenstein war.

Nicht Corona sei das Problem, schrieb Heidegger in seiner Kolumne, der Hut brenne nicht in Südtirol, sondern ganz woanders.

Ein weiteres Zitat:

„Tatsache ist, dass die ganzen Verordnungen, Maßnahmen und Reaktionen auf diesen Affentanz uns länger beschäftigen und verseuchen werden als alle SARS und Coronas zusammen.

Viel mehr würde ich mir diesen Aktionismus in der Flüchtlingskrise an der EU-Außengrenze zur Türkei wünschen. Dort brennt tatsächlich der Hut …

Wenn Europa nicht schleunigst die richtigen Schritte setzt, wird sich auf dem Kontinent ein ganz anderes Virus ausbreiten. Und das ist dann weit gefährlicher als jede Grippe.“

Corona? Ein Affentanz! Das Virus? Eine Grippe. Ein Grippele. Wennschon sind die Flüchtlinge das Problem. Oder der Bär. Oder der Wolf.

Als die Landesregierung (Gott sei Dank!) die ersten Maßnahmen gegen das Virus setzte, titelte die Tageszeitung „Dolomiten“ polemisch:

„Abgesagt! Überzogenes Dekret legt das halbe Land lahm.“

Überzogenes Dekret?

Heute weiß man:

Die Geldgier der Wintertouristiker war der ideale Wirt für das Coronavirus! Nicht nur in Südtirol.

Wenn es in Südtirol nicht zum Flächenbrand kommen sollte, dann können wir uns beim Landeshauptmann und bei den Zivilschutzbehörden bedanken, die dem HGV und den Liftanlagenbetreibern das Messer an die Brust gesetzt und der toxischen Pistengaudi ein vorzeitiges Ende bereitet haben. Trotz des scharfen medialen Gegenwindes aus dem Weinbergweg.

Denn selbst als das renommierte Robert-Koch-Institut Südtirol zum Risikogebiet erklärte, fuhr die Tageszeitung „Dolomiten“ noch einen trotzigen Kurs.

Chefredakteur Toni Ebner beschwörte den uns SüdtirolerInnen innewohnenden Andreas-Hofer-Trieb und schrieb:

Wir Südtiroler lassen uns nicht unterkriegen! Weder vom Coronavirus noch vom Robert-Koch-Institut.

Unser Land hat in Krisenzeiten immer bewiesen, dass seine Bewohner zusammenhalten.

Wenn wir Südtiroler jetzt auch am Pranger stehen, weil man angeblich bei uns das Coronavirus aufklaubt, werden wir uns nicht demoralisieren lassen.

Wieso ausgerechnet Südtirol-Urlauber positiv auf Coronaviren getestet werden, bleibt schon ein Rätsel.

Bis jetzt haben wir bei uns einen einzigen bestätigten Corona-Kranken und drei Verdachtsfälle. Aber Hunderte Kranke in Deutschland, Holland, England, Island usw. sollen sich bei uns angesteckt haben. Wie soll das gehen?“

Noch einen Tipp gab Toni Ebner seinen LeserInnen am 7. März:

Wer aber nicht das Haus hüten muss, sollte die Gelegenheit ergreifen und unsere einzigartigen Berge und Täler genießen. Unsere Skigebiete bieten beste Voraussetzungen, um an der frischen Luft die Abwehrkräfte zu stärken.“

So frisch und rein, weiß man jetzt, war die Luft in Südtirol zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr.

Toni Ebners Bruder Michl, der auch Tourismusunternehmer ist (Schnalstaler Gletscherbahn), protestierte beim Robert-Koch-Institut gegen die Einstufung des Landes als Risikogebiet. Begehrte eine Gegendarstellung! Und auch Wirtschafts-Landesrat Philipp Achammer bezweifelte die Risikoeinschätzung des Koch-Instituts öffentlich und bekam dafür (im Gegensatz zum LH) viel Platz in den Athesia-Medien.

Nicht genug:

Immer am 7. März erschien in den „Dolomiten“ ein Interview mit dem „Radiodoktor“ und Athesia-Bestseller-Autor Christian Thuile mit dem homöopathischen Titel: „80 Prozent der Infektionen sind harmlos.“ Und noch vor zehn Tagen nannte Thuile das Coronavirus im „Dolomiten-Magazin“, dem viel gelesenen Programmheft für Teletext- und TV-Spielfilm-App-Resistente, ein „Virus wie jedes andere“.

Die Botschaft an uns medizinische Laien:

Viel Lärm um nichts! Eben ein harmloses Grippele, das einen strammen (Süd-)Tiroler schon nicht umhaut.

Keine drei Wochen später brennt in Südtirol wirklich der Hut. Und in Italien sterben 600 und mehr Menschen am Tag.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (66)

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  • leser

    Der athesuakonzern wird wohk das eine oder andere hotele übernehmen nach der coronaepedemie
    Ins angebot gehen werden wohl genug davon
    Die kriegskasse hat man ihm ja auch gefüllt mit dem brennercom zum beuspiel
    Wenn die krise nach dem coronavirus auf die wirtschaft einschlägt wird es wohl nicht die treffen die sich darauf vorbeteitet haben sondern die armen teufel die der welle der prediger aufgesessen sind und bedingungslos gefolgt sind
    Jetzt wird man sagen das coronavirus war unvorhergesehen und nicht aufzuhalten
    Das mag sein aber dass der karren mit voller fahrt gegen die wand unterwegs ist das weiss man seid monaten bzw seid jahren
    Dabei mag das stramme tiroler land nicht relevant sein aber wir sind teil europas und werden die scheisse wohl oder übel mitfressen müssen
    Doch der gedeckte tisch der ebners und co wird auch in det nachfolgezeit des coronavirus sauber und üppig gedeckt sein dank den strammen anbetern
    Tja dummheit kennt kein virus und keine grenzen

    • martasophia

      Ich war schockiert, als ich in der Dolomiten die Beiträge von Herrn Ebner und Herrn Heidegger gelesen hatte. Der Südtiroler mag noch so stramm wie Andreas Hofer sein und tapfer zusammenhalten, dem tödlichen Virus ist das egal und tötet ganz ungeniert Menschen.
      Dem Herrn Ebner nehme ich sehr übel, was er über die renommierte Bundesbehörde für Infektionskrankheiten gesagt hat. Wir haben ohnedies das Problem, dass seit es Internetzugang und Rechtspopulisten gibt, viele glauben, dass ihr Bauchgefühl der beste Experte sei und halten nichts mehr von dem was gut ausgebildete Experten und Naturwissenschaftler sagen und das halte ich für ein ernstes gesellschaftliches Problem.
      Herrn Heidegger würde ich gerne fragen, ob er vor den Angehörigen der Toten und all jener die jetzt ihre Existenz verlieren und in der Nach-Corona-Zeit ganz von Anfang an neu anfangen müssen, sagen würde, dass nicht der Virus das wahre Problem ist.
      Dolomiten quo vadis?

  • ich1979

    Die Politik hat versagt.
    Leider sind unsere Politiker nicht allwissend.
    Es sind Leute, wie du und ich. Sie haben Stärken und Schwächen, genau wie du, dein Nachbar, deine Arbeitskollegin.
    Man muss sie kontrollieren und überwachen und notfalls auf die Straße gehen. Schauen wir ihnen genauer auf die Finger. Hinterfragen wir sie, immerhin sind sie unsere Angestellten.

  • goggile

    auf dem punkt gebracht vom spitzenjournalisten Oberhofer.

    noch dazu seit Wochen der bär in Goliaths seiten am liebsten zum abschuss freigegeben, eine komplette steinzeiteinstellung. der bär muss eingefangen und ausgesiedelt werden. wer dem bär auch nur ein haar krümmt muss strafrechtlich für jahre ins gefängniss müssen!

    stellt eine falle auf ihr Hinterwäldler, schon seit 1 jahr etliche suchmannschaften auf meister petzs spuren und sogar den Winterschlaf hat er noch miteingeschoben in der Zwischenzeit.

    nicht etwa, dass der bär wiedermal titelseitigwürdig ist weil er sich in näche von goliats Familienangehörigen aufhält? so wie bei der sherathon geschichte, wo über einen sehr langen Zeitraum dies auf der Titelseite platz fand.

  • alsobi

    Sehr geehrter Herr Artur Oberhofer, vielen Dank für diese Zusammenfassung sowie (für die vielen Südtiroler Bürgerinnen und Bürger, die es noch immer nicht wahrhaben wollen ) Darstellung unserer überheblichen und allwissenden „Sager“ in Südtirol.
    Ich hoffe sehr, dass nach dieser Krise ein Umdenken in unserer Gesellschaft stattfindet und so folgenschwere wie fatale Entscheidungen nie mehr von oben genannten Herrschaften getroffen bzw. beinflusst werden können. Die Politik der neuen Generation bzw. nach dieser Krise muss unabhängig handeln können – egal wie auch immer – und darf nicht länger im Einfluss diverser Herrschaften ausgesetzt sein. Ich hoffe von ganzen Herzen dass dies unsere Kinder oder Enkelkinder eine Tages erleben werden

    • osterhase

      Ihre Wort in Gottes Ohr und natürlich müssen wir jeden Tag informieren damit unsere Mitmenschen ihre Augen öffnen. Wie sich die Verantwortlichen des Medienmonopols in dieser größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg verhalten haben ist fahrlässig, menschenverachtend und zeugt von einer maßlosen Überheblichkeit. Allmachtsgehabe ist der Ausdruck der dieses Verhalten am besten beschreibt.

  • criticus

    Sicherlich hat man solche Ausmaße nicht geahnt. Für Fachleute unverständlich, dass man einen „Radiodoktor“ um Rat wegen einer Epidemie fragt, bzw eine Seite widmet. Den bekanntesten Fachmann auf diesem Gebiet, Prof. Bernd Gänsbacher, ließ man am Anfang immer wieder „links liegen“. Rai-Südtirol hat es dann endlich verstanden wen man um Rat fragen sollte. Kein gutes Bild hat Landesrat Schuler bei einer Höreranrufsendung gemacht. Total unvorbereitet konnte er keine Daten nennen und die Ausrede wegen der Gemeindedaten hätte er sich sparen können. Mit den Daten, in welcher Gemeinde es am meisten Infizierte gibt, hätte man sofort herausrücken müssen. Lächerlich auch der gestrige Tipp einer Psychologin in der Rai-Vormittagssendung: „Man soll sich in der Familie während dieser Zeit um einen Rückzugsort kümmern“. Wo liebe Psychologin soll das sein, bei diesen kleinen Familienwohnungen (fast möchte man Hasensteigen sagen) die gebaut wurden und werden. Etwa das Klo? Nicht jeder hat ein Garten, oder kann hinters Haus in den Wald spazieren gehen. Eines wundert mich: während der Einbruchserien war man nicht in der Lage die Täter zu fassen, bzw. strengere Gesetze zu erlassen. Und heute? Fehlt nur noch, dass man den SOD, wie in den 1940er Jahren, einführt.

  • ich1979

    Und die 700.000 Euro für ein fadenscheiniges Tüchlein beweist: Geld ist genug da, man gibt es nur nicht gern da aus, wo es gebraucht wird!

  • wolweg

    Guter Artikel! Aber in einem irrt der Schreiber. Das Virus war nicht vor den Touristen in Gröden, sondern wurde von italienischen Touristen aus den Krisengebieten nach Gröden gebracht und in den Gondeln von Tourist zu Tourist übertragen. Das Virus wütete schon seit Anfang Januar in der Lombardei.
    https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-italien-nembro-1.4854246

    • leser

      Wolweg
      Es ist bekannt dass man schon im november wusste dass das virus bereits in der lombardei war
      Wirtschaftliche interessen waren erfolgreicher und ermöglichten die vertuschung
      Die besonnenenheitsaufrufe sollten in der regierung wahrgenommen werden sue sollten such darauf einstellen welche masnahmen getroffen werden um die katastophe nach dem virus abzufangen
      Die leute einsperren ist sicher due falsche massnahme
      Und due spekulation unter den rettingsschirm zu gehen um die notwendigen milliarden zu bekommen wird sich als trugschluss erweisen
      Da werden die statistikrechenformeln des herrn falk auch nix ändern
      Vielleicht sollten due damen und herren in der politik endluch mal lernen demut und respekt zum volk zu lernen

  • goggile

    auf alle fälle sollten sich steuerbuggler die Politiker merken, die uns komplett der Freiheit beraubt haben, Polizei, Finanz und sogar Militär gegen uns mobilisiert haben.

    auf orf und auf bild de wurde schon darüber diskutiert ob verfassungsgerichtshöfe nachträglich nach jahren dieses skankalöse verhalten als illegal eingestuft werden kann. sogar Virologen in Deutschland gestern bei hart und fair wurde berichtet dass die Ausgangssperren eigentlich kontraproduktiv sind für eine gesunde Immunologie der Bevölkerung.

    was sich auf der ganzen welt gebenüber der eigenen Bevölkerung zurzeit abspielt ist vor wenigen Monaten noch unvorstellbar gewesen. scheindemokratien die in Wirklichkeit reinste Diktaturen sind. und ich bleibe felsenfest davon überzeucht, dass desto länger Ausgangssperren und aufgezwungene firmenschliessungen anhalten der Unmut wächst und wenn es kippt dann aber gewaltig.

    unwiederrufliche wirtschaftlichen und soziale schäden sind dann vorprogrammiert.

    • covid

      @Tageszeit: bitte löscht diesen Beitrag dieses hinrkranken Kommentators!! Er soll sich ungeschützt als Helfer beim Weissenkreuz bewerben, dann wird er kurz vor seinem letzten Atemzug vielleicht zur Vernunft kommen!

    • leser

      Goggile
      Duesmal muss ich dir recht geben
      Es sind einfach due falschen keute am lenkrad und das nicht seid 2 monaten sondern seid 30 jahren
      Denkt man an italien allein berlusconi hatte 29 jahre zeit die politusche landschaft in einen korrupierbaren haufen zu degradueren
      An leute wie andreotti craxi mit gaunern wie de michelis usw wollen wir gar nicht mehr denken
      Leider zieht sich das bild in sämtliche eurostaaten so durch und zur krönung sitzen in der EU noch eine menge vertreter due in ihrem land rechtskräftig verurteilt wurden wegen untreue
      Diese mentalität wird uns nicht retten

  • silverdarkline

    Tja, das Bauernblattl der Hinterwäldler hat wohl wieder mal gute Arbeit geleistet.

  • watschi

    kommt jetzt der krieg der medien? wer hat recht? wer unrecht? ist euch aufgefallen. dass es immer noch die verschiedensten meinungen und aussagen seitens experten und virologen zu covid19 gibt? was oder wem soll man denn glauben? das virus ist neu und niemand kennt es genau. es ist fùr uns ALLE neu und wir ALLE machen neue erfahrungen, die wir vorher nie mitgemacht haben.

    • leser

      Watschi
      Die frage ist nur wer der experte ist und wer ihn bezahlt
      Ein seriöse und unabhängiger wissenschaftler wird sich wohl schwer hergeben sich vor den karren von ein paar lobbysten einspannen und vorhertreiben lassen

  • andi182

    Ein Menschenleben ist wichtiger als des ganze Geld. Wir bleiben noch 2 Wochen Zuhause dann müsste das gröbste überstanden sein. Goggile du bist ein Schwarzmaler.

  • kuckine

    Endlich!

    Danke dafür, dass ihr diese unsäglich einfältigen Vorausgeschickt-Kommentare der Dolomiten zum Thema macht.

    Es fehlt noch das „Vorausgeschickt“ vom 26. Februar (Heidegger):

    „Ruhig Blut.
    Ganz ehrlich? Ein bisschen übertrieben kommt mir die ganze Sache schön langsam schon vor. Natürlich müssen die Behörden das Coronavirus ernst nehmen. Und versuchen, seine Verbreitung einzudämmen. Aber einige Orte in Norditalien erinnern mich derzeit mehr an ein Kriegs- als an ein medizinisches Krisengebiet. Nur als Tipp: SARS CoV-2 ist dermaßen klein, dass es mit Maschinengewehren kaum zu treffen ist. Im Ernst: Wir alle sollten ie Geschichte realistisch betrachten. Fakt ist doch, dass die Ansteckungsgefahr bei der ganz normalen Grippe viel höher ist. Und die Gefahr, die von dieser ausgeht, erst recht. Allein in Deutschland rafft die Influenzawelle jedes Jahr Tausende dahin. Bei uns in Südtirol dürften es auch ein paar sein. Aber darüber sprecht so gut wie niemand. Und ein Fußballspiel wurde auch noch nie abgesagt. Oder ein 300 kg Nudeldepot im Keller gehortet. In diesen Tagen mach dich aber ein Nieser fast schon zum Landesfeind. Ganz ehrlich!? Geht’s noch?“

    Ja, leider, Herr Heidegger.

    • covid

      Noch so ein Idiot! Auch dieser Verharmlosungkommentar gehört gelöscht Es ist einfach gelogen und Unsinn, dass die Ansteckungsgefahr bei einer normalen Grippe viel höher ist und die Gefahr die von dieser ausgeht erst recht. Ich habe in meinem Umfeld noch nie gehört dass 50jährige – gesunde – an einer Influenza gestorben sind. Mittlerweile kenne ich schon 3 Mitte-Fünfziger ohne Vorerkrankung die Covid-19 nicht überlebt haben.
      Deshalb melde auch du dich beim Weissen Kreuz ungeschützt zu helfen wenn es schon nicht so schlimm ist.

      • leser

        Covid
        Es ust aber nun mal so dass die due verstirben ein krankheitbild mitgebracht haben
        Man sollte aber auch ehrlich sein und schreiben dass due daten zu den verstirbenen die täglich rücksichtslos veröffentlicht werden auch jene beinhalten die kein coronasyndrom aufweusen
        Also doch ein wenig propaganda oder
        Es wäre einfach gut wenn ehrlichkeit gelebt würde

        • fronz

          @leser,
          @covid kennt keine Ehrlichkeit. Alle sind Idioten, nur er nicht!

          • ermelin

            Was soll so ein Kommentar….? covid trifft den Nagel auf den Kopf. Mehrere Forumschreiber hier sind echt eine Scham für die Menschheit….

          • covid

            @fronz @leser @goggile und alle anderen die noch an Verschwörungstheorien glauben und in einer Scheinwelt leben oder was eher sein kann, einfach ausgesprochene Idioten sind und hier nur provozieren. Fakt ist, dass Krankenschwestern in den entsprechenden Abteilungen in Südtirol 12 Stunden Schichtdienst ableisten müssen und zwar 6 Stunden mit Schutzkleidung, Pause und dann wieder 6 Stunden. Die machen das alles nur zum Schein, Spass oder? Aber ich bin unehrlich und alles ist nur Propaganda. Ehrlich gesagt, seid ihr es die Unwahrheiten verbreiten oder krank im oberen Stübchen seid … fährt zum Teufel mit Covid-19.

        • ermelin

          Totaler Quatsch, jetzt platzt mir bald der Kragen. Auf der Intensivstation Meran sind 3 unter 50-Jährige im schwersten Lungenversagen, teilweise auch ohne Vorerkrankungen….auch wenn sie hoffentlich überleben sollten, könnten sie mit Lungenschäden zu Invaliden werden…und danke, dass man in diesem Forum jeden Scheiss reinschreiben darf, wenn man aber mit kritischen medizinischen FAKTEN zu den Testverfahren auftritt (Sensivität und Spezifität), wird man zensuriert….ich selbst bin zweimal negativ PCR-getestet und habe jetzt trotzdem ordentlich Symptome für COVID = die Krankheit, verursacht durch
          SARS-CoV2 = das Virus….das einzige was hilft, ist zu Hause zu bleiben…..

        • covid

          wenn du schon einen solchen Nonsens verbreitest, solltest du dir wenigstens die Mühe machen ordentlich zu schreiben …

      • kuckine

        @covid: „Noch so ein Idiot! Auch dieser Verharmlosungkommentar gehört gelöscht.“

        Dir ist bewusst, dass du gerade Idiot zu Herrn Heidegger gesagt hast…?

    • issy

      Danke kuckine, vor allem das „Fakt ist doch“ am 26. Februar geschrieben, lässt einen darauf schließen, dass es so mancher Journalist mit den Fakten nicht so genau nimmt…

  • ronvale

    Eines ist sicher: diese Herren agieren nach dem Motto

    „Was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern“

    Auch hier im Forum war viele Relativierer, Beschwichtiger und Kleinredner unterwegs. Man steckt halt lieber wie der Vogel Strauss den Kopf in den Sand, obwohl einen die Berichte aus Asien eines besseren hätten belehren sollen.

  • covid

    Guter Kommentar von Wolweg! Ich würde da nicht zu hart mit Heidegger alleine ins Gericht gehen, da sind schon eher auch die Politiker in Verbindung mit der Sanität selbst (auch Kompatscher) zurückhaltend mit der Wahrheit gewesen oder sie tatsächlich nicht erkannten. Wenn das Virus in Italien schon seit Weihnachten oder Anfang Januar grassierte, dann waren sicher auch schon vor und während Antholz viele italienische Virenschleuder im Land. Es wäre interessant zu wissen, wie viele Lungenentzündungen im Februar in Südtirol aufgezeichnet wurden und wie viele Menschen daran gestorben sind. Den Krankenhäusern hätte der Anstieg doch auffallen müssen??

    • leser

      Vovid
      Vielleicht ist der heidegger mehr ein loyialer soldat als guter mann

    • meintag

      Ich kann mich erinnern dass vor ca. zwei Wochen ein Primar in einem Südtiroler Krankenhaus den Virus als normalen Influenzavirus hinstelle. Nun nach diesen zwei Wochen ist dieser Herr dabei dass von „seinem“ Krankenhaus möglichst Wenig Negatives nach Außen kommt kommt da in den freigemachten Abteilungen der Ausnahmezustand herrscht.

  • vogelweider

    Ich danke der TZ, dass sie die Hetze und Panikmache des sogenannten Tagblatts einmal deutlich herausstellt. Es geschieht immer nach demselben Muster: sie machen sich zum angeblichen Sprachrohr entrüsteter und wohlanständiger, gläubiger Bürger und aufrechter Tiroler (siehe letzthin auch die Bärengeschichte aus Truden) und hauen immer wieder in dieselbe Kerbe, bis einem das Thema zum Hals heraushängt. Die dabei gewählte Diktion ähnelt stark jener aus dunklen Zeiten, nebenbei auch die antiquierte Sprache.

  • yannis

    das zeigt doch mal wieder deutlich auf : „Lügenpresse“ ist vielleicht doch etwas zu hart ausgedrückt , aber „Manipulationspresse“ ist mehr als zutreffend.
    Es scheint das diese Schreiberlinge samt und sonders beim Springerkonzern zu Schule gingen.
    Wie war noch der Werbespruch (Propagandaspruch) eines Schmierblattes dieses Konzerns ?

    „BILD dir deine Meinung“

  • meintag

    Nun bis vor einigen Dekaden gab es nur eine grosse Druckerei in Südtirol welche bestimmte Was und Wie es gedruckt werden durfte. Dass dabei keine negative Zeile über die Kirche und deren Übernahme Meister gedruckt werden durfte lag und liegt auf der Hand. Es erinnert an Luther der auch selbst drucken musste um der Wahrheit Gerechtigkeit zu geben.

  • abodechto

    Die Wahrheit ist das höchste Gut (nach der Gesundheit)

  • prof

    Was mich bei den Journalisten und Chefredakteur „Krah“ unseres Tagesblattes stöhrt, ist nicht das sie alles falsch eingeschätzt und geschrieben haben,sondern, daß sie jetzt nicht die GRÖßE !!!! haben,in wenigen Fettgedruckten Zeilen auf der Titelseite zugeben,daß sie sich GEWALTIG geirrt haben und sich dafür entschuldigen.

  • prof

    Zugegeben,bei der TZ ist auch nicht immer alles Gold was glänzt,aber mir ist der Artur Oberhofer allemal beim „Arsch“ lieber ,als der komische „Vogel“ beim Gesicht,lg Artur.

  • franz1

    @ leser,

    ..ganz wichtig, du hast die 6 Millionen staatlicher Hilfe der Athesia ganz vergessen!!!
    Der Steuerzahler begleicht die Kosten für jeden dummen Kommentar dieser Zeitung, daher ist mir lieber ich sehe die nicht mehr zu Hause….

  • billy31

    Die ganzen Kategorien wie:
    – Verharmloser
    – Verschwörungstheoretiker
    – Verneiner
    – Klugscheisser (obwohl sie von Viren und Epedemien an cazzo verstehen)
    – politische Profiteure
    – Falschmelder
    – Fakenews Verbreiter
    können sie jetzt gepflegt verpissen. Ich höre, sehe und lese nur mehr Expertenmeinungen und Stellungsnahmen.
    Dank an Oberhofer für seinen medialen Spiegel. Liebe Südtiroler (Tscheggl), mit an selbstgebrennten Schnapsl zur Heilung ist es jetzt nicht mehr getan, außer man säuft sich die Sorgen weg,

    • yannis

      >>>>>>Ich höre, sehe und lese nur mehr Expertenmeinungen und Stellungsnahmen…..

      im Grunde richtig, nur woran erkennt man den wirklichen Experten ? oder wie unterscheidet man zwischen Scharlatanen und Experten ?

  • rota

    Und all das ist objektive Berichterstattung.
    Und wenn es keine Themen mehr gibt haut man sich gegenseitig in der eigenen Berufsgruppe in die Pfanne.
    Wenn zwei oder mehrere sich streiten werden mehrere neugierig und glauben sich über diese Sensationen informieren zu müssen.
    Irgendwo wird man heimlich ein Flaschl Wein auf die gesteigerten Leserzahlen köpfen.
    Theater eben!

  • perikles

    und dennoch gehört das Tagblatt zu den Krisengewinnern..es genügt die zahlreichen ganzseitigen Anzeigen von Institutionen und Unternehmen zu sehen, von den Todesanzeigen ganz zu schweigen

  • yannis

    Dazu ein Ausschnitt eines Aufsatzes von Autor Jan Fleischhauer,

    Ich würde auch immer einwenden, dass es das Privileg des Schriftstellers sei, Unsinn zu verzapfen. Böll hat als Kommentator hanebüchenes Zeug von sich gegeben, ohne dass dieses seinem Ruf als moralischer Instanz Abbruch getan hätte. Unvergessen ist der „Spiegel“-Essay, in dem Böll die erste Generation von RAF-Terroristen als fehlgeleitete Idealisten gezeichnet hatte, die vom Staat in den Untergrund getrieben worden seien. Auch Grass war von erstaunlicher Eigenwilligkeit im Umgang mit Fakten. Erst als er auf seine alten Tage sein Engagement bei der Waffen-SS allzu salopp der eigenen Biografie einzugliedern versuchte, merkten diejenigen im Feuilleton auf, die bis dato jede seiner Einlassungen als gottgleich hingenommen hatten.

  • alibaba

    Dass man auch anders auf diese Virusgefahr hätte reagieren können, hat Venetien gezeigt: am Sonntag 23. Februar – 2 Tage vor dem Karnevalshöhepunkt in Venedig – wurden ALLE Veranstaltungen abgesagt!!! Dort wurde also, zum Unterschied zu uns, nicht auf den wirtschaftlichen Schaden geschaut, sondern auf die Gesundheit der Menschen.

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