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„So verhalten, als wäre man infiziert“

Das Land verstärkt im Kampf gegen das Coronavirus seine Präventionsmaßnahmen und verteilt ab heute kostenlos Halstücher in drei Größen. 

Die Ansteckung mit dem Coronavirus erfolgt über Tröpfchen- und Schmierinfektion. Diese Infektionsgefahr kann – neben den anderen Sicherheitsvorschriften – durch das Bedecken von Mund und Nase verringert werden.

Das Land Süditrol verstärkt daher seine Präventionsmaßnahmen und verteilt ab heute Samstag in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Pressevertrieb und den Zeitungshändlern kostenlos Halstücher. Sie sind in allen Zeitungsgeschäften, an Kiosken und in Trafiken in drei Größen erhältlich: für Männer, für Frauen und für Kinder. Ein Beiblatt gibt die wichtigsten Gebrauchshinweise.

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann erklärt, warum das Bedecken von Mund und Nase so wichtig ist: „Die Lage ist ernst, sehr ernst! Wenn die Infektionsrate so weitergeht, sind die Krankenhäuser in wenigen Tagen überlastet.“ Widmann ersucht daher „wirklich jede einzelne Bürgerin, jeden einzelnen Bürger, sich an die Sicherheitsvorschriften zu halten und vor allem: zu Hause zu bleiben! Jeder muss sich so verhalten, als ob er infiziert wäre!“

Jedes Verlassen der eigenen Wohnung birgt die Gefahr, sich mit dem Virus anzustecken oder es weiter zu verbreiten. Widmann: „Es ist uns bewusst, dass es manchmal triftige Gründe gibt, deretwegen man die Wohnung dennoch verlassen muss – etwa weil man Lebensmittel kaufen muss oder Medikamente. Und in diesen Fällen, insbesondere in geschlossenen Räumen, ersuche ich dringend: Bedecken Sie Ihren Mund und Ihre Nase mit einem Schal oder Halstuch.“

Aber Achtung: Das Halstuch bietet keinen absoluten Schutz! Darauf weisen der medizinische Einsatzleiter Primar Marc Kaufmann und Sanitätsdirektor Pierpaolo Bertoli hin. Dennoch helfe das Halstuch, die Infektionsgefahr zu reduzieren, insbesondere wenn sich alle daran halten und auch die übrigen Vorschriften einhalten – wie den Abstand und das Händewaschen.

Hier finden Sie die kostenlosen Halstücher. 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (9)

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  • kirke

    Ein vielsagendes Bild. Es fehlt nur noch die abgesägte Schrotflinte

  • zusagen

    Kostenlos? Zahlen die Politiker?

  • pingoballino1955

    Ja was nun,???,für alle,oder wie heute wiederlegt nur für die Krankenhausbediensteten,weiss der andere nicht vom anderen,was „Sache“ist?

  • owl

    Nur mal so als Frage: macht es Sinn, dass jetzt alle zu den Zeitungsgeschäften und Kiosken rennen, um ja sicher ein Tuch zu ergattern?

    Wo wir doch alle Tage eingehämmert bekommen, nur in wirklich dringenden Fällen das Haus zu verlassen.

    • ich1979

      @owl
      Das habe ich mir auch gedacht, wie die das händeln mit dem Ansturm auf die Tücher.
      Das selbe gilt für die Bewegung an der frischen Luft nähe Wohnung. In großen Wohnblocks in Bozen gibt es keine Ausweichmöglichkeiten für die Spaziergänger, die aus Angst vor Strafen sich nur trauen vor dem Haus auf und ab zu gehen.
      So weit können die hochqualifizierten Köpfe unseres Landes aber nicht denken?
      Ich wünsche besseres Gelingen bei den nächsten Entscheidungen.

  • silverdarkline

    Dass die Tüchlein von seinen Cousins produziert werden interessiert in Krisenzeiten wohl niemanden, nicht wahr Herr Landesrat?

  • asterix

    Warum für Krankenhausangestellte? Für die hilft das Sacktuch überhaupt nichts. Kaufmann hat da vollkommen recht. Übrigens sollte sich Widmann auf Politik beschränken und medizinische Ratschläge den Fachleuten überlassen. Aber natürlich ändert das nix an den wichtigen Verordnungen die unbedingt einzuhalten sind. Zu Hause bleiben, Abstand halten, und wascht euch bitte so oft wie möglich GRÜNDLICH die Hände. Desinfiziert eure Smartphons und Schlüsselbunde, alle Türdrücker und Handläufe. Dieses Virus kann nicht fliegen, nicht kriechen und nicht überhüpfen. Wir Menschen verbreiten es mit unserem Verhalten. Dieses Virus kann sich nicht einmal selbst vermehren. Es brauch unsere Körperzellen dafür. Es vermehrt sich nicht auf Müll oder Speisereste, es überlebt dort nur eine gewisse Zeit. Also: Halten wir uns an die Vorschriften und der Feind hat keine Chan

  • emma

    nett! schaugmo amol wie weit wir no sinken.

  • reindl

    Welche Bank werden diese wohl überfallen? Lächerlicher gehts nimmer, wenn ich auf die Aussagen von Prof. Gänsbacher höre, dann tut es ein Papiertaschentuch oder ein Stück Toilettenrolle auch, ein grosses Tuch für Grosse Leute mit wenig Wirkung, nicht nur das Tüchl, und jetzt versteh ich die Hamsterkäufe von Toilettenpapier

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