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„Sollten sich keine Sorgen machen“

Ist eine Infektion mit dem Coronavirus für werdende Mütter und ihre Babys eine besondere Gefahr? Der Gynäkologie-Primar Herbert Heidegger klärt auf.

Tageszeitung: Herr Dr. Heidegger, nachdem am Sonntag bekannt gegeben wurde, dass eine Covid-19-positive Frau einen Buben zur Welt gebracht hat, machen sich viele Schwangere Sorgen. Zumal sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert hat. Ist man als Schwangere gefährdeter als andere Frauen?

Herbert Heidegger: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise, dass Schwangere durch Covid-19 gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung. Und was diese besagte Mutter anbelangt, sie litt bereits an mehreren Vorerkrankungen. Dennoch sollte man sich überlegen, ob Schwangere, aufgrund ihrer veränderten Immunitätssituation, besonders geschützt werden sollten. Sie sollen, so gut wie möglich, keinem Stress oder emotionalen Belastungen ausgesetzt sein. Sie sollten sich als Schwangere keine Sorgen machen.

Wie kann sich das Coronavirus auf die Schwangerschaft auswirken?

Bis jetzt gibt es keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten. Es ist auch nicht bekannt, dass das Coronavirus durch die Plazenta zum Kind gelangen und dieses infizieren kann. Weder bei den Neugeborenen noch im Fruchtwasser konnte bisher der Virus nachgewiesen werden. Damit sind auch Probleme oder häufigere Fehlbildungen beim Fetus unwahrscheinlich. Man geht also derzeit nicht davon aus, dass Schwangere das Virus auf ihr ungeborenes Kind übertragen können. Aber es muss auch dazu gesagt werden, es gibt noch wenig Erfahrungswerte in diesem Bereich.

Kann eine Mutter ihr Baby stillen, wenn sie an dem Coronavirus erkrankt ist?

Ja, das Virus wird nicht in der Muttermilch nachgewiesen…

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