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Wie bekommt man das Elterngeld?

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Südtirols Familien fragen sich, wie sie die außerordentliche Elternzeit mit 50-Prozent-Bezahlung beanspruchen können. „Man muss auf das INPS-Rundschreiben warten, aber die Maßnahme gilt auf jeden Fall rückwirkend“, sagt ASGB-Chef Tony Tschenett.

von Heinrich Schwarz

Berufstätige Eltern können zumindest halbwegs durchatmen. Wie berichtet, hat die italienische Regierung das Corona-Hilfsdekret genehmigt, das unter anderem einen „congedo parentale“, eine außerordentliche Elternzeit vorsieht. Bei Kindern unter zwölf Jahren beträgt diese Elternzeit 15 Tage, wobei das Elternteil in dieser Zeit 50 Prozent ihres Gehaltes bezieht. Auch Eltern von Kindern zwischen zwölf und 16 Jahren können während der Zeit der Schulschließung ihre Arbeit niederlegen, erhalten dafür jedoch weder Lohn noch Fürsorgebeiträge.

Nach der Genehmigung liefen bei den gängigen Anlaufstellen umgehend die Telefone heiß, um die Elternzeit zu beantragen. Nur konnte niemand Auskunft darüber geben. Wie funktioniert der „congedo parentale“?

„Das Problem ist momentan, dass das Rundschreiben der INPS abzuwarten ist, das noch nicht veröffentlicht worden ist“, sagt ASGB-Chef Tony Tschenett. Der Gewerkschafter betont aber: „Wichtig ist, dass die Leute wissen, dass die Möglichkeit da ist. Und sobald das Rundschreiben veröffentlicht ist, wird man auch den Antrag stellen können, der über die INPS abzuwickeln ist. Das wird hoffentlich so schnell wie möglich passieren.“

Arbeitslandesrat Philipp Achammer sagt, dass man sich bei gegebener Zeit in erster Linie an den Arbeitgeber wenden müsse, um das Ansuchen stellen zu können.

Tony Tschenett erklärt, dass die außerordentliche Elternzeit auf jeden Fall rückwirkend ab dem 5. März – also seit Beginn der Schul- und Kindergartenschließungen – gelte. Wer beispielsweise vergangene Woche Urlaub genommen hatte, um auf die Kinder schauen zu können, habe die Möglichkeit, diese Urlaubstage in außerordentliche Elternzeit umzuwandeln. Sprich: Man erhalte die aufgewendeten Urlaubstage zurück und werde zu 50 Prozent entlohnt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (13)

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  • leser

    Die mehrheit tut das was die partei ihr die letzten 50ig jahre beigebracht hat nähmlich gebūckte haltung einnehmen und betteln gehen
    Man merkt gar nicht dass man sich aufgegeben hat
    Gerade solche situationen zeigen die realität
    Wenn man das notwendig zum ûberleben dann heisst das die politik hat gewonnen
    Ûbrigens die oppositionsparteien sind wohl am ende mit ihrem latein und beweisen ebenfalls dass sue nur da sind sessel zu wärmen und ihre gehälter einzukassieren
    Oder foppa und co was meinst du?
    Ausgangssoerre greift dich in due persönliche freiheit ein oder nicht?

  • ich1979

    Im News Ticker läuft, was in der Print Ausgabe der Tz steht.
    Wie lange überleben die Viren auf diesem Hochglanz Papier?

  • tiroler

    Geld Geld Geld. Die Gewerkschaften sind die letzten die sich jetzt zu Wort melden dürfen. Es geht um die Gesundheit nicht ums Geld Herr Tschonnie Tschenett!!

    • ich1979

      @tiroler
      Achso?
      Die Betriebe bekommen Entschädigung, und niemand kümmert sich, dass ein Teil an die Arbeiter geht?
      Super!

      • leser

        Ich1979
        Due betriebe kriegen stundungen das heisst noch lange nicht dass sie geld kriegen
        Bauern kruegen ausgkeichszahlungen genossenschaften usw

        • tiroler

          So ist es. Wie wärs mit einer Umverteilung? Alle öffentlichen Gehälter ausser sanität (land gemeinden schule plotiker ja sogar der landeshauptmann selbst.usw) auf max 1500euro im monat kürzen und mit den eingesparten geldern den angestellten der privatwirtschaft unter die arme greifen welche null einkommen haben jetzt. Vor allem saisonsarbeitskräfte in der gastronomie. Handel. Usw

          • leser

            Tiroler
            Das wäre grundsätzlich in ordnung nur kann man mit 1.500 euro nur 2 wochen aks familie leben
            Und dafür müssten due unternehmer dann auch ihre leasingraten für ihre porsche mercedese usw und ihre wohnungen und villen due sue übet die firma abschreiben offenlegen
            Tja das mit dem ehrlich sein im heiligen tirol ist halt so ein dilemma

          • tiroler

            leser:was gat das mit den unternehmern zu tun? Die gastronomieunternehmer stellen mitarbeiter als saisonskräfte ein. Also kriegen sie nach Ablauf bzw nach entlassung nix mehr. Andere Unternehmer sind gezwungen mitarbeiter zu entlassen wenn nichts mehr zu tun ist. Deshalb sage ich die öffentliche hand miss für eine umverteilung sorgen. In zeiten wie diesen kann es doch nicht seinb dass zb ein amtsdirektor 6000euro bekommt während ein koch oder kellner keine arbeit findet. Deshalb die deckelung auf 1500.

          • leser

            Tiroler
            Da musst du den tschennet bzw früher den schorschi pardeller fragen den due haben sich zur lebensaufgabe sich fûr due arbeitnehmer einzusetzen aber leuder ist es fakt dass due gewerkschaften nur organisiert sind wenn es um öffentliche angestelltenverträge geht due eh schon ûberprivilegiert sind in det privatwirtschaft habe ich noch nie erkebt dass ein tschennet was erteicht hat
            Und dass mit den 6.000 euro für den amtsdurektir ist so dass deren gehälter meist gekoppelt sind und deshalb so hoch sind zusätzlich haben duese das glück dass duese job im gegensatz zu managern in der privatwirtschaft noch unbefristete angestelltenverhältnusse sind
            Zufällig st es noch so dass duese posten nich brave parteisoldaten und portaborsesoldaten zugeschanzt bekommen
            Aber eine tatsache muss man auch sehen ich würde alles unternehmen dass uch und meine kinder keinen job in der gastronomie hotelerie oder dergkeichen machen müssen und sich dueser haksabschneiderbranche ausliefern muss
            Man kann dem aber virbeugen indem man versucht eine schulische ausbildung zu bekommen dafür muss man aber auf einiges verzichten und ein oaar sachen inkauf nehmen
            Ich unterscheide schon dass der fjeussige belohnt werden muss und wenn er mehr verduent er sich auch nicht schämen soll
            Saisonsarbeiter sond nur mal due unterste gehaltsebene das ist einfach fakt
            Aber ich bin auch der auffassung dass man unternehmer subventionieren soll

          • leser

            Dass unternehmer natürlich nicht subventioniert werden sollen

  • goggile

    Abschaffung ALLER beiträge und gewaltige gehalsvergrösserungen

  • konsaa

    Was heißt hier Unternehmer – ein Unternehmen sind alle, also auch die Mitarbeiter – Subventionen u. Steuererleichterungen kommen auch den Mitarbeitern zugute, oder nicht ? Achtung: Saisonsangestellte gehen in die „saisonelle Arbeitslosenunterstützung“, wobei diese auch mehr als 6 Monate unter bestimmten Voraussetzungen ausmachen kann. Die bleiben deshalb nach Beendigung ihrer Arbeit nicht ohne Lohn. Deshalb hier vorher mal kurz sich informieren und nachdenken, dann erst Behauptungen aufstellen.

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