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„Notwendiger Einschnitt“

ASGB-Chef Tony Tschenett

Tony Tschenett, Vorsitzender des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), zeigt sich erfreut über das Maßnahmenpaket der italienischen Regierung, den Widrigkeiten, die das Virus Covid-19 mit sich bringt, zu begegnen.

„Die 25 Milliarden Euro, die Italien für die Bekämpfung der Auswirkungen des Coronavirus sofort zur Verfügung stellt, sind einerseits zwar ein gewaltiger Einschnitt in den Staatshaushalt, andererseits aber notwendig. Vor allem angesichts der Tatsache, dass es das Ziel des Dekretes ist, die Einbußen für Arbeitnehmer, Unternehmen und Familien möglichst gering zu halten“, so Tschenett.

Der ASGB-Chef zeigt sich erfreut über die Tatsache, dass für Familien notwendige Punkte, wie eine zu 50-Prozent entlohnte Sonderelternzeit bis zu 15 Tagen oder ein Babysitter-Voucher bis 600 Euro eingeführt wurden. Dennoch hätte er sich für die Sonderelternzeit eine 100-prozentige Entlohnung gewünscht: „Wer kann es sich heute leisten, auf die Hälfte des Gehaltes zu verzichten?“

Wesentlich und lobenswert sei auch die Ausweitung der Freistellungen des 104er-Gesetzes auf 12 Tage in den Monaten März-April.

„Genauso wichtig sind aber Unterstützungsmaßnahmen für die Unternehmen, um langfristig die Produktivität zu stabilisieren und Entlassungen zu vermeiden. Die Wiedereinführung der außerordentlichen Lohnausgleichskasse auch für Betriebe mit weniger als fünf Mitarbeitern, inklusive des landwirtschaftlichen Sektors, ist ein ganz wichtiger Punkt“, lobt Tschenett.

Summa summarum komme man, so der Chef des ASGB, nicht umhin, Italien für den aktuellen Umgang mit Covid-19 Anerkennung zu zollen. Dies sei aber nur ein erster Schritt zur Entlastung der Arbeitnehmer, Unternehmen und Familien. Jetzt, nachdem das Gesetzesdekret Gültigkeit hat, gelte es ergänzend dazu lokale Maßnahmen zu schmieden. Dafür sollten sich die Sozialpartner zeitnahe treffen.

Tschenett hofft, dass die Maßnahmen des Dekrets „Cura Italia“ auch schnell und unbürokratisch umgesetzt werden können. Ein Behördenspießrutenlauf würde alle Bemühungen wieder konterkarieren.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • leser

    Tja tschenett lob mal nucht zu früh
    Die erdbebenofer von vor ein paar jahren warten heute noch
    Übrigens wurde nur ein beschluss gefasst für eine aufstockung der neuverschuldung für die gegenmassnahmen des coronavirus as heusst noch kange nix
    Man hat das gefühk dass ihr euch alle nur ins spiel bringen wollt und verdreht anscheinend sehr leicht die tatsachen

    • asterix

      @leser, vielleicht will der Toni auch in den Landtag, so wie der Pardeller Schorsch. Das was der Schorsch geleistet hat packt der Toni sicher auch.

      • meintag

        Nun nach Parteikartl und Abgang des anderen Arbeitnehmers und Beisitzers des Landtagspräsidiums hat der Tony sicher Lust auf ein Mandat.
        Im Grunde genommen ist der ASGB genauso nur ausführendes Organ für den Staat wie es die SVP ist. Dem Staat gegenüber nichts zu melden aber nach Unten gross parlavern.

      • leser

        So wird es sein
        Denn noch gibts nichts zu loben und schon gar nix zu bedanken denn es ist lediglich eine abstimmung bzw beschluss gemacht worden dass eine neuverschuldung von 27.5 milliarden gemacht wird
        Das geld ist noch lange nicht frei und zur verfügung
        Dass italien schon am geldhahn an der EU ansteht zeigt wie klamm sie sind aber das erzählt man nicht

  • emma

    tràumt weiter wie immer, wenn da geld rinnt; fliesst es; in die politik dessen freunde und gònner,
    unten kommt nix raus.

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