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„Bars und Geschäfte müssen schließen“

Ministerpräsident Giuseppe Conte hat am Mittwochabend neue Einschränkungen bekannt gegeben +++ Bars, Restaurants und Geschäfte müssen unmittelbar und für vorläufig zwei Wochen schließen +++ Offen bleiben nur Lebensmittelläden, Apotheken, Zeitungskioske und Tankstellen +++ Gesicherte bleiben auch Bank- und Versicherungsdienste +++ Erster Serie-A-Spieler positiv getestet +++ Auch in Tirol spitzt sich die Situation zu +++ Auch Österreich schließt die Schule +++ DER LIVE-TICKER.

+++ UPDATE 23:13 Uhr +++

Nun hat auch die Serie A ihren ersten Coronavirus-Fall:

Juventus Turin teilte soeben mit, dass Daniele Rugani positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Der Verteidiger sei symptomlos und befinde sich in häuslicher Isolation, teilt der Club von Superstar Cristiano Ronaldo mit.

Auch der Trainerstab und die Spieler von Inter Mailand, gegen die Rugani vor wenigen Tag spielte, werden jetzt unter Quarantäne gestellt, berichtet die Gazzetta dello Sport.

Der Spielbetrieb in den italienischen Fußballligen steht bis 3. April still.

Die Europapokalbegegnungen von Juve und Inter dürften verschoben werden.

Daniele Rugani (Foto: FB/Rugani)

+++ UPDATE 23.00 Uhr +++

Auch in Tirol spitzt sich die Situation zu.

Mit aktuellem Stand gibt es in Tirol derzeit 57 bestätigte Coronavirus-Erkrankungen, die größtenteils sehr mild verlaufen. In zwei Fällen waren die Symptome etwas stärker ausgeprägt – diese befinden sich aber bereits beide wieder auf dem Weg der Besserung. Zwei erkrankte Personen von diesen 57 positiv Getesteten sind zudem bereits wieder vollständig genesen.

„Die Gesamtsituation hat sich weiter zugespitzt. Der heutige Mittwoch brachte den stärksten Anstieg von bestätigten Coronavirus-Erkrankungen seit den ersten beiden positiv getesteten Fällen vor über zwei Wochen. Die Zahl hat sich im Verlauf des heutigen Tages von 30 auf nun 57 positive Fälle erhöht“, informiert LH Günther Platter und ruft die Bevölkerung zum Zusammenhalt auf:

„Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, die unser tägliches Leben maßgeblich beeinträchtigt. Wichtig ist nun, dass wir in Tirol zusammenstehen und diese Krise gemeinsam meistern.“

Verlangsamung der Virus-Ausbreitung als Ziel

Die bereits gesetzten sowie alle weiteren geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und zu verlangsamen. Deshalb wird ab Samstag der Skibetrieb in Ischgl für zwei Wochen untersagt. „

Die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung und der Gäste hat höchste Priorität. Es bedarf deshalb weitreichender Maßnahmen, um dies bestmöglich zu gewährleisten“, so LH Platter.

TirolerInnen in Italien werden noch diese Woche zurückgeholt

Das Außenministerium arbeitet derzeit daran, österreichische Touristen, die mit dem Zug oder per Flugzeug nach Italien gereist sind und nun dort festsitzen, noch diese Woche nach Österreich zurückzuholen. Betroffen sind davon auch TirolerInnen, die mit der Bahn nach Italien bzw. Südtirol auf Urlaub gefahren sind.

„Die Tirolerinnen und Tiroler, die sich aktuell noch in Italien befinden, werden wir nicht im Stich lassen. Wir stehen hierzu in engem Austausch mit dem Bund zur weiteren Vorgehensweise“, betont LHStvinIngrid Felipe.

Veränderungen im Schul- und Kindergartenbetrieb

Günther Platter (Foto: Land Tirol/Berger)

Die Tiroler Landesregierung gab am Abend die Veränderungen im Bereich der (vorschulischen) Bildungseinrichtungen bekannt:

„Ab 16. März 2020, werden Schülerinnen und Schüler ab der neunten Schulstufe zuhause bleiben und ab 18. März  gibt es Einschränkungen für Pflichtschülerinnen und Pflichtschüler sowie Kindergartenkinder. Diese Maßnahmen im Bildungsbereich gelten voraussichtlich bis Ostern“, erklärte LRin Beate Palfrader.

„Der Bedarf für eine Betreuung wird jetzt erhoben, dann wird es auch entsprechende Angebote in Schulen und vorschulischen Einrichtungen geben. Dazu sind wir auch im Austausch mit den Gemeinden.“

Die Bildungslandesrätin richtete noch einen Appell an die Eltern: „Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder zuhause abwickeln können, sollen dies bitte auch tun.“

Weiters stellte sie fest, dass dort, wo eine Betreuung zu Hause nicht möglich ist, die Betreuung in öffentlichen Einrichtungen sichergestellt wird.

„Die Maßnahmen wurden mit Augenmaß getroffen – auf radikale Schulschließungen wurde verzichtet, auf Herausforderungen im Bereich der Betreuung Bedacht genommen. Als Bildungslandesrätin ist es mir wichtig, dass die Sicherung des Unterrichtsertrags und die Erfüllung des Bildungsauftrages nicht gefährdet sind. Es geht jetzt um die Änderung der Form des Unterrichts – es gibt keine unterrichtsfreie Zeit, sondern einen „Ersatzbetrieb“, beispielsweise durch ein umfangreiches altersgemäßes Onlineangebot. Es geht jetzt auch darum, Kindern die zu Hause bleiben, Materialien für die Festigung und Vertiefung des Unterrichtsstoffes bereitzustellen. Die Zeit soll sinnvoll genutzt werden.“

Unterricht gibt es bis auf weiteres auch nicht an den Tiroler Landesmusikschulen.

Der Musikwettbewerb „Prima la musica“, der vorerst verschoben wurde, kann nun definitiv nicht stattfinden.

Besuchseinschränkungen an Tirols Spitälern

„Der Schutz der Patientinnen und Patienten und des Krankenpersonals hat nun oberste Priorität – darum gilt ab sofort ein generelles Besuchsverbot in allen Tiroler Spitäler. Wir ersuchen die Tiroler Bevölkerung um Verständnis, dass an den Tiroler Spitälern ab sofort Besuchseinschränkungen zum Wohl der Patientinnen und Patienten eingeführt werden“, gab LR Bernhard Tilg bekannt. Nur gesunde KrankenhausmitarbeiterInnen können PatientInnen behandeln.“ Deshalb liegt das Hauptaugenmerk der Tiroler Spitäler derzeit unter anderem darauf, möglichst lange zu verhindern, dass das Coronavirus den Weg in die Krankenhäuser findet“, so der Gesundheitslandesrat. Ein weiterer Grund ist der Schutz aller PatientInnen, die sich derzeit im Krankenhaus befinden.

Ausnahmen sind Besuche bei Kindern und PatientInnen in Palliativbetreuung – hier ist pro PatientIn und Tag ein/e BesucherIn erlaubt. Bei Geburten ist eine Begleitperson gestattet. Außerdem erlaubt sind notwendige Begleitpersonen für Gehörlose, PatientInnen mit Demenz, Menschen mit Behinderung, Übersetzer, usw.

+++ UPDATE 22:44 Uhr +++

Sebastian Kurz (Foto: Orf.at)

Die österreichische Bundesregierung hat entschieden, dass es ab Montag keinen Unterricht mehr an den Oberstufen der Schulen – also ab der neunten Schulstufe – geben wird.

Die unteren Schulstufen werden ab Mittwoch nächster Woche folgen, hier werde von Unterricht auf Betreuung umgestellt.

Auch die mehr als 300.000 Kindergartenkinder sollen nach Möglichkeit zu Hause bleiben, lautete der Appell der Regierung, berichtet Krone.at.

+++ UPDATE 22.28 Uhr +++

Ministerpräsident Giuseppe Conte zeigt sich trotz allem zuversichtlich und betont, dass Italien gestärkt aus dieser Situation hervorgehen wird: „Es wird allerdings 14 Tage dauern, bis man die Auswirkungen dieser Maßnahmen spüren wird.“

+++ UPDATE 22.10 Uhr +++

LH Arno Kompatscher sagt zu TAGESZEITUNG Online: „Ich habe zu den Maßnahmen, die Ministerpräsident Conte angekündigt hat, meine Zustimmung erteilt.“

In einer streckenweise sehr dramatischen Rede, die direkt auf Facebook übertragen wurde, hat sich Ministerpräsident Giuseppe Conte bei den Italienern dafür bedankt, dass sie bereit sind, Opfer zu bringen. „Wir zeigen gerade auf, dass wir eine große Nation sind“, so der Premier.

An erster Stelle stehe die Gesundheit.

Ab Donnerstag sind also in Italien alle Geschäfte geschlossen – und das vorerst bis zum 25. März!

Die einzigen Ausnahmen: Lebensmittelgeschäfte und Apotheken. Auch Zeitungskioske und Banken dürfen weiterhin offen bleiben.

Offen bleiben auch die Tankstellen. Und der öffentliche Verkehr bleibt aufrecht.

Gesichert sind weiterhin die grundlegenden öffentlichen Dienste. Auch die Bank- und Versicherungsdienste laufen weiter.

Erlaubt bleibt die Zustellung von Waren und Essen frei Haus.

Die Industriebetriebe können – mit Einschränkungen – geöffnet bleiben. Außerdem werden die öffentlichen Transporte garantiert und auch die landwirtschaftliche Tätigkeit bleibt aufrecht.

Giuseppe Conte hat außerdem einen Sonderkommissar für den Kampf gegen das Coronavirus ernannt: Domenico Arcuri.

+++ UPDATE 22.00 Uhr +++

Nach den drastischen Maßnahmen am Montag hat Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwochabend weitere Einschränkungen verkündet, die helfen sollen, eine weitere Verbreitung des Coronavirus in Italien einzudämmen. „Diese Maßnahmen dienen dem Schutz unserer Gesundheit“, so Ministerpräsident Conte in einem Live-VIDEO.

„In Italien werden alle Geschäfte, Bars und Restaurants zwei Wochen lang geschlossen – nur Lebensmittelgeschäfte und Apotheken bleiben weiterhin offen“, kündigt der Ministerpräsident an.

Alle nicht notwendigen Geschäftsaktivitäten müssen eingestellt werden, genauso wie nicht dringend notwendige Dienstleistungen.

Industriebetriebe dürfen weiterarbeiten, müssen aber strenge Regeln einhalten.

Der öffentliche Nahverkehr bleibt vorerst aufrecht.

+++ UPDATE 19.27 Uhr +++

Noch gibt es keine Trendumkehr bei den Zahlen zu den Coronavirus-Infektionen in Italien.

Am Abend hat Zivilschutzchef  Angelo Borrelli die neuen Daten bekanntgegeben.

Demnach gab es in Italien in den letzten 24 Stunden 2.076 Neuinfektionen.

Die Gesamtzahl der Infizierten stieg damit auf 12.462 – die Todesopfer und die inzwischen geheilten Personen mit einberechnet.

Die Zahl der Todesopfer ist seit Dienstag um 196 auf nunmehr 827 gestiegen.

DAS HABEN WIR BISLANG BERICHTET

Der Präsident der Region Lombardei, Attilio Fontana, hat der römischen Regierung am Mittwoch die Vorschläge für eine Verschärfung der Maßnahmen gegen das Coronavirus vorgeschlagen.

Laut Fontana könne man die Ausbreitung des Virus nur eindämmen, wenn eine Ausgangssperre verhängt wird und nur mehr die essentiellen Versorgungskanäle – Lebensmittelkette, Energieversorgung, Müllabfuhr – offengehalten werden. Fontana berichtete am Nachmittag, dass am heutigen Mittwoch allein in der Lombardei 1.500 neue Infektionsfälle registriert worden seien.

Nach den Vorschlägen der Region Lombardei sollten nur mehr Lebensmittelläden und Apotheken geöffnet bleiben.

Premier Giuseppe Conte hat nicht ausgeschlossen, dass die Maßnahmen für das gesamte Staatsgebiet ausgeweitet werden. Experten geben zu bedenken: Falls sich das Coronavirus auch im Süden Italiens so ausbreiten sollte wie im Norden, würde die Epidemie katastrophale Ausmaße annehmen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (39)

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  • tiroler

    Spätestens am Freitag gibt es auch in Südtirol eine Ausgangssperre. Ausgenommen sind Lebensmitteleinkäufe und Apothekengänge

    • marting.

      die Regierung Conte hat komplett versagt!!!
      zu wenig, zu spät!
      die Grenzen sind immer noch offen!

      wir werden den Preis zahlen!

      • leser

        Welchen preis marting?
        Ist südtirol nicht mitten drin

      • pfendtpeter

        Conte macht einen super Job!!

      • kuckine

        Conte und Kompatscher sind diejenigen, die durchgegriffen haben und durchgreifen. Ihnen gebührt Respekt und Anerkennung.

        Überleg mal, wer bis Montag noch gesagt hat, dass es in Südtirol so gut wie keine Verdachtsfälle gibt.

        Ich zitiere:
        „„Diese Einstufung Südtirols als Risikogebiet entbehrt jeglicher Grundlage, wir fordern eine Neubewertung und haben bereits in diesem Sinne beim RKI interveniert“, informiert der Präsident der Handelskammer Bozen Michl Ebner, am Samstag.“ Das stand noch bis gestern auf der offiziellen Seite der Handelskammer.“

        Oder suedtirol.info/de/informationen/coronavirus (bis Freitag Abend):
        „Bisher gibt es keine Bestätigung, dass die Ansteckung in Südtirol erfolgt ist.“

        Oder Dolomiten / Athesia, Leitartikel Heidegger, Ebner:
        „Warum kriegen die (deutsche Gäste), was wir nicht haben?“ (Freitag)

        Oder Widmann:
        Ansteckung von Ärzten (KH Brixen, Marienklinik, Hausärzte)
        Warum wurde nicht frühzeitig gewarnt?

        Bist du sicher, dass du immer noch Conte die Schuld geben willst?
        Hätte er nicht am Dienstag die Schließung der Aufstiegsanlagen per Dekret verfügt, würden einige immer noch offen sein und das Offensichtliche leugnen.

      • stefan1

        Wenn hier versagt hat, dann die Fascholegaregierungen in Lomabrdei und Veneto: Jahrzehntelange Privatisierung im Gesundheitssektor und bis vor ein paar Wochen noch Verharmlosung, typisch ignorante Kriecher Salvinis !

    • emma

      bach 9 monaten ist babybum.

    • waldhexe

      Conte macht nichts anderes als warten bis die Order der Finanz-und Pharmakonzerne den nächsten Schritt anordnen.Bevor das schon angeschlagene Italien nicht ganz verblutet ist wird es immer diesen Virus geben.
      Nicht der Virus ist das Problem sondern unsere Politmarionetten.
      Gauck sagte eimal“nicht die Politiker sind das Problem sondern das Volk“ sagt eigentlich alles.

  • owl

    Wenn ein Haus brennt, fackeln wir das ganze Dorf ab.

    Und die Leute schauen zu und applaudieren auch noch…
    So bescheuert sind noch nicht mal die Chinesen.

  • tiroler

    Jeder Südtiroler, der sich ausser Haus begibt handelt grob fahrlässig

      • stefanrab

        Der gesunde Menschenverstand

        • owl

          @stefanrab: Ach so…

          Meine Frau arbeitet im Altersheim. Die alten Menschen wird dann ja wohl der gesunde Menschenverstand versorgen.

          Und eure Gehälter wird sicherlich auch der gesunde Menschenverstand bezahlen.

          Oder ist es eher das Land? Oder seid ihr Bauern, die sich sowieso darauf verlassen können, dass es – egal was kommt – sowieso immer Ausgleichszahlungen gibt?

          Nur gut, dass es noch Leute gibt, die sich zwar fürs Arbeiten heutzutage auch noch rechtfertigen müssen, dafür aber mit saftigen Steuern eure Gehälter und Ausgleichszahlungen erwirtschaften müssen.

          • alexbozen

            Dein Angriff auf die Bauern finde ich echt unterste Schublade, vor allem in diesem Kontext. Bin zwar kein Bauer, aber wenn es die Bauern ach so super haben, dann wandle ich doch vom Opfer zum Bauern um. Jeder Beruf hat seine positiven und negativen Seiten. …und ja, wer sich weiterhin außer Haus begibt handelt groß fahrlässig. …da gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen. Man muss wohl nicht erwähnen dass man ganz ohne rauskommen, in den allermeisten Fällen nicht auskommt. Mittlerweile haben es ja fast alle verstanden.

          • owl

            @alexbozen:
            Das sind Fakten.
            In welche Schublade du das schiebst, ist mir egal.

            Du schreibst „…und ja, wer sich weiterhin außer Haus begibt handelt groß fahrlässig. …da gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen. Man muss wohl nicht erwähnen dass man ganz ohne rauskommen, in den allermeisten Fällen nicht auskommt.“

            Ja was den nun?
            Für das eine oder andere wirst du dich schon entscheiden müssen!

          • fronz

            …bravo @gestiefelterkater, recht hast!

          • stefan1

            kater und fronz, niemand kann das besser wissen als ihr beide !

          • alexbozen

            Fakten muss man auch belegen können, sonst sind es nur Wunschvorstellungen. Fakt ist dass die Zahl der Bauern im gesamten alpinen Raum, und auch in Südtirol zurückgeht. (Wenn du das Gegenteil behauptest, bitte Quelle angeben). Meistens müssen die Bauern sich neu erfinden, einen Zweitberuf nachgehen. Sie generieren einen Mehrwert… Sind Teil unserer Geschichte, verwöhnen uns mit Köstlichkeiten. …die ganze Tourismusbranche profitiert, auch der Handwerk, usw… …man muss wohl blind sein, oder Südtirol hassen, um das außen vor zu lassen. Alle Berufe verdienen Respekt, es ist eigenartig, wenn Menschen einfach auf eine Kategorie darauflos schießen, bei Themen die damit gar nichts damit zu tun haben…einfach mal sachlich bleiben. Da gibts schon ganz andere Gauner und Sozialschmarotzer die mal einen Hausbesuch verdienen würden!!!

            Ich entscheide mich soviel wiemöglich im Haus zu bleiben. Keine Restaurantbesuch, kein Fußballspiel, keine Treffen mit Freunden, vermeide jeglichen Kontakt zu Menschen. Bleibe Zuhause bei meiner Ehefrau. Ich erledige wirklich fast alles Online, oder am Telefon. Hab meine Arbeit z.Z. eingestellt, weil ich es mir es als Selbstständiger zum Glück leisten kann. …andere leider nicht, das verstehe ich. Das liegt aber nicht in meinen Händen. …hab gestern für 2 Wochen im Vorrat Lebensmittel eingekauft. Das bedeutet für mich Zuhause bleiben. Damit haben wir (mit Frau) auch koheränt eine Entscheidung getroffen.

            Ps: Ich möchte dich zum postivem umdenken anregen. Fühle dich nicht als Opfer, immer ist jemand an unser unbehagen Schuld, in diesem Fall die Bauern.
            Ein smarter Mensch erkennt die Möglichkeiten, ein Opfer beklagt sich nur. Entscheide du auf welcher Seite du sein willst.

          • owl

            @alexbozen:
            Du sprichst von „kohärenter Entscheidung“. OK.
            Aber gleichzeitig schreibst du „Ich entscheide mich soviel wiemöglich im Haus zu bleiben.“
            Betonung auf „so viel wie möglich“ – gestehe dir ein, dass das weder Fisch noch Fleisch ist.

            Du würdest dich wundern… In einigen Punkten – auch was die Bauern betrifft – sind unsere Meinungen nicht mal so unterschiedlich. Leider ist hier weder der Platz noch habe ich die Zeit, das ausführlich zu erklären, sonst würde ich dich vielleicht mehr überzeugen können als du mich.

            Nur so viel: ich fühle mich nicht als Opfer! Das wäre ein Missverständnis deinerseits.

            Damit man sich aber nicht als Opfer fühlt, gehört etwas dazu, was ich vor allem von Bauern gelernt habe (das meine ich gar nicht einmal sarkastisch):
            Man muss sich auch wehren können!
            Und das können die Bauern ganz hervorragend.

            Zum sich wehren können gehört, dass ich mir nur sehr ungern von Leuten, die 3x im Jahr in den Urlaub fliegen (und dabei alles Mögliche um den Globus tragen), sagen lasse, dass ich nicht mehr arbeiten oder vor die Haustüre gehen darf. Das ist für mich Sozial-Faschismus.

            NB. Damit meine ich nicht dich, es sei denn, du fühlst dich angesprochen.

          • alexbozen

            @owl: netter Schlagabtausch, hast ganz passabel reagiert. Trotzdem, übertreib es nicht mit der Genauigkeit. 😉 …es ist koheränt genug, wenn man nur das Haus verlässt, um Lebensmittel einzukaufen… ich kann nicht sagen: ich habe im letzten Monat nie das Haus verlassen und werde es in den nächsten Monaten nie verlassen, weil dann, wär ich unehrlich…aber ansonsten habe ich alle Aktivitäten eingestellt. Wenn das für dich weder Fisch noch Fleisch ist, dann lassen wir das mal eben so stehen, du behaltest deine Meinung und ich meine.
            Was danach folgt, das sehen wir dann schon sehr ähnlich. Passt alles. …und ja, hast dich auch gut gewehrt.
            …außer das mit dem „Sozialfaschismus“. Ich frage mich hier nicht mehr, ob diejenigen, die solche Dekrete rausgeben 3x im Jahr herumfliegen oder nicht. Einige fallen immer durch das Raster. Es ist von nutzen wenn sich alle an die Maßnahmen halten. Mein Verhalten hängt nicht davon ab, ob andere es nicht einahalten.
            Wünsche dir noch einen schönen Abend.

          • owl

            Den Begriff „Sozial-Faschismus“ nehme ich zurück und entschuldige mich auch dafür. In der hitzigen und zugegeben nicht ganz sachlichen Diskussion ist mir das so „rausgerutscht“.
            Das ist darauf zurückzuführen, dass ich eine abgrundtiefe Abneigung gegen totalitäre Regime habe, wo nicht selten zu Mitteln wie Ausgangssperre gegriffen wird. In der aktuellen Krise wird die Ausgangssperre aber natürlich aus vollkommen anderen Gründen verhängt, weshalb mein dafür gewählter Ausdruck nicht angebracht war.

  • kirke

    Einsperren muss man wenn schon die verantwortlichen Politiker, die jetzt, wo grosse Teile der Bevölkerung infiziert sind, sich plötzlich in einen sinnbefreiten Aktionismus hineinstürzen um von ihrem eigenen Versagen abzulenken. Man schaue sich nur unsere Politdarsteller an. Spätestens seit der WM in Antholz wusste man, dass sich dort viele infiziert haben müssen! Was wurde darauf hin konkret getan????

  • kira2000

    Der Zivilschutz ruft Alarm aus ohne zu sagen, um was es geht. Ist es so, dass die Politker schon wissen, dass eine Ausgangssperre verhängt wird und die Bevölkerung wird vor vollendete Tatsachen gestellt?

  • goggile

    ZURUECKTRETEN ALLE ABER DALLI!

  • goggile

    CONTE WER? WER HAT CONTE GEWàHLT?

    auch salvini ist komplett daneben mit den forderungen nach supercommisario und Ausgangssperre. soll mal besser schauen wieviele hàfltinge womöglich umgebracht worden sind und ob Menschenrechte ueberhaupt eingehalten werden.

  • prof

    @goggile
    Ich glaube zu deinen Kommentaren, irgendein Virus hat dein Hirn vernebelt. Wir sind auf den Weg zu einer Pandemie,was warscheinlich gleich schlimm ist wie ein Krieg.

  • george

    Wie, schreiben in diesem Forum bald wirklich nur mehr Idioten? Wäre besser, man würde es schließen. Die Wenigen, die hier noch halbwegs vernünftig schreiben, werden ohnehin nur mehr niedergemacht und könnten anderswo viel besser den Sachverhalt als solchen darlegen.

    • iceman

      vor dem Internetzeitalter standen diese Bescheuerten und Bekloppten mit einem blauen Schurz auf dem Dorfplatz und stammelten nach dem fünften Weißen ihre idiotischen Ansichten in die Runde. Heute haben diese Dummelen ein Handy und Foren wie dieses.
      Man kann aber immer noch an diesen Dorfdeppen vorbei spazieren und sie auch virtuell ignorieren!

  • prof

    Ich wette,daß alle Fußballspiele samt Europameisterschaft innerhalb März abgesagt werden..

  • prof

    Wenn es anders kommt wie ich geschrieben habe und das hoffe ich innigst,so lasse ich mich gerne als Schwarzmaler und Idioten bezeichnen,aber Achtung ,ich notiere mir jetzt die Namen die mich hier mit ihren Kommentaren beleidigen und werde zu gegebener Zeit ihnen antworten.

  • waldhexe

    Wenn man schon mit solchen Statistiken an die Öffentlichkeit geht solten diese schon aussagekräftiger sein,wie zum Beispiel: Alter,Vorerkrankung In welchem Umfeld lebte er,war vor der infektion schon im Krankenhaus,war die Erkrankung vorher schon lebensbedrohend,welcher Arbeit verrichtete Sie/ER usw.
    Dem Bürger würde es mehr helfen,wenn er mehr Informationen hätte.
    Will man das nicht oder möchte man den mündigen Bürger als dumm verkaufen.
    Fragen über Fragen,die nicht gerade zur Beruigung beitragen.

  • esmeralda

    Conte und Kompatscher arbeiten wirklich ernsthaft und verantwortungsbewusst. Damit werden wir es schaffen, trotz dieser einzelnen Kleingeister wie hier im Forum

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