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„Es tut uns leid“

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Die Dolomiti Superski-Gebiete werden am 11. März die Saison vorzeitig beenden. Die Skigebiete in der Ortler Skiarena möchten weitermachen.

Die Diskussionen über die vorzeitige Beendigung der Wintersaison wegen des Coronavirus entwickelt sich immer mehr zur Farce.

Am Sonntag hatte es zunächst so ausgesehen, als würden alle Skigebiete im Lande einen – wie LH Arno Kompatscher es nannte – „Akt der Verantwortung und der Solidarität“ setzen und die Saison vorzeitig beenden.

Wie TAGESZEITUNG Online am Montagmorgen erfuhr, wollen die Dolomiti-Superski-Gebiete tatsächlich am Mittwoch, 11. März, ihre Anlagen schließen. Auch die Hotels in den Dolomitentälern sollen geschlossen werden.

Die Skigebiete der Ortler Skiarena möchten allerdings weitermachen bis zum geplanten Saisonschluss nach Ostern.

Allerdings:

Aufgrund der staatsweiten Entwicklung und der zunehmenden Coronavirus-Fälle in Südtirol – Indiskretionen zufolge sind in Südtirol bereits über 40 Personen positiv getestet worden –, könnte auch unser Land zur roten Zone erklärt werden, befürchten die Corona-Krisenmanager des Zivilschutzes. Hinter den Kulissen wird daher versucht, eine einheitliche Lösung für das ganze Land auf finden. Nicht ausgeschlossen ist auch, dass das Land aufgrund der sich zuspitzenden Situation die Schließung aller Skigebiete verfügt.

In einer Aussendung schreibt Dolomiti Superski:

Dolomiti Superski mit seinen Skigebieten Kronplatz, Alta Badia, Gröden/Seiser Alm, Val di Fassa/Carezza, Arabba/Marmolada, 3 Zinnen Dolomiten, Val di Fiemme/Obereggen, San Martino di Castrozza/Rollepass, Gitschberg Jochtal-Brixen, Alpe Lusia/San Pellegrino und Civetta hat, im Einvernehmen mit den regionalen Gastwirtevereinigungen und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen politischen Behörden, sowie aus Gründen der Eigenverantwortung beschlossen, die laufende Wintersaison vorzeitig zu beenden.

Dies in Anbetracht der rasanten Verbreitung desCoronavirus COVID-19 auf dem italienischen Staatsgebiet und der daraus resultierenden Risiken für Urlauber, Arbeitskräfte und für die ansässige Bevölkerung in den eigenen Skigebieten. Die Gesundheit und die Beruhigung der Menschen, die in dieser Region leben, arbeiten und urlauben, sind wichtiger und müssen gewährleistet werden.

Die Schließung aller Aufstiegsanlagen wird innerhalb morgen, Dienstag 10. März 2020 erfolgen, um eine geordnete Heimfahrt aller Touristen zu gewährleisten, die derzeit noch vor Ort sind.

Es tut uns unendlich leid, diese Entscheidung treffen zu müssen, die eine absolute Ausnahme ist. Wir sind aber der Meinung, dass es ein grundlegender Schritt sei, um nach Möglichkeit, auch in unserem Gebiet mit hoher touristischer Dichte, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wir bedanken uns bei all jenen Skifahrern, die wir im Laufe dieser Wintersaison in unseren Skigebieten begrüßen durften und hoffen, sie bald wieder als willkommene Gäste in den Dolomiten empfangen zu können.“

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (11)

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  • waldi

    Aber alle zur Arbeit gehen. Das dürfen wir. Witz hoch 5 der ganze Scheiss, der da betrieben wird. Das Virus wirst du nicht bekämpfen können.

    • leser

      Genauso wie alles schliessen auch ein riesen quatsch ist
      Aber gut ist wie die suoer tiroler gross ankündigen einen akt der verantwortung zu machen und ihn dann dich ignorieren
      Schigebuete due sowieso mehrheitluch von steuergekdern subventioniert sind dürften eigentlich gar nicht selber entscheiden was sie zu tun haben
      Man sueht einmal mehr dass man es nur mit lügnern und ausbeutern zu tun hat aber wahrscheinlich werden sue die ersten sein die die hände aufhalten werden zum betteln

  • george

    Schweigt doch endlich mit euren Kommentaren, anstatt ständig hier gegen alle zu polemisieren. Ihr versteht vom Corona-Virus anscheinend soviel wie die Kuh vom Sonntag. Deshalb wäre es besser ihr würdet jene entscheiden lassen, die hierin die entsprechende Kompetenz und das Wissen haben.

  • meerwind7

    Damit werden auch die Südtiroler Krankenhäuser von einem Zustrom infizierter Gäste verschont, mithin stehen die Betten vermehrt für Einheimische zur Verfügung. In ein paar Wochen könnte man das schon sehr begrüßen, wenn die Überfüllung der Intensivstationen zunimmt.

  • gerhard

    meerwind7
    da hast Du absolut Recht.
    Das habe ich noch gar nicht bedacht.-
    Das ist mehr als vernünftig!

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