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Quarantäne-Station in Gossensaß

Die Baisi-Kaserne in Gossensaß wird für die eventuelle Unterbringung von Quarantänefällen reserviert.

Die Baisi-Kaserne in Gossensaß wird für die eventuelle Unterbringung von Quarantänefällen reserviert, die keinen Krankenhausaufenthalt bennötigen und nicht in der eigenen Wohnung bleiben können.

Die Lage in Südtirol ist stabil.

Dennoch werden alle Vorkehrungen getroffen, um auch im Falle einer weiteren epidemiologischen Ausbreitung des Coronavirus vorbereitet zu sein.

Unter anderem werden dafür Unterbringungsmöglichkeiten für Personen geschaffen, die nicht in der eigenen Wohnung in Quarantäne bleiben können.

Es handelt dabei  um Personen, die engen Kontakt zu positiv auf das Coronavirus getesteten Personen hatten und keine Symptome aufweisen oder um Personen, die bereits positiv getestet wurden, jedeoch keine oder leichte Symptome aufweisen und deshalb keinen Krankenhausaufenthalt benötigen.

In den vergangenen Tagen hat die Landesverwaltung mehrere Gebäude oder Einrichtungen sorgfältig überprüft. Unter diesen wurde unter anderem das Ferienstruktur für Militärpersonal in Gossensaß ausfindig gemacht. Diese war ursprünglich vom Militär für mögliche Quarantänefälle des eigenen Personals gedacht. Landeshauptmann Arno Kompatscher ist es mit Hilfe der staatlichen Zivilschutzbehörde gelungen, die Baisi-Kaserne in Gossensaß dieser Nutzung zu entziehen und eventuellen Südtiroler Quarantänefällen vorzubehalten.

Aktuell bereitet die Agentur für Bevölkerungsschutz in enger Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb die Anlage in Gossensaß auf den eventuellen Einsatzzweck vor. Die Einrichtung wird sowohl aus hygienisch-gesundheitlicher Sicht als auch unter dem Gesichtspunkt der Privatsphäre den Bedürfnissen der möglichen Gäste angepasst.

Das Gelände ist ideal gelegen, da es einerseits problemlos erreichbar ist und über alle notwendigen Sicherheits- und Komfortstandards verfügt. Zudem besteht dank der getrennten Gebäude im Inneren des Geländes die Möglichkeit, die Patienten je nach Quarantänetyp getrennt unterzubringen, heißt es in einer Aussendung des Landes.

Die Einrichtung wird vom Betreuungsdienst des Weißen Kreuzes im Auftrag der Agentur für Bevölkerungsschutz betreut.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (11)

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  • wollpertinger

    Seltsamer Weise interessiert es bei uns niemanden, wer dieser Aurelio Baisi war, nach dem die Kaserne benannt wurde. Ich glaube nicht, dass er in Äthiopien aus seinem Bomber nur Liebesgaben auf die armen Eingeborenen abgeworfen hat, wie man uns heute wohl weismachen will.

    • leser

      Aber wen kratzt das auch
      Aber du könntest die ulli mair fragen ob sie dafür eine anfrage einbringt

      • mannik

        Die Bezugsperson für Herrn Staffler ist Sven Knoll.

      • wollpertinger

        Ich weiß schon, dass es in Südtirol niemanden kratzt, wenn eine Einrichtung nach einem faschistischen Kriegsverbrecher benannt ist. In Brixen ist die SVP ja glücklich mit ihrem Ehrenbürger Gennaro Sora, der in Äthiopien 1500 Frauen und Kinder umgebracht hat. Die Uli Mair, die sich mit den italienischen Rechten bestens versteht, wird deswegen sicher keine Anfrage einbringen. Ich persönlich hingegen verabscheue Verbrechen, ganz gleich von wem sie begangen wurden, aber offensichtlich gibt es hier Menschen, die differenzieren, und die deshalb italienische Kriegsverbrechen als Kavaliersdelikt sehen.

    • mannik

      Nicht dass ich die Verbrechen des Faschismus in den Kolonien schmälern möchte, aber ist das wirklich von Bedeutung in diesem Zusammenhang?

      • wollpertinger

        Im Zusammenhang mit der Unterbringung von Corona-Quarantäne-Personen ist die Benennung der Kaserne in Gossensaß natürlich vollkommen belanglos. Trotzdem sollte man sich in einem größeren Zusammenhang Gedanken darüber machen, ob man gerade in Südtirol faschistische Kriegsverbrecher verherrlichen soll. Immerhin ist der Chef der Weltgesundheitsbehörde, den ich sehr schätze, ein Äthiopier. Seine Vorfahren wurden von Italienern mit Giftgas ermordet, er hilft jetzt allen, auch den Italienern.

  • paul1

    Hoffe nur nicht, dass diese Quarantäne-Station in Gossensaß für den Flüchtlingstrom hergerichtet wird, den wir zu erwarten haben??

  • emma

    werden dort auch “ dummheits infizierte “ aufgenommen,
    oder besser man kastriert die sofort.

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