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Silber für Doro

(Foto Nordic Focus)

Dorothea Wierer hat sich bei der Biathlon-WM in Antholz ihre vierte Medaille geholt: Im Massenstart gewinnt die Rasnerin Silber.

Es war ein Kampf auf den letzten Metern!

Dorothea Wierer, die nach dem letzten Schießen als erste in die Schlussrunde ging, musste sich der starken Norwegerin Marte Olsbu Røiseland auf den letzten Metern kurz vor dem Ziel geschlagen geben.

 

Keine andere Biathletin, kein anderer Biathlet hat den Titelkämpfen in der Südtirol Arena dermaßen den Stempel aufgedrückt, wie Marte Olsbu Røiseland. Die 29-Jährige aus dem Süden Norwegens gewann den Massenstart mit einem entfesselten Finish und schaffte somit das Kunststück, in allen WM-Entscheidungen in die Top-3 zu laufen.

Zuvor schnappte sich Røiseland bereits in der Mixed-Staffel, im Sprint, in der Single-Mixed-Staffel und im Damen-Teambewerb den Weltmeistertitel, außerdem holte sie in der Verfolgung und im Einzewettkampf Bronze.

(Foto Nordic Focus)

Im abschließenden Bewerb deutete zunächst nur wenig auf einen neuerlichen Goldmedaillengewinn für die Norwegerin hin. Dorothea Wierer, Hanna Öberg und Julia Simon gaben nämlich bis zum letzten Stehendanschlag das Tempo vor. Wierer ging als Führende mit 14,4 Sekunden Vorsprung auf die letzte Runde, doch dann hatte Røiseland ihren großen Auftritt. In unnachahmlicher Manier machte sie Sekunde um Sekunde gut, um zunächst zur Südtiroler aufzuschließen und diese dann auf dem letzten Teilstück schließlich abzuschütteln. Ihren geschichtsträchtigen Auftritt quittierten die tausenden Zuschauer in der Südtirol Arena mit tosendem Applaus.

Öberg holt ihr erstes Edelmetall in Antholz

Doch nicht nur Røiseland, auch Wierer wurde vom Publikum frenetisch gefeiert. Sie musste ihren Traum vom goldenen Abschluss auf den letzten hundert Metern zwar begraben, rundete ihre denkwürdige Heim-WM aber mit dem vierten Medaillengewinn ab. Es war ihre zweite Silberne nach dem zweiten Platz in der Mixed-Staffel, dazu kommen noch die beiden Goldenen in der Verfolgung und im Einzelwettkampf.

Das Podium im Massenstartrennen komplettierte Hanna Öberg, die ihre letzte Chance bei den laufenden Titelkämpfen zum ersten Medaillengewinn nutzte. Wie Wierer musste auch die Schwedin drei Mal in die Strafrunde, konnte aber Monika Hojnisz-Starega und Simon (jeweils zwei Fehler) dennoch auf die Plätze vier und fünf verweisen.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte Lisa Vittozzi, die in den Einzelrennen somit ohne Erfolgserlebnis bliebt. Die Friulanerin ließ sage und schreibe neun Scheiben stehen und schloss das Feld als 30. ab.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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