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Aktiv Altern

Die Rentnergewerkschaften haben Landeshauptmann Arno Kompatscher kürzlich ihren Gesetzentwurf zum aktiven Altern vorgestellt. 

Die Rentnergewerkschaften des AGB/CGIL, SGB/CISL, ASGB, der SGK/UIL und die Freiwilligenverbände Auser/Vssh, Anteas/Agas und Ada/Vrs trafen sich mit dem Landeshauptmann Arno Kompatscher, um den Gesetzentwurf zum aktiven Altern vorzustellen. Der Vorschlag enthält viele Anregungen, die von den Rentnerinnen und Rentnern auf Hunderten von Sitzungen und Versammlungen der Gewerkschaften und Verbände geäußert wurden.

Eine Reihe von Vorschlägen bezieht sich auf die Nutzung der Ressourcen, über welche die Rentner verfügen und die sich aus ihrer früheren Arbeit, ihrem kulturellen Hintergrund, ihren Werten, ihrem Wissen, ihrer Ausbildung, ihrer Geschichte und ihrer Lebenserfahrung ergeben und die sie nun den Institutionen und der Gesellschaft zur Verfügung stellen möchten. „Diese Bereitschaft signalisiert auch, dass sich die alten Menschen nicht isolieren wollen, dem psychologischen Niedergang entgegenwirken und noch am aktiven Leben teilhaben möchten“, so die Gewerkschaften.

In einer gemeinsamen Aussendung schreiben die Rentnergewerkschaften:

Es gibt diesbezüglich bereits viele Initiativen der Verbände, aber eine gesetzliche Förderung des aktiven Alterns und die Einrichtung einer Leitstelle zur Koordinierung der verschiedenen Initiativen scheint trotzdem sinnvoll zu sein. Nicht nur die Vermittlung des eigenen Wissens, sondern auch die Förderungen des lebenslangen Lernens,  der Zugang zu den digitalen Techniken, die Verbesserung der Verkehrssicherheit und die bürgerfreundliche Gestaltung von Städten und Gemeinden gehören dazu  und ebenso Initiativen zur körperlichen Betätigung und Verbesserung der Lebensstile, zur Bekämpfung der Spielsucht und zur Schaffung eines Netzwerkes für Alleinlebende, neue Wohnmodelle und die Pflege des kulturellen Erbes und der architektonischen Schönheit der Städte und Gemeinden, sowie die Förderung lokaler Traditionen, die Bewirtschaftung kommunaler Flächen, der  Garten- und Landschaftsbau und vieles andere mehr.

Der Landeshauptmann begrüßte die Initiative, die er mit dem zuständigen Landesreferat überprüfen will, und erklärte, dass der demografische Wandel nicht als Belastung, sondern als Chance gesehen werden soll. Man müsse den Beitrag, den alte Menschen noch erbringen können, schätzen und sofort die wirtschaftlichen Aspekte klären, die mit dem Pflegebedarf, der Anzahl der Plätze in den Alten- und Pflegeheimen und mit der Steigerung des Wohlbefindens der alten Menschen zusammenhängen. Die Bekämpfung der Armut und die Verbesserung des Gesundheitswesens stehen an oberster Stelle.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • pingoballino1955

    Die Bekämpfung der Armut(500 Euro Brutto Renten ???) kann mich nicht erinnern,dass diesbezüglich bis jetzt etwas seitens der Landeregierung geschehen ist, bis auf den Politikerrentenskandal .Ihre eigenen Taschen haben sie sich „prall“ gefüllt,da haben sie sich die Gesetze selbst zurechtgeschustert um möglichst viel und reichlich abzusahnen.Von den Gewerkschaften würde ich mir mehr Informationen erwünschen,denn von Rentenerhöhungen hört man auch von denen NICHTS! Alle viel bla bla bla und Erfolg????

  • rota

    Ich finde das Beitragssammeln in den Altersheimen sehr fies. Egal ob es Katholische, Zeugen Jehova, Gewerkschaften oder Parteien sind.

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