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Die Seriensiegerin

Nadine Fest ist im Europacup 2019/20 das Maß aller Dinge. Die 21-jährige Kärtnerin feierte am Mittwoch im Sarntal (Südtirol) bereits den sechsten Sieg in der laufenden Saison und ihren insgesamt neunten Erfolg in der zweithöchsten Rennserie der Alpinen Skirennläuferinnen.

Fests Teamkolleginnen Julia Scheib und Rosina Schneeberger komplettierten im Super-G das Podium bei der ersten von insgesamt drei Entscheidungen in Reinswald und sorgten zum Auftakt für einen österreichischen Dreifacherfolg. Insgesamt waren 111 Rennläuferinnen am Start.

Fest ging mit der Startnummer sechs ins Rennen, als vor ihr bereits vier Rennläuferinnen ausgeschieden waren. Doch davon ließ sich die 21 Jahre alte Kärntnerin, die in der Europacup-Wertung souverän vorne liegt, nicht aus dem Konzept bringen und stellte auf der Schöneben-Piste in 1.15,55 Minuten eine Bestzeit auf, an der sich die Konkurrenz reihenweise die Zähne ausbiss. „Am Start war ich sehr nervös. Ich habe mich nach den guten Ergebnissen der letzten Wochen selbst ein wenig unter Druck gesetzt. Ich bin überglücklich, auch wenn ich bis zum Schluss abwarten musste. Denn ich wusste, dass mit den ganz hohen Startnummern noch einige Topathletinnen kommen würden“, sagte Fest im Ziel.

Spannend wurde es beispielsweise ab der Startnummer 31. Zuerst erzielte die amtierende Junioren-Weltmeisterin im Riesentorlauf und zweifache Siegerin im Weltcup, Alice Robinson aus Neuseeland, die siebtschnellste Zeit, bevor die Steirerin Julia Scheib mit der Startnummer 33 auf den zweiten Rang vorfuhr. Scheib, die Robinsons Vorgängerin als Junioren-Weltmeisterin im Riesentorlauf ist, büßte lediglich eine Zehntelsekunde auf die Tagessiegerin Nadine Fest ein. Schließlich zeigte auch die Norwegerin Maria Therese Tviberg auf, die mit der Startnummer 37 die fünftschnellste Zeit erzielte (+0,55) und das Podium um vier Zehntelsekunden verpasste. Jenes Podium, das mit Rosina Schneeberger eine Zillertalerin komplettierte. Die Nordtirolerin verpasste ihren dritten Europacupsieg um 0,15 Sekunden.

Albano stärkste „Azzurra“ – Pichler in den Top Ten

Ihre derzeitige gute Form unterstrich auch die beste Rennläuferin des italienischen Teams. Die Aostanerin Giulia Albano belegte in der Endwertung den achten Platz, unmittelbar vor der besten Südtirolerin Karoline Pichler (Petersberg), die mit der hohen Startnummer 44 noch in die Top fuhr. Europacup-Punkte gab es auch für die 20-jährige Grödnerin Teresa Runggaldier (Wolkenstein), der ein 26. Rang zu Buche stand. Wie gut die Super-G-Piste im Sarner Skigebiet hielt, beweist auch die Tatsache, dass insgesamt noch drei Rennläuferinnen mit einer Startnummer über 100 in die Punkteränge fuhren.

Im Sarntal stehen in dieser Woche noch zwei weitere Entscheidungen an. Für den Donnerstag, 20. Februar ist neuerlich ein Super-G geplant, Startzeit ist um 10 Uhr. Abgeschlossen wird das traditionsreiche Ski-Event am Freitag, 21. Februar mit einer Alpinen Kombination, die aus einem Super-G und einem Slalom besteht.  Jeweils im Anschluss an die einzelnen Rennen findet im Zielraum an der Talstation die Siegerehrung statt. Die drei Entscheidungen selbst finden auf der Schöneben-Piste statt. Der normale Skibetrieb in Reinswald wird an den drei Wettkampftagen nicht gestört.

FIS European Cup Reinswald/Sarntal – Super-G Frauen

  1. Nadine Fest AUT 1.15,55
  2. Julia Scheib AUT +0,10
  3. Rosina Schneeberger AUT +0,15
  4. Jasmina Suter SUI +0,32
  5. Maria Therese Tviberg NOR 0,55
  6. Rahel Kopp SUI +0,62
  7. Alice Robinson NZL +0,67
  8. Giulia Albano ITA +0,79
  9. Karoline Pichler ITA +0,95
  10. Marte Berg Edseth NOR +0,98

 

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