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„Alexandra hat uns das Leben gerettet“

Margit Riffesser

Margit Riffesser, die Mutter der Ermordeten, spricht über die dramatischen Mord-Szenen und die Reaktion der beiden Kinder auf das Urteil.

Tageszeitung Online: Was haben Sie empfunden, als Sie erfahren haben, dass Johannes Beutel zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde.

Margit Riffesser: Ich war sehr erleichtert, wir sind alle erleichtert. Für die Kinder war es wichtig zu erfahren, dass er jetzt lang weg sein wird. Sie haben, besonders in den Wochen nach der Tat, Alpträume gehabt, dass er zurückkehren würde. Nun wissen sie, das er wegkommt, in ein Gefängnis außerhalb Südtirols. Das ist für sie sehr beruhigend.

Was war die erste Reaktion der Kinder auf das Urteil?

Sie haben gejuzt, sie waren sehr happy. Inzwischen geht es ihnen wesentlich besser, sie werden psychologisch betreut. Ich muss auch betonen, dass sie die Schule von dem, was passiert ist, geschützt hat. Es gleich eine Elternversammlung gegeben, die Mädchen haben nie ein böses Wort gehört. Das war sehr wichtig. Ich bin davon überzeugt, dass Alexandra ihnen, und auch uns, das Leben gerettet hat, indem sie bei mir angerufen hat. Ich habe nur Schreie gehört, die ich zunächst nicht einordnen konnte. Es waren Schreie in ihrem Todeskampf. Wir sind gleich – als erste ist meine Tochter Isabelle – in die Wohnung gelaufen. Wäre ich nicht angerufen worden, hätte er auch die beiden Kinder umgebracht, vielleicht auch uns, und dann Selbstmord begangen.

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Kommentare (7)

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  • tiroler

    Wie kann ein Mensch nur so eine Tragödie auslösen?

    • watschi

      was geht in so einem menschen vor? wie ist in so einem moment die psychische lage? wie lange dauert es bis es zu so einer tat kommt? was ist der auslöser? kann es jedem passieren? die fragen werden wohl nie enden. was bleibt ist eine tote frau, ein mann im gefängnis, zwei kinder ohne eltern. ein scherbenhaufen. die arbeit in der prävention wäre also sehr wichtig

  • sabine

    sorry kann mir aber kaum vorstellen dass die Kinder nach dem Urteil gejuzt haben und happy waren, immerhin ist es ihr Vater.
    30 Jahre sind hart, aber gerecht, hoffe dass dies nun grundsätzlich immer so gehandhabt wird. Wenn ich sehe dass dieser Pescollderungg im Pustertal nach einem Mord an einer wehrlosen Frau schon auf freien Fuss ist kommt mir zum Kotzen. Die Schwere der Tat wird schon nicht dieselbe sein, ok, aber mit Soziaarbeit davonkommen, das ist schun a bissl zuviel des Guten

    • robby

      Sorry sabine aber die zwei Fälle sind wirklich nicht vergleichbar.
      Wenn eine ältere Frau auf Hardcore Sex mit jungen Männern steht und sexuelle Befriedigung nur findet wenn sie besoffen gewürgt wird dann ist es eine ganz andere Sachlage. Hat ja übrigens auch der Staatsanwalt und der Richter erkannt.

  • goggile

    Mörder eindeutig geklärter morde egal durch welche gründe, gehören ohne wenn und aber LEBENSLANG hinter gitter und wensi wollen dürfen sie das selbsttötungspillele schlucken damit sie uns steuerbugglern nicht zu teuer. WENN EINE USERFRAU HIER SCHREIBT DASS 30JAHRE FÜR SOLCH EIN BESTIALISCHEN MORD HART SIND; DANN SIND DIE FRAUEN DIESER WELT NICHT MEHR ZU RETTEN!

    VON FEMMINISTINEN UND ORGANISATIONEN SO WIE IMMER; TOTALE MUNDSTILLE. GENAU BEI SOLCH GRAUSAMEN TATEN MÜSSTEN SIE ALS MINDESTES LEBENSLÄNGLICH VERLANGEN.

    die Justiz gehört grundlegend reformiert, dass das arme grausamt ermordete Baby in lana tot ist und die Mörderin frei ist, ist ein unfassbares Armutszeugnis unserer heutigen Gerechtigkeit – soweit sie die Tierart mensch überhaupt auf erden erbringen kann!

  • huwe

    Wer unschuldig ist, der werfe den ersten Stein. (oa schait aloan brinnt net)
    bei solchen Tragödien sind immer alle zu bedauern, die Ermordeten mussten sterben, die Überbliebenen haben das ganze Leben zu leiden.

  • gerhard

    Das die Mutter der bestialisch ermordeten jungen Mutter verständlicherweise voller Hass auf den Mörder Ihrer Tochter ist, ist durchaus verständlich.
    Dass die Kinder angesichts der Situation, dass Ihr Vater mehr oder weniger lebenslang weggesperrt ist und für die Kinder damit auch „weg“ ist, dass ist mit Sicherheit eine Lüge.
    Und die Oma ist schlecht beraten, den Vater den Kindern gegenüber als Monster, als Furchtfaktor aufzuzwingen.
    Das war vermutlich eine Kurzschlusstat , die aber, um das ausdrücklich zu betonen, mit nichts auf der Welt zu entschuldigen ist.

    Ich verstehe daher diese Frau Riffesser zwar gewissermaßen in ihrem unendlichen Hass, aber den Enkelkindern tut sie damit sicher nichts Gutes.

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