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„Werde etwas bewegen“

Am Mittwoch hat die Liste „Für Sterzing“ ihren Bürgermeisterkandidaten bekannt gegeben. Mit Peter Volgger soll ein politischer Quereinsteiger auf Fritz Karl Messner folgen. Das Interview.

Tageszeitung: Herr Volgger, wann haben Sie die Entscheidung getroffen, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren?

Peter Volgger: Die Entscheidung fiel eigentlich im Dezember. Ich habe vor über einem Jahr beschlossen, dass ich nicht mehr als Landesjugendreferent fungieren möchte. Das hat aber nichts mit dem Bürgermeisteramt zu tun. Ich gehe nächstes Jahr aber in Pension. Zuvor hatte ich die Zeit nicht, jetzt habe ich die Zeit. Zwei oder drei Jobs kann ich nicht machen, denn als Bürgermeister hätte ich genug zu tun. Das Bürgermeisteramt hat mich gereizt, weil ich überzeugt bin, dass ich für Sterzing etwas bewegen kann.

Wie lange hat die Liste „Für Sterzing“ gebraucht, um Sie für die Kandidatur zu überreden?

Sie musste mich überhaupt nicht überreden. Wenn ich gerne etwas mache, dann stelle ich mich auch zur Verfügung. Die Liste „Für Sterzing“hat mich sehr gut aufgenommen. Es gab mehrere Kandidaten. Wir haben ganz offen darüber gesprochen, letztendlich fiel die Wahl auf mich.

Sie sagen, Sie können viel für Sterzing bewegen. Was meinen Sie damit konkret?

Das Programm wird von uns gemeinsam gemacht. Ich bin ein Team-Player, der Peter Volgger alleine bewirkt sicher nichts. Wir werden gemeinsam einen Fahrplan erarbeiten, wir werden Prioritäten erstellen, wir werden schauen, was es schnell umzusetzen gilt und worauf man warten kann. Das macht aber die Gruppe.

Welche Chancen rechnen Sie sich aus?

Ich habe mich aufstellen lassen, um Bürgermeister zu werden. Ich habe nicht vor zu verlieren. Wenn ich nicht dieser Meinung wäre, bräuchte ich mich nicht aufstellen lassen.

Politisch aktiv waren Sie bisher nicht. Warum kommt jetzt der Schritt in die Politik?

Ich glaube, ein Gemeindeverwalter hat nicht viel mit Politik zu tun. Ich sehe es so, dass ich die Gemeinde Sterzing vertrete und für sie arbeite. Wenn wir heute ein Problem haben, dann ist es ein Problem der Stadt oder des Bezirkes. Ob ich jetzt bei der SVP oder bei der Bürgerliste bin, macht für mich dabei keinen großen Unterschied. Politik ist es für mich also nicht. Ich werde Sterzing verwalten und versuchen, das Bestmöglichste draus zu machen. Man kann noch viel tun, auch wenn bereits viel gemacht wurde.

Die SVP sieht das anders. Sie spricht bereits jetzt davon, dass es in Sterzing in den letzten Jahren „Stillstand“gab. Stellen Sie sich auf einen harten Wahlkampf ein?

In erster Linie hat jeder, der sich aufstellen lässt, meinen Respekt – auch Walter Gögl. Ich glaube, uns beiden ist es bewusst, dass es viel Arbeit geben wird. Wir als Liste „Für Sterzing“haben unsere Meinung, die SVP hat eine andere Meinung. Die muss respektiert werden.

Interview: Markus Rufin

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