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Mercedes Azpilicueta, Bestiario de Lengüitas

Mercedes Azpilicueta, Bestiario de Lengüitas, Ausstellungsansicht, Museion, 2020. Foto Luca Meneghel

Das Museion präsentiert im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mitCentroCentro, Madrid, und CAC Brétigny die erste Einzelausstellung der argentinischen Künstlerin Mercedes Azpilicueta (La Plata, 1981) in einem italienischen Museum.

In einer Welt, die Ordnung, Effizienz und Transparenz einfordert, bewegt sich das Projekt von Mercedes Azpilicueta in der Dimension von Chaos und Übermaß. Ausgangspunkt von Bestiario de Lengüitas (Bestiarium kleiner Zungen) ist ein von der Künstlerin verfasstes Skript für eine Performance, die stattfinden oder auch nicht stattfinden könnte. Zeichnungen, Kostüme, Skulpturen, Audio- und Videoinstallationen, Tapeten und ein Chor grotesker Figuren füllen den Ausstellungsraum, der einer Theaterbühne gleicht. Die Besucherinnen und Besucher werden in eine multisensorielle Erfahrung hereingezogen. Mit einer Kombination theatralischer und visueller Verfahren und mit viel Humor lädt die Künstlerin dazu ein, die Art und Weise, wie wir diese Welt bewohnen, zu hinterfragen.

Der Einsatz des Körpers, das Umherschweifen in verschiedenen Wissensfeldern von der Kunstgeschichte und der Volksmusik über die Literatur bis zur Straßenkultur,die Vorliebe für Figuren, die als “dissident“ geltenFeministinnen, Queer, Migranten oder Exilierte – sind zentrale Elemente in Mercedes Azpilicuetas Arbeiten.Ihr künstlerisches Schaffen bewegt sich zwischen unterschiedlichen Bezugnahmen und möglichen Lesarten – ihr Werk manifestiert sich in Form von Performances, Videos, Texten und seit Kurzem auch in Form von Skulpturen. Dabei bezieht es dieErkundung des theatralischen Raums mit ein.

Die Künstlerin war im Museion bereits mit ihrer Performance ye-gua-ye-ta-yu-ta im Rahmen der Ausstellung „Somatechnics“ (2018) vertreten. Damals deklamierte sie im Dialekt der argentinischen Rio-Plata-Region mehr als 400 Schimpfworte, die es im Argentinischen für Frauen gibt. Damit zeigte sie ein weiteres wichtiges Element ihrer Arbeit – das Nachdenken über Ungleichheit in der Sprache und deren genderbezogenes aggressives Potential.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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