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Wo ist Olga?

Thomas Ladurner

Schwanzschlag im Fall Thomas Ladurner: Die Staatsanwaltschaft hat gegen Olga Barisheva Anklage wegen Verleumdung erhoben.

Die Vorverhandlung findet am 12. Mai am Landesgericht statt, zwei Tage vor der Berufungsverhandlung zu einem Strafverfahren, das sich von diesem nicht trennen lässt. Es geht um den Fall des Meraner Anwalts Thomas Ladurner und der Frage, ob die 63-jährige „badante“ Olga Barisheva ihn verleumdet hat, indem sie mehrmals gegen ihn aussagte.

Für den Bozner Voruntersuchungsrichter Walter Pelino besteht kein Zweifel daran: Er hat vor einem Monat die zwangsweise Anklage gegen die Ukrainerin angeordnet, nachdem die Staatsanwaltschaft ein gegen sie eingeleitetes Verfahren wegen Verleumdung („calunnia“) einstellen wollte.

Nun hat die Staatsanwaltschaft der richterlichen Anweisung Folge geleistet und Anklage gegen Barisheva erhoben. Über deren Zulassung wird auf einer Verhandlung am 12. Mai vor Voruntersuchungsrichter Emilio Schönsberg verhandelt.

Für Richter Pelino ist es jedenfalls erwiesen, dass die Frau Thomas Ladurner, einst Sachwalter einer von ihr betreuten Meraner Rentnerin, fälschlich verschiedener Straftaten (u.a. Übervorteilung einer wehrlosen Person) beschuldigt hat.

Am Oberlandesgericht behängt derzeit das Berufungsverfahren gegen Ladurner nach dem Freispruch am Landesgericht. Olga Barisheva sollte dort als (einzige) Zeugin aussagen, ist aber unauffindbar. Die Generalstaatsanwaltschaft will sie bis zur nächsten Verhandlung am 14. Mai über Interpol suchen lassen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Barisheva noch einmal vor Gericht aussagt, ist allerdings gering. Auf sie wartet in Italien eine rechtskräftige mehrjährige Haftstrafe. (tom)

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • goggile

    NICHT nicht nur Olga hat ladurner in solch einer Situation gebracht sondern das katastrophale justizsystem, das es zulässt bevor jemand endgültig für schuldig befunden wird medial geseinigt worden ist. der immense immageschaden für eine Person geschweige von beruflichen Einschränkungen und nicht vorhandenen Schadenersatzzahlungen von seiten des Staates an unschuldig angeklagte steuerbuggle ist ein Wahnsinn schlechthin. Vittorio sgarbi ist einer der wenigen der nicht müde wird solche sachen aufzuzeigen und fordert Änderungen. Sebastian kurz macht es in diesen tag eigentlich gleich. hoffen wir dass in einigen Jahrzehnten nur mehr endgülitig verurteilte medial dokumentiert werden und bis dahin angeklagt weiterleben duerfen wie bisher. verfahren müssen viel viel schneller werden und bei keinerlei stichhaltigen beweise muss im zweifel für den angeklagten gelten. wir könnten eine reinholdliste erstellen von urteilen die revidiert wurden und menschen die im zweifel schuldig gesprochen wurden mit horrenden Auswirkungen. Mörder wie die babymörderin von lana gehören lebenslang hinter gittern. unfassbar dass solche Personen frei umherlaufen. man denke diese abschäuliche tat hätte ein mann gemacht. dann wär wohl alles anderst. die Tierart mensch, ist irgendwie noch in der Steinzeit, kein wunder wenman bednkt dass die erde 4,5milliarden jahre alt ist und wir noch vor wenigen Jahrzehnten komplett wie im mittelalter lebten. in diesem sinne: FRISSTS GOGGILEN

  • elmex

    Ich sags ja immer, ein funktionierendes Justizsystem ist der Grundstein einer Volkswirtschaft. Wenn das nicht funktioniert wie in Italien, dann haperts auch in der Wirtschaft, im öffentlichen Leben und in der Gesellschaft insgesamt.

  • wollpertinger

    „Schwanzschlag“ ist ein obszöner Ausdruck, der in Zeiten sexueller Übergriffe absolut unpassend ist.

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