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Die Zitterpartie

Matteo Salvini (Foto: FB/Salvini)

Mit einem Sieg bei den Regionalwahlen am Sonntag in der Emilia Romagna will Ex-Innenminister Matteo Salvini Neuwahlen erzwingen.

Am Sonntag stehen in der Emilia-Romagna Regionalwahlen an.

Mit einem Sieg will Lega-Chef Matteo Salvini nicht nur die „rote Region“ einnehmen, sondern Neuwahlen erzwingen.

Denn im Falle eines Sieges sei klar, dass die Koalition aus Sozialdemokraten und Fünf Sternen unter Giuseppe Conte definitiv keine Mehrheit mehr habe im Land, so der Tenor bei Salvinis Wahlkampfauftritten.

Dem Rechtsprofessor Giuseppe Conte und seinem Kabinett droht in der Tat eine Zitterpartie. Denn laut Umfragen ist ein knappes Ergebnis zu erwarten. Die Regierung Conte ist nach dem Rücktritt Luigi Di Maios als Chef der Fünf-Sterne-Bewegung angezählt. Ein Triumph Salvinis und der Lega in der Emilia-Romagna würde wohl auch noch den zweiten Koalitionspartner, den PD von Nicola Zingaretti, in eine Sinnkrise stürzen, vermuten Beobachter.
Gewählt wird am Sonntag auch in Kalabrien. Dort steht der Sieg der von Salvini dominierten Rechtskoalition laut Umfragen bereits so gut wie fest.
In sämtlichen Regionen, in denen seit den Parlamentswahlen im März 2018 abgestimmt worden ist, hat Salvini gewonnen.
Im Jahr 2018 in der Lombardei, in Sardinien, im Friaul und in Molise, 2019 in den Abruzzen, in der Basilicata, im Piemont und in Umbrien. Dazwischen ist die Lega im Mai 2019 bei den Europawahlen mit 34 Prozent die mit Abstand stärkste Partei geworden, während die 5-Sterne-Bewegung sechs Millionen Wähler verlor und von 32 auf 17 Prozent absackte.

Doch auch bei einem Sieg der Lega-Kandidatin Lucia Borgonzoni in der Emilia Romagna würde nicht Ex-Innenminister Salvini, sondern Staatspräsident Sergio Mattarella über Neuwahlen entscheiden.

Die Legislatur dauert noch bis zum Frühjahr 2023.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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