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Der Ärzte-Deal

Erfolgreiche Gespräche der SVP mit Premier Giuseppe Conte: Die römische Regierung lenkt im Streit um die befristete Anstellung von Ärzten ein.

Im Streit um die befristeten Arbeitsverhältnisse im Gesundheitsbetrieb bahnt sich eine spektakuläre Lösung an. Nach Informationen der TAGESZEITUNG wird die römische Regierung das Landesgesetz, mit dem die Verträge von drei auf fünf Jahre verlängert werden, nicht vor dem Verfassungsgericht anfechten.

Das klang vor ein paar Wochen noch ganz anders: Aus Angst vor einer Klage hatte die Landesregierung Rom schriftlich versprochen, die Verlängerung zurückzunehmen. Der Verpflichtung ist sie bislang jedoch nicht nachgekommen.

Landesrat Thomas Widmann verwies beim gestrigen Treffen mit Premier Giuseppe Conte darauf, dass rund 220 von knapp 1.300 Facharztstellen im Landesdienst noch immer unbesetzt sind. In den kommenden fünf Jahren gehen weitere 180 Fachärzte in Rente. Von den 207 befristet angestellten Medizinern und Pflegekräften gehören drei Viertel der italienischen Sprachgruppe an. „Gesundheit ist ein Grundrecht. Daher soll unser Dienst den Bürgern nicht nur Qualität garantieren, sondern auch die Möglichkeit, ihn in der Muttersprache in Anspruch zu nehmen“, appellierte Widmann – und stieß damit beim Ministerpräsidenten auf offene Ohren.

Durch die Verlängerung der befristeten Arbeitsverträge auf fünf Jahre gewährt das Land dem medizinischen Personal ein weiteres Zeitfenster, um den erforderlichen Zweisprachigkeitsnachweis C1 (ehemals A) zu erlangen. Andernfalls laufe man Gefahr, den Fachkräftemangel weiter zu verschärfen, warnte Widmann. Bis eine einvernehmliche Lösung mit Rom gefunden wird, bleibt das Landesgesetz in Kraft. (mat)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (23)

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  • kurt

    Die Moral von der Geschichte ,alles für die Presse inszeniert und nach ein paar Wochen ist wieder alles vergessen !!!!.

  • wolweg

    Wenn man für eine Selbstverständlichkeit alle wichtigsten Parteigranden nach Rom schicken muss, damit diese vorgeführt werden wie die kleinen Rotzbuben, die betteln müssen ihr Smartphone wieder zu bekommen, dann nennt man das die weltbeste Autonomie.

    • elmex

      Gut ich weiß, mit Sichel uns Gabel auftreten wäre besser (vielleicht noch eine kleine Stange Dynamit in den Stiefel), dann bekommt man sicher Alles so wie die Katalanen in Spanien z.B. … und nebenbei, stellt sich die Frage ob die slowenische Minderheit in unser so geschätzten Schutzmacht besser gestellt ist als wir Südtiroler in Italien … lies mal im Kärntner Abwehrkämpferbund.

      Hauptsache maulen und frotzeln …

      • gestiefelterkater

        Elmex, scheint mir ja eine ewig Gestrige, und mit ihrer Fantasie im tiefsten Mittelalter stecken geblieben zu sein. Heute braucht es keine Gabeln und Sicheln und auch keine Dynamitstangen.
        Wir leben ja bekanntermaßen im digitalen Zeitalter, heute kämpft man digital, mit allerlei neumodischen Krempel, und völlig smart.
        Vielleicht solltest du etwas wenigen von dieser Zahnpasta benutzen, zu viel von dem Zeug kann einem die Sinne vernebeln.

  • gestiefelterkater

    „Veronika“ bittet ihren Vorgesetzten um Erlaubnis, ihrem Ex, dem Porsche fahrenden Jesus, sollte dieser mal wieder für uns Blut schwitzt das Schweißtuch reichen zu dürfen.

    • gestiefelterkater

      „Schwitzen“ muss es natürlich heißen.
      Ob sie auch so schwitzt wie ihr EX, zumindest an den Füßen. Vielleicht hätte sie doch etwas leichtere Schuhe anziehen sollen, es müssen ja nicht Badeschlappen sein.

  • drago

    Interessant! Der Artikel (wahrscheinlich die übliche Presseaussendung) nennt den Widmann. Im Bild ist aber unsere Senatorin. Und wie vorhergesagt, wenn sie dabei ist, gibt es gleich ein viel besseres Ergebnis als wenn in BZ nur der LH mit Boccia spricht.
    Die Zeit wird weisen, ob nicht schon wieder das Fell des Bären verkauft wird, bevor dieser etwas davon weiss (= erlegt ist). 🙂

  • mannik

    Ich freu mich schon drauf, wenn die ganzen aufrichtigen Tiroler, die zuerst Skandal schreiben, weil deutschsprachige Ärzte nicht in die Berufskammer eingetragen werden, plötzlich anerkennen müssen, dass hier ein großer Wurf gelungen ist, wenn das Vorhaben tatsächlich umgesetzt wird. Bin gespannt, ob sie dann auch den Mumm haben es zuzugeben. Ich bin sicher sie würden es vorziehen, dass die Sache den Bach rutner geht, nur um nicht als Idioten dazustehen.
    Aber das Warten wird wohl vergebens sein, wenn man sieht, dass unter den Kommentatoren, außer zwei, alles rechte Ignoranten das Maul aufreißen.

    • gestiefelterkater

      Alles was in einem vereinten Europa längst die natürlichste Sache der Welt sein müsste wird in Südtirol als „großer Wurf“ gefeiert.
      Aber dafür wird in Rom immerhin Blut geschwitzt.
      Weiß der Heilige Vater, der Stellvertreter Gottes eigentlich das der Sohn seines Chefs mit dem Porsche durch Rom fährt und zu allem Überfluss auch noch für die undankbaren Südtiroler Blut schwitzt, ist ihm dies vor lauter Kleinstaaterei entgangen.
      Ich werde dem Heiligen Vater eine Mail schicken, er solle sich doch mal bei seinem Herrn kundig machen was der Sohn Gottes in seiner Freizeit so treibt.
      Es könnte sich bei diesem blutschwitzenden Porschefahrer ja auch um einen dieser falschen Propheten handeln, vor denen wir ja schon in der Bibel gewarnt wurden.

    • yannis

      Es könnte durchaus sein das Du Dich zu früh freust, zumal es mal wieder so aussieht dass die ÜBLICHE italienische Legislaturperiode mit zunehmender Dynamik den Ende entgegen steuert.
      Somit ist alles was da jetzt ausgekaspert wurde Schnee oder Schauspiel von gestern.
      Als begnadeter Politik-Wissenschaftler könntest hier doch eine zuverlässige Vorhersage über das kommendw Wahlergebnis in der Emilia Romania u. Calabria präsentieren, oder ?

      • leser

        Mannik
        Du hochintelligenter
        Hast jetzt aber nicht verstanden was ich gesagt habe oder?

        • mannik

          Wieso haben Sie etwas gesagt? Das kann ich schlecht hören, da müssen Sie schon ein Video hochladen.
          Im Übrigen gelten meine Kommentare nicht Ihnen, sondern anderen. Haben Sie verstanden, wie der Kommentarbaum funktioniert?

      • mannik

        Yannis, genauer lesen. Ich habe geschrieben „wenn das Vorhaben tatsächlich umgesetzt wird“. Also so fern die Regierung hält.
        Selbst Sie werden anerkennen müssen, dass in diesem Fall eine gute Regelung für Südtirol gefunden wurde. Außer Sie arbeiten gegen die Interessen des Landes, dann passt es natürlich nicht. Allerdings zeigen Sie damit, dass Salvini-Jünger tatsächlich vollkommen bescheuert sind.

  • stefan1

    Mal gespannt, wer diese Maßnahmen kritisieren und anfechten wird, nicht etwa die rechtsnationale, faschistoide Lega des Turista per sempre Salvinj und seine minderheitenhassenden Partner von Fratelli del cacchio und der Forza Figa ?
    Ich denke nicht, schließlich verteidigen unsre strammen Tiroler Braunbirnen diese Parteien ja immer und sind die, die dann am längsten aufschreien immer…

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