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Paperone Manfred

Manfred Schullian ist mit einem Jahreseinkommen von 483.953 Euro erneut der reichste Parlamentarier Südtirols. Die Lega-Nachrückerin Tiziana Piccolo hingegen hat mickrige 480 Euro verdient.

Von Matthias Kofler

Auch im römischen Parlament wird die Schere zwischen Arm und Reich immer größer. Das belegen die Einkommenserklärungen der Senatoren und Onorevoli für das Jahr 2018, die auf der Homepage des Parlaments veröffentlicht wurden. Der SVP-Abgeordnete und Kalterer Jurist Manfred Schullian ist mit einem beneidenswerten Jahreseinkommen von 483.953 Euro erneut der „Paperone“ unter Südtirols Parlamentariern. Und dies nun bereits zum vierten Mal in Folge! Schullian spielt seit dem Abgang von Karl Zeller gehaltstechnisch in einer eigenen Liga. Alle anderen Volksvertreter nahmen nur einen Bruchteil dessen ein. Daher dürfte sich der SVP-Politiker auch nicht allzu sehr ärgern, dass sein Gesameinkommen im Vergleich zu 2017 (546.405 Euro Euro) leicht verringert hat.

Zum Vergleich: Die Lega-Nachrückerin Tiziana Piccolo ist arm wie eine Kirchenmaus. Sie hat im Jahr 2018 (damals war sie noch keine Abgeordnete) gerade einmal 480 Euro verdient. Diesen Mini-Betrag hat Piccolo unter dem Kapitel „gleichgestellte Einkünfte“ angegeben, musste aber darauf noch 110,40 Euro an Steuern bezahlen. Somit musste die Lega-Abgeordnete aus Auer vor ihrem Einzug ins Parlament mit 360 Euro über die Runden kommen.

Wie sieht es bei den vier Südtiroler Senatoren aus? Sie alle stehen deutlich im Schatten von Spitzenreiter Manfred Schullian: Mit einem Jahreseinkommen von 192.001 Euro kann der PD-Senator Meinhard Durnwalder dem Kalterer Juristen noch am ehesten das Wasser reichen. Fraktionsvorsitzende Julia Unterberger (137.586 Euro), Dieter Steger (118.676 Euro) und Gianclaudio Bressa (114.124 Euro) folgen mit gehörigem Respektabstand.

Für Dieter Steger hat sich der Wechsel vom Südtiroler Landtag ins römische Parlament – zumindest gehaltstechnisch – ausgezahlt: Als Landtagsabgeordneter verdiente der Bozner „nur“ 101.813 Euro.

Bei den anderen Südtiroler“ Kammerabgeordneten steht hinter dem Jahreseinkommen jedoch ein Minus-Zeichen. Renate Gebhard (151.571 Euro) verdiente knapp 10.000 Euro weniger als im Vorjahr, Albrecht Plangger (106.528 Euro) muss sogar Einbußen von 12.000 Euro hinnehmen. Die Italia-Viva-Abgeordnete und ehemalige Unterstaatssekretärin Maria Elena Boschi erklärte ein Gesamteinkommen von 98.471 Euro.

Die Erklärungen der Kammerabgeordneten Filippo Maturi (Lega) und Michaela Biancofiore (Gemischte Fraktion) sind noch ausständig.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (12)

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  • kurt

    Für was den ??? ,für leere Worthülsen ?????.
    Im Verhältnis zu dem was sie verdienen haben sie null und nichts zu Wege gebracht nur Versprechungen .
    Außer Spesen nichts gewesen !!!!.

  • goggile

    hört endlich auf Politiker die demokratisch gewählt sind, mit gehälter die mehr als gerechtfertigt sind zu drangsalieren. im Verhältnis zur Privatwirtschaft stehen die meisten Bürgermeister und co. schlecht da, und sie müssen für alles herhalten, nicht wie pallelespieler die für Millionen nur Lobeshymnen ernten.

    veröffentlich mal alle gehälter und zuckerlen des GESAMTEN justizapparates, detailiert nach angestellten. finanzwache. Polizei Carabinieri und rechnungshoft angestellten.

    mit Steuergeldern finanzierte gehälter und zuckerln müssen medial jährlich transparent dargelegt werden.

    in diesem sinne, frissts goggilen und schönen sonntag!

  • wolweg

    Herr Kofler, in der besten Tradition der Südtiroler Journalisten verwechseln sie mal wieder „reich sein“ mit „best verdienend“.
    Beim Reichtum zählt nämlich nicht nur, was jemand in einem Jahr verdient hat, sondern all sein Besitz….alles was er je verdient oder geerbt hat.
    Wie wäre es mit einem verpflichtenden Wirtschaftskurs für Journalisten?

  • emma

    versteh i net? in dem billiardenschuldenloch italien finden die noch so viel euros!

  • watschi

    man kann nichts mitnehmen. das wichtigste auf erden ist frieden, familie und gesundheit. ok, wenn dazu auch noch geld hat ist es angenehm, aber ohne gesundheit ist alles geld der welt nichts.

  • keinpolitiker

    Eure Erben wirds freuen…..

    Bin auch der Meinung, dass der gesamte öffentliche Apparat, welcher mit Steuergeldern bezahlt wird, kleiner werden muss und diese Gelder besser verteilt und natürlich auf verringert werden muss.

    Möchte nicht wissen, wie viele Generäle, Juristen, Kommandante usw. in Italien einen patzen Geld einstecken und das sind alles unsere Steuergelder.

    • leser

      Keinpolitiker
      Das sind die obersten verdiener
      Schliessluch basiert das entschädigungssystem auf deren grundlagen
      Und ist gesetzluch verankert
      Das ist eben eines der probleme spitzenbeamte haben gru dlegend unbefrustete arbeitsverträge und auch keine kontrollorgane

  • ostern

    Was heisst hier nicht verfügbar?
    Das sind unsere Steuergelder, und wir
    haben das Recht zu wissen wo diese
    landen!!!

  • franz1

    @ kurt,

    wenn Mann und Frau Südtiroler wüßten mit welchen skurilen Honoraraufstellungen (einer) diese Herren ihr mageres Portmonet aufbessern müssen würden viele Kotzen

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