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Wohin des Weges?

„Alpentransit – Wohin des Weges?“ war das Thema des dritten und damit letzten Neujahrstreffs 2020 der Handelskammer Bozen.

Im Rahmen der Abendveranstaltung im Unternehmen Rieper AG in Vintl hatten Unternehmer/innen und Interessierte die Möglichkeit, sich auszutauschen und gemeinsam das neue Wirtschaftsjahr zu begrüßen.

Mobilität sei der Motor der Wirtschaft, sie schaffe Wohlstand und ist für einen reibungslosen Güterverkehr unverzichtbar. Die Anforderungen an die Mobilität von morgen seien vielfältig:

Sie müsse klimafreundlicher und Ressourcen schonender sein und zugleich die individuellen Bedürfnisse einer immer arbeitsteiligeren Wirtschaft erfüllen.

„Es bedarf einer gemeinsamen Verkehrspolitik im Alpenraum, welche die umweltbezogenen Anforderungen mit jenen der Wirtschaft auszugleichen vermag. Die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene muss gestärkt und der Bau von Verladeterminals vorangetrieben werden. Für den Einsatz emissionsarmer Technologien müssen zuerst die Rahmenbedingungen geschaffen werden“, hieß es bei dem Treffen in Vintl.

Fotos: HK

Insbesondere der Alpentransit ist ein zentrales Thema für die Südtiroler Wirtschaft. Der Brennerpass hat eine enorme Bedeutung für den Import und den Export. André Kirchhofer, Vizedirektor des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands ASTAG, hat beim gestrigen dritten Neujahrstreff 2020 anhand des Beispiels Schweiz darüber gesprochen, wohin es in Zukunft in Sachen Transit gehen soll: „Die zunehmende Verkehrsbelastung führt unweigerlich dazu, dass künftig neue Lösungen angedacht werden müssen. Die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene, also ein kombinierter Verkehr, gehört dabei sicherlich zu den wichtigsten Maßnahmen. Zwingende Voraussetzung ist allerdings eine leistungsfähige Bahninfrastruktur auf den wichtigsten europäischen Korridoren.“

Auch Landesrat Philipp Achammer ist überzeugt, dass die Mobilität der Zukunft auf nachhaltige Beine gestellt werden muss: „Eine nachhaltige Mobilität ist auch von einer Politik abhängig, die etwas anders machen will. Hierfür benötigen wir kreative Mobilitätskonzepte, die unterschiedliche Maßnahmen enthalten. Gerade darin liegt die Herausforderung, denn solche Konzepte müssen umweltfreundlich, sozial verträglich und wirtschaftlich sein, aber auch die Entwicklung von Städten sowie von bestimmten Gebieten vorausschauend einplanen.“

Das letzte Event der Veranstaltungsreihe der Handelskammer Bozen fand im Unternehmen Rieper AG in Vintl statt. Die Rieper AG produziert Haushaltsmehle und Futtermittel für Tiere. Den Betrieb präsentierte Alexander Rieper, Mitglied der Unternehmerfamilie Rieper.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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