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Alvin Ailey American Dance Theater

Aileys II (Foto: kyle Froman)

Das neue Jahr steht ganz im Zeichen des zeitgenössischen amerikanischen Modern Dance und der energiegeladenen Performance von Ailey II.

Das Ensemble wurde 1974 in New York von Ailey Ailey (USA 1931-1989) gegründet und wird heute von Troy Powell geleitet, der das kulturelle Erbe des  afroamerikanischen Meisters in seinem Geiste weiterführt und gekonnt die Werke berühmter Choreografen mit den Stücken aufstrebender Talente mischt. Das Publikum darf sich auf vier unterschiedliche Choreografien freuen, die der künstlerische Leiter Emanuele Masi ausgewählt hat und die einen Einblick in das weitreichende Spektrum des Ensembles geben. Zwei Arbeiten (Takademeund The Hunt) tragen die Handschrift von Robert Battle, dem künstlerischen Leiter der ‚Mutterkompanie‘ Alvin Ailey American Dance Theater; Die Jamaikanerin Renee McDonald hat das energetische Gruppenstück (Breaking Point) geschaffen und Bradley Shelver führt in Where There Are Tongues in die Sphären seiner südafrikanischen Heimat.

Der Tanzabend beginnt mit Shelvers Where There Are Tongues (2018) und der pulsierenden Musik der französischen A-Capella-Gruppe Lo Còr De La Plana, die in okzitanischer Sprache singt. Die Tänzerinnen und Tänzer von Ailey II  zeigen in energiegeladenen Gruppensequenzen Begegnungen zwischen Mann und Frau, geprägt von Erfolg und Misserfolg – Gefühle, die alle kennen. Es folgen zwei wegweißende Choreografien von Robert Battle. Takademe (1999) mit Kostümen von Missoni folgt den anpeitschenden, für den Kathak typischen Klangsilben von Sheila Chandra: Die Musik dient als dynamische Inspirationsquelle für moderne, sich steigernde Bewegungsfolgen. In The Hunt/ Die Jagd aus dem Jahre 2001 spielen sechs Tänzer mit der primitiven Seite der menschlichen Natur, erbarmungslos angetrieben von den tosenden Schlagtrommeln der Tambours du Bronx. Ebenso energiegeladen ist das Finale: Das intensive Breaking Point(2017) bringt tiefe, menschliche Gefühle rund um Liebe und Freundschaft auf die Bühne. Zur Musik von Audiomachine steigern die Tänzerinnen und Tänzer ihre Performance bis zur unweigerlich folgenden Bruchstelle – dem titel-gebenden Breaking Point. Im Februar geht die Tanzsaison dann mit dem Gastspiel des Nuovo Balletto di Toscana und einer neuen Version von Aschenputtel (Cenerentola) weiter.

Ailey II wurde 1973 in New York von Alvin Ailey als Talentschmiede gegründet und über 30 Jahre von Sylvia Waters geleitet. Waters war lange Zeit Mitglied des Alvin Ailey American Dance Theater (AAADT), bevor Ailey selbst sie mit der Führung des Ensembles betraut hatte. Seit 2012 leitet Troy Powell die nächste Generation Ailey Tänzern – auch er kommt aus dem AAADT. Während AAADT zweifelsohne die bekannteste amerikanische Tanzkompanie ist, verschmelzen in AILEY II Geist und Energie der besten jungen Tanztalente des Landes mit der Leidenschaft und kreativen Vision herausragender Choreographen der Gegenwart. Das von der Kritik gefeierte Ensemble kann ein umfassendes Repertoire aufweisen mit Werken von: Alvin Ailey, Talley Beatty, Donald Byrd, Ulisse Colomba, George W. Faison, Lar Lubovitch oder Robert Battle sowie vielversprechenden Choreografietalenten wie Jae Man Joo, Juel D. Lane und Renee I. McDonald.

Stadttheater Bozen, 21.01.2020 – 20.30 Uhr.Tickets zwischen 10 und 25 € sind an der Kasse des Stadttheaters Bozen (0471 05 38 00) oder online unterwww.ticket.bz.it erhältlich. www.centrosantachiara.it

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