Du befindest dich hier: Home » Chronik » „Schreckliche Bürde“

„Schreckliche Bürde“

Landtagspräsident Sepp Noggler spricht den Angehörigen der Opfer der Tragödie von Luttach sein Mitgefühl aus – und geißelt den Alkoholmissbrauch.
„Den Angehörigen gilt unser tiefstes Mitgefühl in Zeiten großer und überwältigender Trauer“, so der Präsident des Südtiroler Landtages am Dienstag. „Es handelt sich um eine schreckliche Trägodie.“
Dies sind die Worte des Präsidenten des Südtiroler Landtages, Josef Noggler, zum furchtbaren Verkehrsunfall, der sich in Luttach, im Ahrntal, ereignet hat.
„Unser Beistand geht an die Familien und an alle betroffenen Personen“, ihnen übermittelt Noggler die Solidarität und das Mitgefühl des gesamten Landtages. „Es gibt keine Worte, die den Schmerz lindern können, den der Tod sieben junger Menschen verursacht. In tiefer Trauer und aufrichtiger Anteilnahme schließen wir uns den Trauernden an.“

Der Landtagspräsident Noggler denkt auch an den jungen Mann, der das Blutbad verursacht hat, und der – Zitat – „von nun an eine schreckliche Bürde zu tragen hat“.

Es sei wichtiger denn je, Alkoholmissbrauch von Jung und Alt aufs Schärfste zu verurteilen.

Abschließend bedankt sich Josef Noggler bei den Rettungskräften für ihren Einsatz am Unfallort.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (34)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • ich1979

    Wenn der Alkohol“missbrauch“ schon so verteufelt wird, warum gibt es dann keine Feste ohne Alkohol?
    Es gehen doch viele von den Politikern mit gutem Beispiel voran und stoßen bei Feiern öffentlich an. Sowas muss doch unterbunden werden.
    Warum wird der Alkohol z. B nicht so teuer wie in Island gemacht? 10 € das 0.2 Bier. Dort betrinkt sich keiner leicjtfertig.
    Und dann frage ich weiter, wo fängt Missbrauch an?

  • unteruns

    Missbrauch wird es immer und übersll geben. Ich frage mich, was muss eigentlich noch passieren, um die Grenze für Fahrer auf 0,0 zu setzen? Wenn nicht jetzt, wenn dann?

  • marting.

    0 Promille Grenze einführen und niemals Drogen legalisieren!

  • wichtigmacher

    Es braucht keine 0 Promille Grenze, die aktuellen Vorschriften würden vollkommen ausreichen, wenn deren Einhaltung auch rigoros überprüft würde.
    Und außerdem kann man hierzulande auch von nüchternen Vollidioten in ihren protzigen PS-starken Familienpanzern zu Tode gerast werden.
    Und solange auch Gemeindepolitiker gegen die Installation von Geschwindigkeitsmessboxen sind, wird sich nichts ändern, es wird weitergerast, auch ohne Alk.

    • fronz

      …bravo @wichtigmacher, endlich a mol Klortext!!

    • meinemeinung

      @Wichtigmacher – es braucht 0,00 Grenze für Alkohol und Drogen und ob PS stark oder 500er ,man kann auch von einem kleinem Tod gefahren werden.
      Installation von Geschwindigkeitsmessboxen ist zwar gut aber nicht das Heilmittel, Kontrollen und endzug vom Fahrzeug und Führerschein sein Leben lang ,bei Übertretung ,dann hilfts

  • elmex

    Fahren unter Alkoholeinfluss ist zu bestrafen aber den Alkohol zu verteuern ist Quatsch. Es gibt nicht wenige Bauern in unserem Land die von der Weinproduktion leben.

    Noch eine Bemerkung zum Unfallhergang: wenn es stimmt, was man so hört, dass die Jugendlichen am beleuchteten Zebrastreifen die Fahrbahn überquert haben und dann der Straße entlang Richtung Brücke gegangen sind und dabei aufgrund der Eisflächen am Wegrand, entlang der Fahrbahn gegangen sind, dann bin ich überzeugt, dass der Unfall bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h auch ohne 2 Promille unvermeidbar gewesen wäre. Möglicherweise animiert der Alkohol zum schnelleren Fahren, das wird wohl stimmen und will ich nicht abstreiten.
    Ich finde es trotzdem nicht richtig, den armen Teufel S.L. als Horrormensch abzustempeln, denn wie gesagt, wenn meine Infos stimmen, sind die Jugendlichen entlang der Straße gewandert. Man stelle sich nun vor, man fährt ein Uhr nachts bei wenig oder kaum Verkehr 100 km/h entlang einer 2 km langen geraden auf einen hell beleuchteten, freien Zebrastreifen zu. Auf der anderen Straßenseite steht ein Bus mit eingeschalteten Lichtern, der zudem noch die Lichthupe betätigt und blendet: was wird man dann hinter dem Zebrastreifen im Dunkeln noch erkennen? Ich glaube gar nichts, auch ohne Promille.
    Die Überhöhte Geschwindigkeit unter Alkohlkonsum von S.L. ist dadurch nicht zu entschuldigen, aber ihn als Teufel oder Horrormenschen abzustempeln, so wie es die meisten Medien nun machen, ist auch nicht richtig. Abgesehen davon liegen die Blutprobenergebnisse vom Krankenhaus noch nicht vor. Die 1,97 hat der Alkomat der Polizei ergeben.

    Jeder Mensch hat Anrecht auf eine faire Verhandlung!

    • billy31

      Ohne jetzt den Unfallfahrer in den Schutz nehmen zu wollen, aber die Alkomaten sind nicht viel wert. Der Laborwert des KH ist entscheidend. Ich persönlich käme mit 2 Promille keine 5 Meter, aber ich bin Alk in Mengen nicht gewöhnt und finde es schon bedenklich nach ein zwei großen Bier noch zu fahren. Ist aber nur meine persönliche Erfahrung…

    • elmex

      … noch etwas damit man sich ein Bild von der Dunkelheit am Unfallort machen kann: ein Augenzeuge hat auf Stol.it berichtet, dass er vom Fenster aus die Verletzten auf der Straße aufgrund der Dunkelheit gar nicht sehen konnte, erst als die Feuerwehr die Leuchten montierten, hat er die Tragödie gesehen …

    • fcpichler

      @Elmex Guter Kommentar.

    • wolweg

      @elmex
      Man darf dort NIE 100km/h fahren! Wenn es dunkel ist und ein Bus steht muss man mit angepasster Geschwindigkeit, so, dass man jederzeit anhalten kann, fahren. Wer mit 2 Promille noch in die Disko fährt, ist ein Vollidiot und wird, bei tödlichen Unfällen, zu Recht als Mörder verurteilt.

      • elmex

        Passt schon!
        Ich von meiner Seite hoffe, dass ich nie jemanden überfahre und zwar mit 0 Promille und bei 50 km/h, denn laut ital. Gesetz bin ich bei schuldhaftem Töten im Straßenverkehr mit einem oder mehreren Toten immer ein Mörder auch ohne Promille.
        Ich freue mich für dich, dass dir wolweg, das anscheinend nie passieren kann zumal du daran anscheinend nicht einmal denkst!!

        • wolweg

          @elmex
          nein, mir wird NIE passieren, dass ich mit 2 Promille und 100km/h bei 50 erlaubten in die Disko fahre. IQ<50 oder? Ich kenne viele Leute, die getrunken haben und trotzdem mit dem Auto nach Hause fuhren, aber genug Hirn hatten, langsam zu fahren.

          • elmex

            @wolweg … genauer lesen bitte … in Italien ist man auch Strassenmörder mit 0 Promille und 50 km/h bei einem oder mehreren verschuldeten Toten … von 2 Promille und 100 bei erlaubten 50 war nicht die Rede!!!

  • billy31

    Einige Schreiber sagen das einzig Wahre: 0,00 Promille und Steuersatz in die Höhe treiben. Island war ein Säuferland, aber seit der Alk dort so teuer ist hat sich vieles zum bessern gewendet. Das Prinzip funktioniert!

  • stefan1

    Wie schön, dass die rechten Spinner ja sonst immer sagen die Linken oder die Grünen seien eine Verbotspartei, aber da kriegen sie das Maul so weit auf, am liebsten würde sie den Alkohol unerschwinglich machen, wie illiberal.
    Es braucht einfach eine stärkere Aufklärung, mehr Kontrollen und natürlich, um den Betroffenen immer helfen zu können, keine Strafverfolgung, solange man nicht fährt, was marting. logisch in seiner grenzlosen Ignoranz nicht checkt, also die völlige Legalisierung unter staatlicher Kontrolle !

  • watschi

    stefan1, distanziere dich endlich vom linksextremismus oder halte deine klappe

    • ricardo

      Mein Gott Watschi :D, ich dachte es gibt in Europa Meinungsfreiheit? 😀 ich finde auch, dass der Alk zu billig ist, wenn man für ein Glas Wasser mehr bezahlen muss als für ein Bier, dann stimmt was nicht. Wenn dann aber Jemand betrunken einen Unfall baut, dann ist er auf einmal der Abschaum der Gesellschaft.Warum gibt es dann überhaupt erst Alkohol oder Weinanbaugebiete? Jeder weiß doch das das zum Delirium führt und trotzdem trinken Viele….!!! Jeder kann jeden Tag beten, dass ihm sowas wie dem Fahrer vom Unfall nie passiert und wenn jeder an sich denkt ist an uns alle gedacht.!!

  • flixoflex

    Politiker sprechen leider zu oft mit gespaltener Zunge. Tatsache ist, dass diese Damen und Herren die Sorgen und Anliegen der Bürger in Sachen Verkehrssicherheit oft bagatellisieren. Da mag man noch so oft für mehr Geschwindigkeits- und Lärmkontrollen, für sichere Fußgängerwege, für Geschwindigkeitsreduzierungen, für sichere Gehwege vorstellig werden, es geht kaum etwas weiter. Für die Ausstattung, sprich Radargeräte, Lärmmessgeräte, usw. sowie für genügend Personal will man kein Geld ausgeben. Aber für Sport und andere öffentliche Protzbauten hat man genug Steuergelder zur Verfügung. Auch dieser schreckliche Unfall wird bald wieder in Vergessenheit geraten und die Raserei, mit und ohne Alkohol geht weiter. Liebe Politiker, auch ihr tragt eine große Verantwortung für diese Zustände auf unseren Straßen. In den Dörfern gibt es fast keine Carabinieri mehr, die Straßenpolizei ist nur in wenigen Orten präsent und die Gemeindepolizisten sind teilweise überfordert oder müssen andere unnütze Arbeiten verrichten. Nur Speed-Check-Boxen aufstellen ist viel zu wenig. Es braucht viel mehr Kontrollen und dann fischt man die neurotischen Raser schon heraus, bevor ein Unfall passiert. Das heißt man Prävention durch regelmäßige Kontrollen. Wenn man ins Ausland fährt, müssen sich die Südtiroler auch an die Regeln halten, warum soll das bei uns nicht funktionieren? Aber wehe, es muss einer Strafe zahlen, dann geht das Gejammere und Geschimpfe los. Dann bekommen sogar manche Bürgermeister nasse Füsse, da man ein paar Stimmen weniger bei den nächsten Wahlen bekommen könnte. Sollte man nicht froh sein, wenn man bestraft wird, wenn man statt 50 Km/h viel schneller gefahren ist? Es wäre sicher ein kleineres Übel, als Menschenleben zu gefährden.

    • wichtigmacher

      Ja genauso ist es, endlich mal Klartext. Wenn systematisch die Geschwindigkeit in den Dörfern kontrolliert würde, dann wäre der arme Teufel gar nicht so weit gekommen (hätte vielleicht längst keinen Schein mehr und hätte vielleicht daraus gelent)
      Aber da drücken sich ja die Gemeineverantwortlichen in ganz Südtirol selbst davon Speedboxen zu installieren. könnten sonst ja selbst mit ihren PS-starken Protzkisten in eine Radarfalle geraten.
      Südtirol, ein rechtfreier Raum, der Stärkere gewinnt

  • franz1

    Hier tummeln sich eine Menge Wichtigtuer.
    S.L. hat in einem Augenblick mit seiner Raserei und dem Alkohohlkonsum sein eigenes (bis hierhin geordnetes?) Leben zerstört.
    Es ist eine schreckliche Tragödie, für die Hinterbliebenen sowie für den Unfallverursacher selbst.
    Im Straßenverkehr bräuchte es die meisten Verkehrsschilder nicht, würde nach dem Motto „Auf Sicht“ fahren gehandelt. Diese Faustregel gibt es in Österreich schon seit 40 (?) Jahren.
    Somit würde viel Leid erspart.

    • fcpichler

      [email protected] Was bedeutet auf Sicht fahren ?

      • kunigard

        Du darfst nur so schnell fahren, dass Du innerhalb der Sichtweite anhalten kannst. Um Kurven rum musst Du daher so langsam fahren, dass Du über einen plötzlich vor dir liegenden Gegenstand nicht drüberfährst. Du musst die Straße vor dir ständig beobachten. Nachts wird die Sichtweite durch die Leuchtweite der Scheinwerfer bestimmt, reflektierend Gegenstände zählen da nicht ! da kann vorher noch was liegen. Das gilt auch und gerade für die Autobahn.

        Du musst vor jedem, deinen Weg berechtigt kreuzenden Verkehrsteilnehmer anhalten können ! (Fußgänger auf dem ~Überweg)

  • perikles

    Manchmal wäre Schweigen das Beste!

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen