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Die Haftprüfung

Der Unfallfahrer Stefan Lechner ist seit Montag im Bozner Gefängnis und wird am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt. Ihm drohen zwischen acht und neun Jahre Haft.

von Thomas Vikoler

Es war gegen 13.00 Uhr, als am Montag vor dem Bozner Gefängnis in der Dantestraße ein ziviler Einsatzwagen der Carabinieri auftauchte. Mit an Bord war Stefan Lechner, der Unfalllenker von Luttach. Er hielt sich eine Zeitung vor das Gesicht, um sich vor Fotografen zu schützen.

Nach eineinhalb Tagen im Brunecker Krankenhaus öffneten sich für den 27-Jährigen aus Ehrenburg also die Gefängnistore. Die Staatsanwaltschaft hatte am Montagmorgen eine entsprechende Vorbeugemaßnahme beantragt, das Garantieverhör findet am Mittwoch statt. Dort hat der Installateur erstmals Gelegenheit, sich unter dem Beistand eines Verteidigers zum Vorgefallenen zu äußern.

Das wird freilich wenig an der Beweislage ändern, die ziemlich eindeutig scheint. Die Staatsanwaltschaft hält dem Unfallfahrer derzeit einen Verstoß gegen Artikel 589-bis des Strafgesetzbuches, erschwert durch Trunkenheit am Steuer (1,97 Promille) und die hohe Anzahl der Opfer (seit Montag Nachmittag sieben Todesopfer) vor. Also Tötung im Straßenverkehr („omicidio stradale“) nach dem seit März 2016 geltenden Gesetz, das vom Parlament nach langer Diskussion und infolge von zahlreichen tödlichen Autounfällen verabschiedet wurde.

 

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Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (39)

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  • watschi

    liebe tz, man sollte das interwiew mit dr. pycha und die stellungsnahme von arnold trubus (in der printausgabe) auch hier veröffentlichen. damit würde hoffentlich so manchen hasskommentator gegen den unfallfahrer vieles klar werden.

  • wolweg

    Er ist ein Mörder, der 7 junge Menschen umgebracht hat. 15 Jahre Haft sind da noch zu wenig.

  • keinpolitiker

    HALTET ENDLICH MAL ALLE EURE PAPPM

    DENKT EUCH EUREN SCHEISS UND HOFFT EINFACH DASS IHR NIE IN SO EINE SITUATION KOMMT:

    AMEN

    • algunder77

      Lieber Keinpolitiker,

      wenn man NICHT TRINKT und VORSICHTIG FÄHRT und beim Fahren den Kopf benützt und NICHT RAST, dann kann man in einer solchen Situation nicht kommen. Ich trinke absolut keinen Alkohol, besitze seit 24 Jahre den Führerschein und habe 500.000 km hinter mir und war noch nie in einer solchen Situation. Deshalb bitte Vorsicht beim Kommentieren.

      • ricardo

        algunder77, Sehr gute Vorsätze die du hast aber das Leben schreibt andere Geschichten und man sollte niemals nie sagen. Ich habe auch schon einige Jahre den Führerschein bin für 0% Alk am Steuer fahre auch sinnig aber man sollte trotzdem nie sagen , dass einem deshalb so etwas nicht passieren kann, man kann auch mit 30 km jemanden tot fahren, ob Schuld oder nicht Schuld, denke darüber auch mal nach.

        • algunder77

          Lieber Ricardo,

          klar kann man auch mit 30 km/h jemanden totfahren, z.B. wenn einer beim Fahren einen Herzstillstand oder einen Schlaganfall oder einen epileptischen Anfall erleidet. Oder sich jemand bewusst unter das fahrende Fahrzeug schmeißt, wie dies in den skandinavischen Länder brauch war, um Selbstmord zu begehen. Oder durch ein defektes Fahrzeug. Oder auf der Töll in Richtung Vinschgau, wo eine Frau vom Fahrrad stürzte und vom vorbeifahrenden Camper überfahren wurde…da hat man einfach Pech, aber es gibt kein Eigenverschulden. Im Fall von Luttach war dies Eigenverschulden, zuviel Alkohol und nicht Einhaltung der Verkehrsordnung. Bezüglich meiner Wenigkeit, ich trinke überhaupt keinen Alkohol…in keiner Situation und habe auch noch nie Alkohol getrunken und werde dies auch nie tun, das ist Charaktersache und hat mit Vorsätze nichts zu tun. Wenn man mit Kopf fährt, kann man so was nie und nimmer verursachen. Als Jurist, habe ich auch einige Fälle bzw. Schicksalsschläge gesehen, glaub mir.

          • ricardo

            algunder77,Danke für deine Antwort aber ich muss dir da widersprechen. In meinem Beruf habe ich auch schon Patienten gehabt die den Unfall mit geringer Geschwindigkeit nicht überlebt haben, ob nun als Fahrer eines fahrzeugs oder als Opfer und ich habe Patienten gehabt die haben einen Unfall mit knapp 200 km ( als Fahrer) überlebt. Es gibt da keine Pauschale. Es ist vielfach Glück im Spiel und egal wie vorsichtig man fährt, es kann einen überall und immer treffen.Das du keinen Alkohol trinkst ist ok aber ich trinke welchen 😀 habe ich jetzt einen schlechten Charakter? 😀 ich möchte dir nicht zu Nah treten aber ich sehe da ein bisschen Selbstgefälligkeit. 😉

          • algunder77

            Lieber Ricardo,

            vielen Dank für deine Antwort. Keine Angst, du trittst mir nicht zu Nahe. Du hast keinen schlechten Charakter, das habe ich auch nicht behauptet. Wie könnte ich bloß so etwas behaupten: ich kenne dich ja überhaupt nicht! Das hat mit Selbstgefälligkeit, oder wie viele meinen mit Überheblichkeit meinerseits, nichts zu tun. Mit Charaktersache meine ich, bezogen auf meiner Wenigkeit, auch Charakterstärke. Ich habe in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Oberschule in Bozen besucht; und habe schon damals keinen Alkohol getrunken. Die Jahre in der Oberschule waren für mich schlimme Jahre – es war die Hölle auf Erden: meine Mitschüler tranken Bier und teilweise auch andere hochprozentige Getränke und da ich keinen Alkohol trank, wurde ich von meinen Mitschülern verspottet, ausgegrenzt, gemobbt und schikaniert. Ich wurde zum Außenseiter; ich war nicht würdig teil der Klassengemeinschaft zu sein. Meine Mitschüler waren nicht imstande meinen Willen zu brechen und deshalb habe ich auch nie nachgegeben. Ich habe meinen Willen durchgesetzt und darüber bin ich stolz. Das meinte ich mit Charaktersache bzw. Stärke. Hier in Südtirol trinken viele Jugendliche und Erwachsene, nur weil sie nicht ausgegrenzt werden wollen. Die Gesellschaft muss umdenken. Hier in Südtirol hört man immer noch Sprüche, wie z.B. „wenn du nicht trinkst, bist du kein Mann“, oder „du bist nichts wert, wenn du nicht trinkst“. Das ist traurig und sollte uns zum Nachdenken animieren. Deshalb habe ich auch eine harte Meinung/Einstellung bezüglich Alkohol am Steuer und Alkohol im Allgemeinen, nicht nur als Mensch, sondern auch als Jurist. Ich bin diesbezüglich ein Hardliner!

  • watschi

    keinpolitiker, ich wollte zu diesem vorfall eigentlich nie einen kommentar abgeben. erst als ich von den hasskommentaren erfuhr, habe ich das wort ergriffen. so schrecklich dieser auch unfall ist, man muss darüber sprechen, damit es sich nicht wiederholt. lechner stefan ist kein monster. er ist sich der tat bewusst, bereut sie, hat sich gleich der verantwortung gestellt und erste hilfe geleistet. er wird vor
    gericht gestellt und er wird eine gerechte strafe erhalten. auf einem mensch heruntrampeln, der schon auf den boden liegt wie wolweg oder andere user, ist schlichtweg feige und
    bringt auch den angehörigen der opfer nichts. diese wollen reue hören und verantwortung für den unfall. nur auf diese weise können sie hoffentlich alles in zukunft verarbeiten und ihren frieden finden.

  • watschi

    korrektur, auch unfall ohne auch

  • prof

    @wolweg
    Solche Kommentare sind nicht angebracht,oder würdest du das gleiche schreiben wenn der Unfallenker dein Sohn oder Enkel wäre??

    • wolweg

      @prof
      ja! Ich würde ihn 10 Jahre wegsperren! Es gibt auch Eltern, die die Gesellschaft vor ihren Zöglingen schützen, indem sie sie schon vorher der Polizei melden und vorsorglich einsperren lassen.
      Wenn du einen Säufer als Sohn hättest, was würdest du machen?
      Passt scho…..bringt er halt mal ein paar andere um, ist ja egal, er sitzt ja im sicheren Auto….danach kriegt er eine zweite Chance und die Sache passt wieder?

  • regenwurm

    Ich wäre mal auf die Kommentare gespannt wenn der Fahrer ein Ausländer gewesen wäre. Wer hier würde dann von Reue und armen Autofahrer reden?!?!?!?!

    • stefan1

      Bitte das ginge ja nie, das würde ja völlig die Weltvorstellung von watschi, kurt und fronz in den Wind werfen, wo sie doch sonst für ihre inhaltliche Kohärenz und ihren brillanten Intellekt bekannt sind, nie rassistische Gedanken zu hegen.

      • kurt

        @stefan1
        Sicher ,wenn es ein Rumäne oder ein Albaner oder sonst ein Schurke stände weder sein ganzer Name ,noch sein Wohnort dass ist auch sicher du Spinner mit Linksdrall !!!!!!!!!!.
        Deswegen halte ich auch die Bericherstattung der DOLOMITEN als Pietätlos und eine bodenlose Frechheit !!!!.

    • yannis

      Hä,
      wenn mir nicht der Fall einer Frau, die auf den Brunecker Nordring , von einen aus Rest Jugoslavien stammenden Alkohollenker zum Krüppel gefahren wurde, würde ich es ja nachvollziehen können, weil es keinen so wie hier herbeigesehnten Hass gab.
      Des weitern gab es doch mal einen Fall am Nordring wo ein, (oder waren es mehrere Kinder ? von einen Einheimischen Alk-Lenker von der Straße/ Bürgersteig rasiert wurden, so wie es damals in der Gegend zuging, hätte man ihn am liebsten mit der Mistgabel zur Rechenschaft gezogen.
      Also von wegen Hass !

  • watschi

    ach soooooooo, um das geht es euch hasspredigern. weil es ein südtiroler ist, trampelt ihr auf ihn los. da habt ihr euch jetzt wohl selber verraten. schämt euch. die herkunft darf nie ausschlaggebend sein. ihr seid nicht besser als die rechtsextremen, die ihr immer wieder gerade deshalb kritisiert. nur habt ihr halt andere feindbilder. gottseidank denke ich niemals so. alle menschen sind gleich zu behandeln. das ist für mich demokratie. rechts- und linksradikale sind der abschaum dieser welt.

  • watschi

    stefan1, ich habe mich immer wieder distanziert, du noch nie. es wird zeit. spreche dich los von den links- oder rechtsradikalen. hopp hopp, oder halte deinen mund

  • jennewein

    Meine liebe redaktion der tageszeitung jetzt müsst ihr dann aufhöhren mit diesem unfall oder habt ihr sonst nichts zu schreiben.
    Man kann auch nicht den unfallenker den ich jetzt nicht verteidigen will so zur schau zu stellen.
    Wie offt ist glück dabei?
    Andere die vorsätzlich auch schlimme sachen machen werden anonym behandelt

    Wer keine schuld werfe den ersten stein

  • heustadel

    sicher ist er zu schnell gefahren un Alkohol im spiel das es seine schuld ist dann muss mann ihn nicht so schikanieren wie wäre es gewesen wenn der Bus die Leute in der anderen Seite aussteigen hätte gemacht

    • algunder77

      Lieber Heustadel,

      die öffentlichen Verkehrsmittel, und dazu zählt auch der Nightliner, bleiben dort stehen, wo eine Bushaltestelle vorhanden ist und immer in der Fahrtrichtung des Buses. Er darf die Passagiere NICHT an einer anderen Stellen aussteigen lassen, damit macht er sich strafbar, auch nicht wenn auf der gegenüberliegenden Fahrbahn eine Haltestelle vorhanden ist.

  • ricardo

    Nun ja Fakt ist, dass hier viele Dinge zusammen gekommen sind die ich als Schicksal bezeichne. ich denke , dass hier ( eingeschlossen die Jugendgruppe ) nicht ganz unbeteiligt waren, das der Unfall so Katastrophal geendet hat. Denn auch alkoholisierte Fußgänger sind nicht einschätzbar und teilweise unberechenbar. Ich denke wir sollten hier aufhören Selbstjustiz zu üben und die Gerichte und die Staatsanwälte entscheiden lassen, denn der Unfallverursacher ist gestraft genug, ich glaube da ist der Knast noch sein kleinstes Problem, das Leben danach wird schlimmer.

  • hopasak

    Der Unfalllenker hat leider eine falsche Entscheidung getroffen, für die er nun, nicht nur strafrechtlich, sondern vor allen Dingen menschlich die Konsequenzen zu tragen hat.
    Die vielen Hasstiraden im Forum sprechen für sich und ich bin entsetzt über die Boshaftigkeit einiger Schreiber(linge) und von sich so überzeugten „Gutmenschen“ …
    Die „Tat“ ist mit Sicherheit nicht entschuldbar und der junge Mann wird wahrscheinlich seines Lebens nicht mehr froh.
    Ich verurteile allerdings auch die Art und Weise der Medien, die über dieses Unglück berichten. Bestätigt der Kommentar des Verfassers wieder einmal eine Unprofessionalität? Es mag wohl sein, dass der Name des Unfalllenkers nach Urteilsverkündung oder vielleicht etwas früher veröffentlicht wird. Allerdings ziehmt es sich nicht, zumindest nicht als professioneller „Kommentarschreiber“, vollständige Namen zu veröffentlichen.
    Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass Vorkommnisse „lediglich“ mit den Anfangsbuchstaben der Verursacher publiziert werden. Oder ist das eine gewohnte, arglose, unprofessionelle Art und Weise, mit der der Verfasser immer wieder Stimmung machen will? Sind es die „Klicks“ die generiert werden? Ist das „mediengeil“? Gewohnheit? – bin (jetzt) sprachlos …

  • heustadel

    seit wann fährt Mitternacht der Lienen Bus in Luttach da ist zone 50 und ein andere bus kann anhalten

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