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„Das ist inakzeptabel“

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Der Staat sieht für bedürftige Familien einen Wasserbonus vor, doch Südtirols Gemeinden verweigern die Auszahlung. Jetzt wurde das Gericht eingeschalten.

von Heinrich Schwarz

In der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) gibt man sich kämpferisch: „Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ins Feld führen, um den Verbrauchern in schwierigen finanziellen Lagen zu ihrem Recht auf den Wasserbonus zu verhelfen.“

Die VZS wurde nämlich mit einem Fall konfrontiert, der „fast unwahrscheinlich“ klinge. So erhielt eine Boznerin von der nationalen Aufsichtsbehörde für Strom und Wasser (ARERA) ein Schreiben, in dem ihr erklärt wurde, dass sie bei Anrecht auf den Strom- und Gasbonus auch Anrecht auf den Wasserbonus habe.

„Dieser Bonus, der von einer nationalen Norm geregelt ist, sieht laut Aufsichtsbehörde vor, dass etwa eine Familie von vier Personen 73 Kubikmeter Wasser pro Jahr nicht bezahlen muss, sondern kostenlos erhält, da auf diese ein essentielles Recht besteht“, erklärt die VZS.

Die Boznerin sei angesichts ihrer schwierigen wirtschaftlichen Lage erfreut über die Nachricht gewesen, da ein Kubikmeter Wasser der unteren Verbrauchsklassen rund 30 Cent koste.

Dann die Enttäuschung: Immer laut VZS wollte die Frau im Bürgerzentrum der Gemeinde Bozen um den Wasserbonus ansuchen, doch sie sei auf Widerstand gestoßen. „Die Gemeinde, so die Auskunft, habe diesen Bonus nie beschlossen, und deshalb werde er auch nicht ausbezahlt“, so die VZS.

MEHR DAZU LESEN SIE IN DER SAMSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

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