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„Es war längst überfällig“

Papst Franziskus hat das umstrittene „päpstliche Geheimnis“ im Falle von Missbrauch in der katholischen Kirche abgeschafft. Was man in Südtirol zu dieser Maßnahme sagt.

Der Moraltheologe Martin M. Lintner sagt dazu: „Ich würde die Aufhebung des päpstlichen Geheimnisses nicht als ausschlaggebenden Durchbruch bezeichnen. Denn es gibt noch viel zu tun, damit den Opfern Gerechtigkeit widerfährt. Nichtsdestotrotz ist das ein wichtiger Schritt. Die Kirche zeigt damit, dass sie aus der Vergangenheit gelernt hat.“

Demgegenüber sagt der Kirchenkritiker und Religionslehrer Robert Hochgruber: „Mich wundert, dass es nicht schon viel früher geschehen ist. Weil es selbstverständlich sein müsste, dass die kirchlichen Gremien mit den weltlichen zusammenarbeiten, wenn es um solche Verbrechen geht. Es war also längst überfällig.“

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Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (7)

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  • andreas

    Seid Ewigkeiten entzieht sich die Kirche der weltlichen Justiz, incl. dem aktuellen Papst, welcher seinen südamerikanischen Freunden trotz schwerer Vergehen die Stange hält und der, laut Aussagen von Kardinälen aus dem Vatikan, lügt, und nun erwartet sie Applaus, wenn sie Verfehlungen preisgeben, wobei man davon auszugehen kann, dass nicht alles veröffentlicht wird.

    Richtig wäre eine Razzia im Vatikan mit Sicherstellung aller verfügbaren Dokumente, so wie es bei schweren Vergehen halt üblich ist.

    Für den Sonderstatus der Kirche, welche im Prinzip ein 2.000 Jahre altes gutlaufendes Unternehmen mit reichlich Immobilien und Grundstücken ist, gibt es eigentlich wenig bis gar keine Berechtigung.

    Und zynischer als „Moraltheologen“ auszubilden, geht es wohl nicht.
    Eine Institution, welche Gewalt und sexuelle Aktivitäten gegen Kinder deckt und bagatellisiert, ist bei Themen wie Moral eher unglaubwürdig.

  • pingoballino1955

    Pure Heuchelei,man kann,man muss aber nicht!

  • kleinlaut

    Der Wanderprediger Jesus würde sich im Grabe umdrehen ( aber er hat keines, da er ja in den Himmel aufgefahren ist ), wenn er mit ansehen müsste was aus seiner „Bewegung“ geworden ist. Von a – z eine verlogene Bande die seit eh und je nur auf Macht, Reichtum und Missbrauch aufgebaut ist. Jeder selber Schuld der auch nur einen Deut von dem Glauben schenkt, was diese Märchenerzähler heute noch tag- täglich ihren „Schäfchen“ auftischen, dessen Wahrheitsgehalt der Gleiche ist wie in Grimms Märchen. Der Papst, als Jesuit, versucht sich weltoffen und fortschrittlich zu zeigen, wobei er genau so verbohrt ist wir all seine Mitstreiter.

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