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Der Solland-Gipfel

Wie es nach dem Abbau von Solland Silicon weitergeht, war Thema eines Treffens der Gewerkschaftsbünde bei LH Kompatscher. Im Vordergrund: Langfristige Beschäftigungsperspektiven für die Mitarbeiter.

Seit dem 10. September ist klar, dass die Industrieanlage des Betriebes Solland Silicon bei Meran abgebaut und somit die Tätigkeit nicht mehr fortgesetzt wird.

Dies stellte Landeshauptmann Arno Kompatscher beim Treffen am Montag klar, an dem die Südtiroler Gewerkschaftsbünde SGB, AGB und UIL sowie Vertreter der landeseigenen Gesellschaft Ecocenter S.p.A. teilnahmen.

„Nunmehr“, sagte der Landeshauptmann, „geht es darum, den ehemaligen Mitarbeitern der Solland eine langfristige Beschäftigung zu sichern. Das war immer unser Anliegen und bleibt es auch jetzt.“ Die Ecocenter beschäftigt bereits seit Juli dieses Jahres die Mitarbeiter der Industrieanlage mit unbefristeten Arbeitsverträgen. „Wir sind mit der Ecocenter im Gespräch, um nach langfristigen Lösungen zu suchen“, sagte der Landeshauptmann. Ziel sei es, für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter einen möglichst angemessenen, adäquaten Arbeitsplatz zu finden.

Treffen zugesichert, Streiks abgesagt 

Um diese Schritte gemeinsam zu besprechen, sicherte der Landeshauptmann ein weiteres Treffen mit der Belegschaft zu – allerdings unter der Voraussetzung, dass nicht erneut über eine Wiederaufnahme des Siliziumwerkes diskutiert wird: „Es muss endlich akzeptiert werden, dass es im Konkursverfahren keinen Bieter gegeben hat, der an der Fortführung der Anlage interessiert war,“ sagte Kompatscher.

Im Gegenzug zur Zusage des Landeshauptmannes erklärten sich die Gewerkschaftsvertreter bereit, den Streik abzusetzen und künftig nicht nur für die Sicherheit des Betriebes, sondern auch die Entleerung der chemischen Stoffe zu sorgen.

Wie berichtet, hatte das Konkursgericht am 10. September der Firma AL-Invest Meran den Zuschlag für den Abbau der Industrieanlage und die Bonifizierung des Areals erteilt. Spätere Ansprüche anderer Unternehmen hatte das Landesgericht abgelehnt. Nach der Sanierung wird das Gelände als Gewerbefläche verkauft.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (4)

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  • carlotta

    LÄCHERLICH! …. dafür hören sie mit dem Streik auf und sorgen sich wieder um die Sicherheit UND * hörthört* sie Entleeren weiter!!!! Jo fein!! Dai, cool, wenn sie des so entscheiden kennen und ondere Politiker mitn Schwanzl naggln…
    wo’s hatten sie denn gern? 20 std arbeiten und 3.000 euro paga? Oder decht lieber lai es Holbe Johr orbeiten ????

  • ganzwasneues

    Sollte ich mal meinen Job verlieren, darf ich dann auch auf soviel Verständnis und Einsatz von Seiten der Landesregierung hoffen?
    Wenn nicht, streike ich halt ein wenig – das soll ja anscheinend helfen…

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