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Green Deal

Der Klimaplan der EU: Südtirol sei in vielen Bereich schon gut unterwegs, sagt EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat am Mittwoch in Brüssel ihren Klimaplan vorgestellt. Südtirols EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann unterstreicht die Wichtigkeit ihres ambitionierten Plans. Wenn die EU globale Vorreiterin beim Klimaschutz werde, sei das auch ein europäischer Wachstumsmotor in der grünen Technologie. Südtirol sei in vielen Bereichen schon gut unterwegs wie beispielsweise beim nachhaltigen Bauen. Allerdings müsse die Gesellschaft auch bereit sein, diesen Weg mitzugehen.

Die EU will dafür bis 2030 eine Billion Euro in den „Green Deal“ investieren. Bis 2050 solle die Europäische Union klimaneutral sein, forderte Ursula von der Leyen heute. Ab der Jahrhundertmitte sollen keine neuen Treibhausgase mehr in die Atmosphäre gelangen. Die globale Erwärmung soll verlangsamt werden. Das bisherige Wirtschaftsmodell, das auf fossilen Energien wie Erdöl, Erdgas und Kohle gründet, habe sich überlebt, sagte Ursula von der Leyen heute. Gefragt sei eine Strategie „für ein Wachstum, das mehr zurückgibt als es wegnimmt.“ Ein kompletter Umbau von Energieversorgung, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft ist dafür notwendig.

Südtirols Europaparlamentarier Herbert Dorfmann ist von der Wichtigkeit dieses Weges überzeugt: „Das ist ein ambitionierter Plan, den Umweltschutz in Europa voran zu bringen“, sagt er. Für Südtirol seien interessante Ansätze dabei. Für den Transportbereich heiße das zum Beispiel, dass viel mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene gebracht werden müsse.

In vielen Bereichen sei Südtirol bereits auf einem guten Weg, betont Herbert Dorfmann. Beim nachhaltigen Bauen sei man anderen Regionen und Ländern um Längen voraus. Der Südtiroler EU-Politiker unterstreicht, dass auch die Landwirtschaft ihren Beitrag zum „Green Deal“ leisten müsse. Man könne allerdings nicht nur höhere Standards fordern. Die Konsumentinnen und Konsumenten müssten bereit sein, für höhere Standards auch mehr zu bezahlen.

„Die Auswirkungen des Klimawandels spürt die Landwirtschaft so unmittelbar wie kein anderer Wirtschaftszweig“, sagt Herbert Dorfmann. „Wir müssen unsere Bauern darin unterstützen, sich dem Klimawandel anzupassen. Sie sind ein wichtiger Teil der Lösung.“ Die Herausforderungen für die Landwirtschaft würden größer. Da mache es wenig Sinn, die Mittel zu kürzen.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • ganzwasneues

    Mir sein holt schun die Beschtigstn!
    Tschuhui

    „Die Konsumentinnen und Konsumenten müssten bereit sein, für höhere Standards auch mehr zu bezahlen.“

    Mit die Housn voll isch leicht stinkn!

  • goggile

    wann kommt alkohol und drogentest im parlament?

  • drago

    Wenn ich daran denke, dass der weitaus größte Anteil unserer bäuerlichen Produktion im Bereich des Apfelanbeus liegt, möchte ich sehen, wie unser lieber EU-Abgeordnete in diesem Bereich seinen „Green Deal“ umsetzen möchte.
    Lustig ist auch:
    „Die Auswirkungen des Klimawandels spürt die Landwirtschaft so unmittelbar wie kein anderer Wirtschaftszweig“, sagt Herbert Dorfmann. „Wir müssen unsere Bauern darin unterstützen, sich dem Klimawandel anzupassen. Sie sind ein wichtiger Teil der Lösung.“
    Eine Auswirkung des Klimawandels ist, dass inzwischen die Äpfelbutzen bereits bis Glurns und ins halbe Pustertal geklettert sind. Wir bauen ja noch nicht genug davon an. 🙂

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