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Steinschlagschutz in Latsch

Zum Steinschlagschutz an der Straße in Latsch sind mehrere Eingriffe nötig – darunter den Bau einer Galerie.

An gleich mehreren Stellen längs der Staatsstraße in Latsch hat es in den vergangenen Tagen Felsstürze gegeben. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider hat sich  mit den Geologen und Vertretern des Straßendienstes, der Gemeinde, der Feuerwehr, der Ortspolizei und der Carabinieri vor Ort informiert.

„Mit mehreren Eingriffen werden wir für mehr Sicherheit auf dieser wichtigen Verkehrsader im Vinschgau sorgen“, unterstrich Alfreider vor Ort. Neben dem Anbringen von noch mehr Schutznetzen sowie dem Bau von Dämmen und Zäunen fasst Alfreider auch den Bau von Steinschlagschutzmaßnahmen am neuralgischen Punkt Latschander ins Auge. Bereits bischer war dieser Eingriff auf der Prioritätenliste des Landes für die Schutzmaßnahmen schon weit oben. Nun soll er, geht es nach Alfreider, noch weiter nach vorn rücken. Geologische Studien für die Eingriffe sind schon abgeschlossen. Aktuell wird angepeilt, die Straße vom Kreisverkehr Latsch bis direkt zur Umfahrung im Westen von Kastelbell zuerst ca. 1 km im Tunnel zu führen, in einem weiteren offenen Abschnitt mit Steinschlagschutzdämmen zu sichern und im letzten Bereich mit einer Steinschlagschutzgalerie abzuschirmen.

Beim Felssturz in der Nähe der Latschander Richtung Goldrain sind am vergangenen Wochenende Steine abgebrochen, die jedoch etwa 100 Meter oberhalb der Straße gestoppt wurden. Nach der Überprüfung der Abbruchstelle und der Beurteilung durch die Landesgeologen konnte die Straße wieder geöffnet werden. Allerdings werden weitere Arbeiten notwendig sein, die erst nach eingehenden Studien bzw. Untersuchungen ausgeführt werden können.

In Richtung Kastelbell hatten sich an der Straßenböschung ebenfalls Steine gelöst. Die Straße ist noch aus Sicherheitsgründen einspurig gesperrt, voraussichtlich noch bis Mitte nächster Woche. Aktuell werden die Schutznetze repariert und verstärkt.

Der gefährlichste Bereich an der Straße zwischen Goldrain und Latsch wurde bereits dieses Jahr entschärft. Das Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung hat mit Geldern aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE dort ein innovatives Projekt zum Steinschlagschutz umgesetzt.

Es wurden zwei innovative Steinschlagschutzdämme basierend auf Recyclingmaterial errichtet. Zusätzlich hat der Straßendienst zwei weitere Steinschlagschutzzäune mit einer Höhe von 7 m und einer Gesamtlänge von 170 m errichtet.

In einem nächsten Schritt soll in Latsch ein Schutzdamm im Bereich Tisserweg bis zum Fernheizwerk gebaut werden. Das Einreichprojekt, das landesintern ausgearbeitet wird, ist in Vorbereitung. Der Eingriff kostet voraussichtlich rund 3,3 Millionen Euro.

Im 3,12 Millionen Euro umfassenden Budget des Straßendienstes Vinschgau für 2020 sind insgesamt rund 1,3 Millionen Euro für Sicherheitsmaßnahmen an Steinschlagschutzbauten, Mauern usw. eingeteilt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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