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Innovative Bauern

Die Gewinner mit Leo Tiefenthaler (1. von links), Wilhelm Haller (2. von links) und Angelika Springeth (1. von rechts).

Die beiden Aldeiner Andreas Kalser und Josef Obkircher gewinnen den Innovationspreis „IM.PULS“ der Südtiroler Bauernjugend. Sandra Telser vom Tröghof in Laas sichert sich den zweiten Platz. Platz drei geht an Lukas Unterhofer vom Valentinhof in Meran.

Die Südtiroler Bauernjugend ist begeistert: Findige Jungbäuerinnen und Jungbauern aus allen Landesteilen haben beim Innovationspreis IM.PULS mitgemacht. Nach einem harten Auswahlverfahren zeichnete die Bauernjugend auf der Agrialp die drei Gewinner aus: Andreas und Josef, die Jungs von „Kirnig Südtiroler Edelpilze“ können sich innovativste Jungbauern Südtirols nennen.

Feinschmecker ganzjährig mit frischen und biologischen Edelpilzen versorgen, das haben sich Andreas Kalser und Josef Obkircher am Hof im Thal in Aldein zur Aufgabe gemacht.

Unter dem Namen „Kirnig Südtiroler Edelpilze“ züchten die beiden Jungbauern in einem umgebauten Stadel biologische Kräuterseitlinge und Shiitake-Pilze, die ganzjährig geerntet werden. Die frischen Edelpilze werden über Bio- und Feinkostläden vermarktet. Die Kunden können sich die Pilze frisch, getrocknet oder eingelegt schmecken lassen. Der Start war alles andere als einfach und es war ein harter Weg bis aus der Idee Realität geworden ist. Umso mehr freuen sich die beiden über den Sieg. In den Köpfen der Sieger schwirren noch viele Ideen, welche sie in Zukunft auch umsetzen wollen. Die beiden Jungbauern dürfen sich über Einkaufsgutscheine der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft (LHG) im Wert von 3.000 Euro freuen.

Auch Wilhelm Haller, SBJ-Landesobmann ist begeistert: „Letztendlich hat das Konzept von Andreas und Josef die Jury und alle Interessierten, die beim großen Online-Voting mitgemacht haben, überzeugt.“ Und das waren nicht weniger als 3.000 Südtirolerinnen und Südtiroler, die für ihr Lieblingsprojekt abgestimmt haben.

Hartes Auswahlverfahren der Kandidaten

Die Punkte der Jury sowie das Ergebnis des Online-Votings ergaben im Zusammenspiel die Platzierung der drei Finalisten. Keine leichte Aufgabe für die hochkarätige Jury, bestehend aus Astrid Weiss, Leiterin der Abteilung Innovation & Energie im Südtiroler Bauernbund, Klaus Gasser Direktor der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft, Christian Gruber, Unternehmensberater und Landwirt, Markus Riedl, Stellvertretender Institutsleiter bei Fraunhofer Italia, Christian Fischer, Professor an der Freien Universität Bozen und Franz Schöpf, Direktor des Amtes für Innovation und Technologie.

Christian Gruber berichtete bei der Verleihung von den Eindrücken der Jury und gab Südtirols Jungbauern eines mit auf dem Weg: „Wir befinden uns in einer sehr schnelllebigen Zeit und es kommen sehr viel Trends auf. Man sollte jedoch nicht gleich auf jeden Trend aufspringen, denn jeder Betrieb hat seine eigenen Vorzüge.“ Er betonte auch: „Das Wichtigste hinter jedem Projekt ist die Leidenschaft. Nur wenn die Leidenschaft passt, kann die Idee umgesetzt werden.“

Platz zwei sicherte sich Sandra Telser vom Tröghof

Josef Obkircher und Andreas Kalser

Über den zweiten Platz und damit Einkaufsgutscheine bei der LHG von 1.500 Euro jubelte Sandra Telser vom Tröghof in Laas. Die junge Tüftlerin entwickelte eine Maschine, welche den Rodungsvorgang von Obstbäumen vereint. Der Baum wird von der Maschine als Ganzes ausgerissen, die Erde abgeschüttelt und anschließend der Wurzelstock vollautomatisch abgeschnitten. Diese Innovation spart nicht nur Zeit und Mühe bei der Arbeit, sondern ist auch umweltfreundlicher und bringt eine größere Holzausbeute. Bald wird es nochmal spannend für Sandra, denn die Maschine kommt in die Produktion.

Platz drei ging an Lukas Unterhofer vom Valentinhof

In Südtiroler ist es keine Seltenheit das Obst und Gemüse biologisch anzubauen, doch bei Lukas Unterhofer vom Valentinhof in Meran ist alles etwas anders. Auf acht Hektar werden rund 60 verschiedene Kulturen biologisch nachhaltig angebaut. Eine Vielfalt an Obst, Gemüse und Kräuter erwartet die Kunden im Hofladen. Wer nicht selbst vorbeikommen kann, wird vom Fahrrad-Lieferservice im Raum Meran beliefert. Vor Ort werden den Gästen verschiedene Erlebnisse geboten: Im Hofladen gibt es Kaffee und frische selbstgemachten Kuchen. Im Sommer kann man beim Brunch hofeigene Produkte verkosten oder einen entspannten Abend im Gartenkino genießen. Lukas Unterhofer freute sich über den dritten Platz und Einkaufsgutscheine bei der LHG im Wert von 500 Euro.

Angelika Springeth, SBJ-Landesleiterin unterstreicht: „Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs haben gezeigt, wie mutig und ideenreich Südtirols Landwirtschaft ist. Sie leben dies mit ganzem Herzen. Wir sind stolz auf sie.“

 

 

 

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