Du befindest dich hier: Home » Politik » Die „Liste Kunterbunt“

Die „Liste Kunterbunt“


Die Ökosozialen rüsten sich für die Gemeindewahlen, öffnen sich gegenüber den Gelben und Blauen – und sind bereit, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Schwappt die Grüne Welle auch auf Südtirol über?

Von Matthias Kofler

Im deutschsprachigen Ausland eilen die Ökosozialen von einem Wahlerfolg zum nächsten. Nun hoffen Staffler und Co., dass die Grüne Welle auch auf Südtirol überschwappt.
Die erste echte Härteprobe steht schon an: In knapp einem halben Jahr finden in Südtirol die Gemeinderatswahlen statt.

Am Samstag kamen die Grünen und ökosozialen Listen in Eppan zu einer Klausur zusammen, um sich inhaltlich, personell und strategisch vorzubereiten. Zu den „Wahlkampf-Managern“ wurden die Gemeinderätinnen Marlene Pernstich aus Kaltern und Greta Klotz aus Eppan sowie der Landtagsabgeordnete Staffler ernannt. Sie leiten das „Forum der Gemeinden“.

„Die Grünen Themen sind europaweit im Aufwind“, freut sich Greta Klotz und nennt als Beispiele Mobilität, Demokratie, Transparenz, Zusammenleben und Umwelt. Ziel müsse es sein, diese Themen stärker in die Ratsstuben zu bringen. Dafür wollen sich die Grünen und Ökosozialen gemeinde- und bezirksübergreifend besser vernetzen und an der politischen Kommunikation arbeiten. „Im Mittelpunkt stehen dabei die Grünen Inhalte und Werte“, betont Klotz. Die Vernetzung bringe einen Mehrwert mit sich, ohne dass die einzelnen Listen ihre Eigenständigkeit aufgeben müssten.

Zu den Gemeinderatswahlen werden die Grünen, wie schon seit vielen Jahren erprobt, in diversen Formen antreten: als Grüne in den größeren Ortschaften und in einzelnen Gemeinden, in denen sich eine grüne Liste bildet. In den kleineren Gemeinden werden sich die bewährten Bürgerlisten mit ökosozialer Ausrichtung, die in lockerer Verbindung mit der Grünen Partei stehen, der Wahl stellen. Auch für andere Ansätze, wie Einheitslisten oder Listenverbindungen, ist man offen.

„Wir sehen politische Mitbewerber wie das Team Köllensperger nicht als Konkurrenten, sondern als Partner. Daher werden wir mit den Gelben, den Blauen und mit anderen Parteien das Gespräch suchen“, erklärt Klotz. Ihr Credo: Gemeinsam sind wir stärker – vor allem gegenüber der übermächtigen SVP.

„Eine Zusammenarbeit von verschiedenen Kräften ist sicher besser, als wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht. Auf Gemeindeebene zählt vor allem die pragmatische Sachpolitik. Voraussetzung freilich ist, dass sich in der ,Einheitsliste’ unsere Grünen Themen auch widerspiegeln“, so die Wahlkampf-Managerin.

MEHR DAZU IN DER PRINT-AUSGABE

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (22)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • leser

    Die sûdtiroler grûnen scheinen sich an due halme due europäischen te denzen zu klammern und hoffen auf stimmenzuwächse bei den nächsten wahlen
    Dabei zeigen sie aber wenig entwicklung und fortschritt in ihrem programm
    Das beginnt schon bei der personalbesetzung wo man wenig erneuerung feststellen kann
    Innhaltlich kann man auch keine fortschritte sehen und will auch nicht lernen
    Da loben sie zum beispiel die grünenzuwächse in der schweiz und übersehen dabei dass die schweizer grünenparteien betont sich sehr wirtschaftsliberal bekennen
    Unsere grünen beschränken sich auf eine gern intellektuelle gruppe unter sich due ihren lebensunterhalt vorwiegend aus sicheren und behûteten arbeitsplätzen in der öffentlichen hand bezieht u d sich der sachthemen des normalen bürgers eher weiter entfremdet
    Den angekündigten aufbruch zu vollziehen sich mit a deren parteien i haltluch zusammen zutun um in erster linie det regierungsoartei entgegenzutreten entspricht wohl eher ihrer inhaltlichen leere und ideenlosigkeit
    Eine weiterentwicklung lässt sich so wohl nicht erkennen
    Ob das wohl die rache ist dass die SVP nie daran dachte foppa u d damit die grünen in die koalition zu holen
    Ein gewisses sesselkleben an foppa, dello sbarba und co lässt sich wohl auch nicht übersehen denn inhaltlu he neuerungen sind keine sichtbar

  • sepp25

    Eine gemeinsame Liste mit TK verstehe ich, da TK viele Grüne positionen teilt, aber mit den Blauen gemeinsam ist mir nur schwer vorstellbar. Die beiden Parteien haben wirklich keine Gemeinsamkeiten, außer dass beide einen Gemeindesessel wollen. Bei der Svp schimpfen die Grünen ständig über die Koalition mit der rechten Lega und jetzt machen sie mit den rechten Blauen gemeinsame Listen…

  • marting.

    die Öko-Sozialisten… die Enkel der National-Sozialisten

  • felixvonwohlgemuth

    Ich zweifle stark, dass im Gespräch mit dem Journalisten eine Öffnung gegenüber „den Blauen“ angedeutet oder gar explizit erklärt wurde. Da war wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens; der Wunsch, den Inhalt des Berichtes mit dem doch etwas eigenartigen Titel dieses Beitrages in Einklang zu bringen.
    „Kunterbunt“ mag vieles sein, egal ob hellgrün, dunkelgrün, olivgrün, pistaziengrün, smaragdgrün und warum nicht, ein Tupfen Gelb. Aber zu unserem „Kunterbunt“ gehört sicher kein braun-blau.

    • leser

      Felixvonwohlgemuth
      Da hast du recht wir wissen beide dass die TZ ger e provoziert und berichte ger e schnell u d mit wenig rescherche schreibt
      Aber offensichich reichts für den leser u d dem monatsgehalt das die TZ zahlt
      Im übrigen ich glau e kaum dass foppa mit kölle sberger gemei samkeiten hätten da foppas kniefälle an die SVP schon fast legendär sind

    • Matthias Kofler

      Fragen Sie bitte Ihre Kollegin. Sie hat im Zusammenhang mit den Einheitslisten auch die „Blauen“ miteinbezogen und dies auf Nachfrage bestätigt.
      Übrigens: Was bringt es öffentlich über Einheitslisten auf Gemeindeebene zu philosophieren, wenn man politisch „Andersdenkende“ a priori davon ausschließt? Das ist doch widersprüchlich.

      • felixvonwohlgemuth

        Sehr geehrter Herr Kofler,
        in Südtirol gibt es 117 Gemeinden. Wenn eine Gemeinde den Weg der Einheitsliste gehen will, wird man sich dem nicht verschließen oder gar ein Veto einlegen. So funktioniert Basisdemokratie nicht; das muss jede Gemeinde für sich entscheiden und das ist auch gut so.

        Einheitslisten (also ohne Parteien, nur mit Bürgerinnen und Bürgern) sind aber etwas gänzlich anderes als Listenverbindungen aller Oppositionsgruppen gegen die SVP.

        In diesem letztgenannten Fall stehen die Themen und Werte der einzelnen Parteien im Vordergrund und eben diese Themen und Werte der Grünen sind mit jenen der derzeitigen Freiheitlichen Partei schlicht nicht kompatibel.

        Daher sehe ich keinen Widerspruch, im Falle von Einheitslisten mit allen zu sprechen, bei Listenverbindungen aber das Gespräch mit den „Blauen“ auszuschließen.

      • leser

        Lieber kofler
        Wie es politisch anders denkenden geht wissen wir vermutlich beide und du wohl ganz besonders
        Aber grüne grundsätze mit freiheidliche ideologie zu verbinden ist nicht einmal als waghalsig zu bezeichnen

  • semperoper

    Haben sie sich Angela Merkel (erste v.r.) als Beraterin ins Boot geholt??

  • besserwisser

    klare profilierung schaut anders aus. entweder ich bin ein grüner oder eben nicht. sich mit allen verbandeln und dann gegen die svp zu schiessen bringt nix. das gilt auch für die anderen listen.
    jemand ist grün weil er grün ist, jemand ist blau weil er blau ist und deren positionen vertretet…
    da lacht am ende nur die svp.
    liebe damen und herren: stellt listen auf mit programmen, dann können wir wählen.
    ich höre schon den obmann: obwohl es europäischer trend ist dass die europäischen großen volksparteien alle verlieren waren wir super, trotz rententheater, flughafenlüge, sanitätschaos usw……..

  • ohnehirnlebtmanbesser

    Oh Marting. “ Enkel von National-Sozialisten“……ich bin mir sicher , du bist kein Findelkind.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen