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Training für Flugretter

Insgesamt 37 Flugretter und Flugrettungsärzte aus verschiedenen italienischen Regionen haben in der vergangenen Woche einen Lehrgang am Fuße des Rosengarten besucht.

Es handelte sich dabei um eines von zwei Modulen der HEMS-Ausbildung (Helicopter Emergency Medical Service) für die medizinische Besatzung von Notarzthubschraubern in Italien.

Um in Italien als Flugretter oder Flugrettungsarzt tätig zu sein, bedarf es neben der fachlichen Berufsausbildung zum Notarzt oder Krankenpfleger, auch einer Zusatzqualifikation als medizinisches Personal eines Notarzthubschraubers. Diese sogenannte HEMS-Ausbildung gliedert sich dabei jeweils in einen Winter- und Sommerlehrgang mit theoretischen und praktischen Inhalten, angepasst an die besonderen Anforderungen in der Flugrettung.

So standen in der vergangenen Woche Impulsvorträge zu neuen Erkenntnissen aus der notfallmedizinischen Versorgung im Bereich der Alpinrettung, sowie die algorithmusbasierte Behandlung schwerer Verletzungsmuster auf der Tagesordnung. Im praktischen Teil wurden hingegen gemeinsam mit der Besatzung des Pelikan 1 und des Aiut Alpin Dolomites verschiedene Bergetechniken, der Anflug und Ausstieg im steilen Gelände sowie das Arbeiten an der Winde unter realistischen Bedingungen trainiert.

Neben der fachlichen Ausbildung stand aber auch der Austausch der Lehrgangsteilnehmer im Vordergrund, betont Marc Kaufmann, Primar des Betrieblichen Dienstes für Rettungs- und Notfallmedizin. „Die Kursbesucher kommen aus den unterschiedlichsten Regionen und können deshalb von verschiedensten Anforderungen der einzelnen Flugrettungsdienste berichten.

Durch diesen Erfahrungsaustausch entsteht ein zusätzlicher Mehrwert für die Teilnehmer“, erklärt Kaufmann, der selbst als Notarzt auf dem Pelikan 1 tätig ist. Aus Südtirol hatten insgesamt 14 Ärzte und Flugretter den Kurs besucht. Nach Absolvierung beider Module erhalten die Teilnehmer das alpinmedizinische Diplom der CISA-IKAR (International Commission for Alpine Rescue).

Organisiert wurde der Lehrgang über die nationale HEMS-Association sowie dem Betrieblichen Dienst für Rettungs- und Notfallmedizin und der HELI – Flugrettung Südtirol.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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