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„Sag niemals Alto Adige“

Die STF prägt den Slogan: „Sag niemals Alto Adige“ und appelliert an die SVP, sich nicht von Rom einschüchtern zu lassen.
Die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz-Tammerle und Sven Knoll, bezeichnen die italienweite Polemik wegen der Ersetzung des faschistischen Begriffs „Alto Adige“ durch die offizielle italienische Landesbezeichnung „Provincia di Bolzano“ (im Europagesetz des Landtages) als Ausdruck eines verabscheuenswürdigen Nationalismus und fordern die SVP auf, sich nicht von den Drohgebärden aus Rom einschüchtern zu lassen, sondern den faschistischen Begriff Alto Adige einfach nicht mehr zu verwenden.

Die nun entbrannte Polemik sei völlig unbegründet, da es die Ersetzung des Begriffs „Alto Adige“ in den letzten Jahren in Gesetzen des Landtages immer wieder gegeben hat, ohne dass dies je beanstandet worden wäre. Es gehe zudem ja auch nicht darum, den italienischen Landesnamen zu streichen, sondern nur darum, den rechtlich korrekten italienischen Landesnamen für Südtirol in Gesetzestexten zu verwenden. Dieser laute nicht „Alto Adige“, sondern „Provincia di Bolzano“.

Der Begriff Alto Adige existiere rechtlich nur für die Institution der Region „Trentino-Alto Adige“ nicht aber für das Land Südtirol, das in italienischer Sprache offiziell nur „Provincia di Bolzano“ heißt.

Ein Blick auf die Fassade des Landtages genüge, um dies zu beweisen, denn auch der Landtag heißt auf Italienisch nicht „Consiglio dell‘ Alto Adige“, sondern „Consiglio provinciale di Bolzano“.

„Bereits in der Sitzung des ersten Gesetzgebungsausschusses, wo das Europagesetz vorab behandelt wurde, brannten beim Abgeordneten Urzì die Sicherungen durch und er äußerte gegenüber der Landtagsabgeordneten Myriam Atz-Tammerle respektlose Beleidigungen. Ein solcher Nationalismus, wie ihn Südtirol derzeit zu spüren bekommt, führt zu einer Spaltung der Gesellschaft. Dass Italien nicht bereit ist, dem Faschismus endlich ein Ende zu setzen, ist damit zum wiederholten Male offenkundig geworden“, schreibt die STF am Dienstag in einer Aussendung.

Nehme man den Nationalismus aus der Diskussion heraus, gehe es letztlich nur um eine rechtliche und technische Sprachregelung, weshalb die Süd-Tiroler Freiheit vorschlägt, im Landtag eine Übereinkunft zu treffen, welche die Verwendung der Landesbezeichnungen klar regelt.

Keinesfalls dürfesich Südtirol aber von Rom zwingen lassen, den faschistischen Begriff Alto Adige zu verwenden, weshalb die Süd-Tiroler Freiheit die Politik und die Bevölkerung dazu aufruft, den faschistischen Begriff Alto Adige einfach nicht mehr zu benutzen und stattdessen in italienischer Sprache die korrekte Landesbezeichnung „Provincia di Bolzano“ oder die Kurzform „Sudtirolo“ zu verwenden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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