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Tirol übernimmt Euregio-Vorsitz

LH Kompatscher erinnert an zahlreiche Leuchtturmprojekte wie EuregioFamilyPass und grenzüberschreitende Mobilitätstage. Am heutigen Euregio-Mobilitätstag übernimmt Tirol Euregio-Vorsitz.

Im Rahmen des Abschlusses des Maximilianjahres hat Landeshauptmann Arno Kompatscher die Euregio-Präsidentschaft am Samstag in Innsbruck an Tirols Landeshauptmann Günther Platter übergeben. Die zweijährige Präsidentschaft Südtirols über die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino bezeichnete Kompatscher dabei als „herausfordernder, aber durchaus erfolgreicher WeG mit mehr als 60 Projekten und einem gemeinsamen Ziel: Die Euregio für die Bevölkerung noch spürbarer zu machen.“ Zu den zahlreichen „Leuchtturmprojekten“ zählen laut Landeshauptmann Kompatscher sowohl die Vorteilskarte EuregioFamilyPass als auch die Euregio Mobilitätstage.

Ersteres vereint die Vorteilskarten für Familien bei den Vorteilspartnern aller drei Länder, das zweite erlaubt zweimal jährlich allen Abo-Inhabern mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln durch die gesamte Europaregion zu reisen. Dies sei ein gemeinsamer symbolischer Schritt, dem nun konkret ein Euregio-Jahresabo für den öffentlichen Personennahverkehr folgen soll, kündigte Kompatscher in Innsbruck an.

Mit mehr als 60 Projekten Euregio spürbar gemacht

Auch Forschung und Verwaltung werden immer stärker vernetzt: Das Projekt Fit4Co stellt interessierten Verwaltungen bei der Umsetzung von Projekten kostenfrei Projektbegleiter und Experten zur Seite. Der Euregio Master hingegen ist eine zweijährige Ausbildung für Verwaltungsexpertinnen und -experten. Das Projekt Historegio mit einer gemeinsamen, regionalgeschichtlichen Forschung der drei Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient zum Historischen Tirol sei erfolgreich gestartet, berichtet der Landeshauptmann.

Mit der Euregio Landkarte samt Schulmaterial kommt laut Kompatscher die Europaregion in die Schulen: „Als Wandkarte macht sie die Überwindung alter Grenzen durch die Europaregion sichtbar.“ Ebenso fördern die Euregio Spiele und das Euregio Fest die Begegnung der Bevölkerung aller drei Länder. Als weitere „Leuchtturmprojekte“ nannte der Südtiroler Landeshauptmann schließlich das gemeinsame Lawinenwarnsystem „ALBINA“, dem nun mit „TINIA“ ein entsprechender Wetterbericht der drei Landesteile folgen soll. „Die Euregio ist unser Weg. Sie ist kein Papiertiger: Sie ist eine großartige Idee und ein konkretes Projekt. Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino erlaubt es uns, unsere Vielfalt zu leben und doch einig zu sein“, ist Kompatscher überzeugt.

Kostenfrei mit Öffis zum Kaiserlichen Abschlussfest nach Innsbruck

Die heutige Übergabe der Präsidentschaft, an der auch der Landeshauptmann des Trentino Maurizio Fugatti teilnahm, fällt zeitgleich mit dem Ende des Jubiläumsjahres, das Kaiser Maximilian gewidmet ist, zusammen. „Kaiser Maximilian war ein Tiroler im Herzen und ein Europäer im Geiste – passend dazu haben wir die beiden Festlichkeiten zusammengelegt, um diesem Motto zu entsprechen und gemeinsam mit der Bevölkerung zu feiern“, betonte in diesem Zusammenhang der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter. Gemeinsam mit der Tiroler Kulturlandesrätin Beate Palfrader und dem Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi blickte Platter auf das Jubiläumsjahr uns seine über 250 Veranstaltungen zurück.

Am heutigen Euregio-Mobilitätstag (12. Oktober) konnten alle Inhaber eines EuregioFamilyPasses oder eines Südtirol Pass (inklusive Abo+, 65+ und free) innerhalb der gesamten Europaregion kostenfrei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, unter anderem zum Abschlussfest des Maximilianjahres in Innsbruck. Nach einem Landesüblichen Empfang, ist dort ein buntes Bühnenprogramm und unterschiedliche Rahmenveranstaltungen angesagt. So findet heute Abend ein Live-Konzert von „Herbert Pixner & the Italo Connection“ vor der Hofburg statt

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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