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Sinner verpasst Finale

Jannik Sinner

Das Sinner-Märchen ist zu Ende: Am Samstagnachmittag musste sich der 18-jährige Sextner im Halbfinale des ATP-Challenger-Turniers von Mouilleron le Captif demFranzosen Mathias Bourgue (ATP 247), nach vergebenem Matchball im Tiebreak,mit 4:6, 6:4, 6:7(6) geschlagen geben.

Somit verpasst Sinner seinen vierten Final-Einzug nach Bergamo, Ostrau und Lexington.

Sinner spielte bei dem mit 92.040 Dollar dotierten Challenger im Westen Frankreichsein bärenstarkes Tennis. Nach den drei Siegen gegen den Franzosen Tristan Lamasine, den Tschechen Lukas Rosol und den Rumänen Marius Copil, traf er heute im Halbfinale auf Gastgeber Mathias Bourgue, Nummer 247 der Welt. Der 25-jährige Franzose hatte sich gestern unerwartet gegen den Österreicher Dennis Novak (ATP 124) durchgesetzt und spielt in Mouilleron le Captif erst sein fünftes Turnier seit den French Open im Mai.

Der ehemalige Weltranglisten-140. ging gleich mit 2:0 in Führung, Sinner glich aber mit einem Rebreak zum 2:2 aus. Danach hatte sowohl der Franzose als auch der Pusterer keine Breakchance bis zum 5:4 aus Sicht von Bourgue. Der Hausherr, angefeuert von zahlreichen Fans, holte sich dann das entscheidende Break zum 6:4.

Im zweiten Spielabschnitt begann einmal mehr die Sinner-Aufholjagd. Die Nummer 127 der Welt nahm Bourgue im dritten Spiel den Aufschlag zum 2:1 ab. Der „Azzurro“ verwaltete diesen Vorsprung geschickt und sicherte sich Satz 2 ebenfalls mit 6:4. So musste diese hochklassige Partie, wie bereits gestern gegen Rosol, im dritten Satz entschieden werden.

Dort lag Sinner bereits mit 4:3 und eigenen Aufschlag vorne, kassierte dann aber doch noch das Rebreak zum 4:4. Im elften Game gelang dem Südtiroler das nächste Break zum 6:5, wieder kassierte er jedoch das Rebreak. Also musste der Tiebreak eine Entscheidung herbeiführen. Hier vergab Sinner beim Stande von 6:5 einen Matchball. Mit Folgen, denn im Gegenzug verwandelte Bourgue seinen ersten Matchball zum 8:6-Endstand. Entscheidend für die Niederlage war die Breakchancenverwertung. Sinner holte nämlich nur vierBreaks aus 23 Möglichkeiten.

Trotzdem kann Sinner mit seinem Turnier sehr zufrieden sein. Der Sextner geht mit 4.260 Euro Preisgeld und 35 ATP-Punkten nach Hause, mit denen er sich in der Weltrangliste um acht Positionen verbessern und am Montag von Rang 127 auf Platz 119 klettern wird.

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