Du befindest dich hier: Home » Chronik » Schwierige Rettungsaktion

Schwierige Rettungsaktion

Die Bergrettung hat einen deutschen Bergsteiger gerettet, der sich am Tschigat verirrt und die Nacht am Berg verbracht hatte. 

Der 51-jährige P.D. aus Deutschland ist am Sonntag von den Eishöfen aufgebrochen und wollte über die Johannesscharte, Lodnerhütte, Tschigat, bis Oberkaser/Sprons gelangen.

In der Nähe des Tschigat hat sich der Urlauber auf einer Höhe von ca. 2.800 Metern verirrt und als er in sehr unwegsamen Gelände nicht mehr weiter kam, rief er seine Frau und an und gab ihr die Koordinaten und die Meereshöhe seines Standpunktes durch.

Um ca. 19.00 Uhr alarmierte die Frau die Landesnotrufzentrale über die Einheitliche Notrufnummer 112 und gibt alle Informationen weiter.

Unverzüglich wurden die Bergrettungen von Meran (CNSAS und BRD/AVS) alarmiert.

Leider konnte zum Patienten telefonisch kein Kontakt mehr aufgenommen werden.

Sofort wurde ein Nachtsuchflug mit dem Rettungshubschrauber Pelikan 2 organisiert, dieser musste aber sehr bald wegen des schlechten Wetters und wegen Schneefall abgebrochen werden.

Also rückten bei mittlerweile totaler Finsternis, Regen und Schneetreiben an die 30 Bergretter von verschiedenen Punkten (Hochgang, Pfelders und Nassreith) Richtung Tschigat aus, um den Urlauber aus seiner misslichen und sehr gefährlichen Lage zu retten.

Die ganze Nacht hindurch wurde bei extremen Bedingungen leider ohne Ergebnis gesucht.

Dank einer Wetterbesserung startete am Montagmorgen um 07.00 Uhr ein Bergretter mit dem Rettungshubschrauber Pelikan 1 dann noch einen Versuch, den Urlauber zu finden.

Auf einem Vorgipfel des Tschigat auf 2.960 Metern Höhe und in etwa 30 cm Schnee wurde man fündig; mit einer Winde konnte der stark unterkühlte aber nur leicht an einer Hand verletzte Patient aus sehr unwegsamen und gefährlichem Gelände an Bord des Hubschraubers geborgen werden. Der Patient wurde in Partschins ans Weiße Kreuz übergeben und ins Krankenhaus Meran für die weiteren Untersuchungen und Behandlungen gebracht.

Auch die Bergretter, die zu Fuß die ganze Nacht unterwegs waren, wurden dann vom Rettungshubschrauber Pelikan 1 noch sicher zu Tal gebracht, um sie nicht noch weiteren Gefahren und Anstrengungen aussetzen zu müssen.

Die Einsatzleitung hatte die Bergrettung Meran über, im Einsatz standen außer den Männern und Frauen des CNSAS + BRD/AVS Meran noch die Bergrettungen von Lana und Pfelders.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • thefirestarter

    Und schon wieder ein Piefke in Not.
    Was kostet eine Suchaktion mit 30 Mann und Hubschrauber so??? man sollte ihm doch das Doppelte verrechnen.
    Und bitte beachten er war nicht mal in der Lage die LNZ anzurufen sondern schickte eine SMS seiner Frau… na da kann er sich bei seiner Frau aber bedanken und froh sein das sie so auf Zack war die Rettung zu organisieren.

    Hut ab, für die Bergretter die sich schon wieder in Gefahr begeben mussten und die Nacht draussen verbacht haben anstatt in ihrem sichern warmen Bett zu Hause.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen