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Dramatische Nachtrettung

Fotos: Bergrettung Welschnofen

In einer schwierigen nächtlichen Rettungsaktion haben die Bergretter von Welschnofen einen abgestürzten Bergsteiger und seinen Begleiter geborgen.

Am Donnerstag gegen 17.00 Uhr wurde der Bergrettung von der Landesnotrufzentrale eine abgestürzte Person in der  Gegend von Obereggen/Latemar gemeldet.

Die Meldung kam bei der LNZ über eine Rettungsleitstelle aus Deutschland rein.

Da aber die angegebene Wegenummer falsch war, konnte die Bergrettung Welschnofen die Person leider nicht lokalisieren.

Die LNZ hat den Rettungshubschrauber des Aiut Alpin zu einem Suchflug losgeschickt, auch er konnte die Person nicht finden.

Erst nach längerer Überprüfung in Deutschland konnte das Kennzeichen des Autos in Erfahrung gebracht werden.

Das Auto konnte dann nach längerer Suche auf den Parkplätzen in Obereggen und am Karerpass schließlich von der Bergrettung in Obereggen bei einem Hotel gefunden werden. Somit hatten die Bergretter einen Anhaltspunkt zur Suche

In der .Zwischenzeit war es finster geworden.

Es wurde sofort der Rettungshubschrauber Pelikan 2 zu einem Personentransport zur Pisa Hütte beauftragt. Mit drei Flügen wurden 9 Bergretter zur Pisahütte geflogen, um nach der abgestürzten Person zu suchen.

Die Begleitperson  konnte nach kurzer Zeit unterhalb der Pisahütte in erschöpftem Zustand und unterkühlt gefunden werden, sie konnte den Bergrettern auch den ungefähren Standort der abgestürzen Person mitteilen.

Die Person konnte dann gegen 22,30 Uhr von einem Suchtrupp in extrem steilem Gelände oberhalb von Forno/Moena ausgemacht werden.

Nachdem sich kein Hubschrauber, weder Südtirol noch Trient,d er  nachts eine Windenrettung macht,   fand, musste der erschöpfte und stark unterkühlte Patient nach der Schienung der Armfraktur und Wärmeerhaltung – es herrschten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sowie starker Wind – in einer langwierigen Rettungsaktion wieder auf den Fußweg und anschließend langsam bis zum Biwak Sieff (zwischen Latemar und Moena) gebracht werden, wo der Trupp um ca. 02,00 Uhr nachts ankam.

Da es dort eine Feuerstelle gibt, konnten sich alle in der Hütte aufwärmen, um am Morgen mit dem  Rettungshubschrauber ausgeflogen zu werden.

Die beiden Personen waren für die Tour sehr schlecht ausgerüstet, hatten weder die entsprechende Kleidung noch Schuhe noch Proviant sowie kein Licht dabei, so heißt es in der Aussendung der Bergrettung Welschnofen.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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