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Vettoratos Gütesiegel

Die Landesregierung setzt vermehrt auf grüne Politik: Wie Umweltlandesrat Giuliano Vettorato das umweltfreundliche Einkaufen und Nächtigen in Südtirol stärken will.

von Matthias Kofler

Für Giuliano Vettorato ist es ein Herzensanliegen: Mithilfe des EU-Gütesiegels Ecolabel will der Umweltlandesrat das umweltfreundliche Einkaufen und Nächtigen in Südtirol stärken.

Derzeit tragen 19 Hotels in Südtirol das begehrte EU-Umweltzeichen. In Ratschings, Sexten, Jenesien und Tiers befinden sich die ersten Betriebe, die hierzulande diese europaweit gültige Marke beantragt und erhalten haben. Um die Vergabe auf lokaler Ebene zu ermöglichen, hat die Landesregierung nun ein Abkommen zwischen dem staatlichen Umweltinstitut ISPRA (Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca Ambientale) und der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz zum EU-Umweltzeichen „Ecolabel“ genehmigt.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz die Überprüfung jener Beherbergungsbetriebe und Campingplätze vornimmt, die sich um die Verleihung des europäischen Umweltsiegels Ecolabel bewerben. Zu diesem Zweck stellt sie zwei Mitarbeiter des Verwaltungsamts für Umwelt zur Verfügung. Das EU-Umweltzeichen Ecolabel ist ein Gütesiegel für Umweltqualität. Es wurde 1992 ins Leben gerufen und ist in allen 28 Ländern der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein anerkannt. Man erkennt es an der stilisierten Blume mit zwölf Sternen.

Ursprünglich diente das Siegel europaweit der einheitlichen Kennzeichnung umweltfreundlicher Produkte wie Reinigungsmittel, Papier, Textilien, Farben und Lacke. Seit 2000 können auch Dienstleistungsbetriebe wie Hotels und Campingplätze dieses Umweltzeichen erhalten.

Umweltlandesrat Vettorato sieht in der Auszeichnung mit einer europäischen Umweltmarke „einen erheblichen Mehrwert für heimische Hotels und Campingplätze.“ Mittelfristig bringe das nicht nur wirtschaftliche Vorteile mit sich. „Betriebe, die über das EU-Ecolabel verfügen, sind ein Garant für umweltfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten. Sie stellen nicht nur die Gäste, sondern auch das Wohlbefinden und den Respekt vor der Natur in den Mittelpunkt. Somit tragen sie zu einer Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit bei, die dem Land Südtirol seit jeher ein großes Anliegen ist“, unterstreicht der Lega-Politiker. Aus diesem Grund wolle man die Anzahl der Ecolabel-Lizenzen in Südtirol steigern.

Was sind die Voraussetzungen für das Erlangen des Gütesiegels?

Um des Umweltzeichen zu erhalten, müssen Betriebe alle 22 obligatorischen Umweltkriterien und eine gewisse Anzahl der insgesamt 45 fakultativen Kriterien einhalten. Zu erfüllende Kriterien sind etwa die Information der Gäste über Wasser- und Energieeinsparung, die Verringerung der Abfallmenge aus dem Restaurant-Bereich, die Einschränkung von Einwegprodukten und die Förderung nachhaltiger Verkehrsmittel. Beispiele von fakultativen Kriterien sind die Stromversorgung aus erneuerbaren Energieträgern, der Einsatz von energieeffizienten Beleuchtungssystemen und die Verwendung von Lebensmitteln aus heimischer Produktion bzw. von biologischen Erzeugnissen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • besserwisser

    am meisten wäre der natur genutzt wenn sie die hotels auf der grünen wiese, mitten im wald … gar nicht bauen würden. dann muss man nicht hinterher einen auf grün machen (siehe seilbahn gestern…).
    ausserdem: komplizierter gehts nimmer. wer kontrolliert die einhaltung, und was passiert wenn eines der 45 kriterien nicht eingehalten wird…. blablabla

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