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Ljubow Fjodorowna Dostojewskaja

Die Dostojewskaja verbrachte die letzten Monate ihres Lebens im Grieserhof in Bozen (Foto: Kulturverein Rus´)

150 Jahre nach der Geburt der Schriftstellerin Ljubow Fjodorowna Dostojewskajas, der Tochter des großen russischen Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski veranstaltet der Kulturverein Rus’ eine Ausstellung, in der ihr Leben und Werk sowie die erste italienische Übersetzung ihres Romansl’emigrante(Èmigrantka, Sankt Petersburg, 1912) mit russischem Original als Paralleltext vorgestellt werden.

Die Dostojewskaja verbrachte die letzten Monate ihres Lebens im Grieserhof in Bozen. Dort starb sie im Jahr 1926 und wurde im Friedhof Oberau beigesetzt.

Die in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Circolo Culturale La Stanza veranstaltete AusstellungLjubow Fjodorowna Dostojewskaja, Schriftstellerin wird am Donnerstag, dem 26. September um 18 Uhr in l’Espace La Stanza in der Horazstraße 34/A in Bozen eröffnet. Die ausgestellten Bilder wurden freundlicherweise vom Literatur- und Gedenkmuseum F. M. Dostojewski in Sankt Petersburg und vom Napoleonischen Museum in Rom zur Verfügung gestellt.

Bei der Eröffnung wird der Roman Èmigrantka(die Emigrantin) in italienischer Sprache vorgestellt, den die Dostojewskaja bei einem Aufenthalt in Rom im Winter 1911/1912 schrieb.

Die Übersetzung wurde von Marina Mascher, Vizepräsidentin im Kulturverein Rus’ betreut. Weitere Beiträge stammen von Bianca Marabini Zoeggeler (Vorsitzende im Kulturverein Rus’), Natal’ja Ašimbaeva (Direktorin im Literatur- und Gedenkmuseum F. M. Dostojewski in Sankt Petersburg), Marina Mascher, Michail Talalay (Vertreter in Italien der Russischen Akademie der Wissenschaften, Institut für allgemeine Geschichte), der den russischen Text redigierte und Giulia Baselica (Forscherin an der Universität Turin).

Bei der Eröffnung werden Vertreterinnen des Kulturvereins Rus’ und Frau Baselica anwesend sein, die über eine besondere literarische Beziehung zwischen Ljubow Fjodorowna Dostojewskaja und Virginia Woolf spricht.

Auch wenn sie hauptsächlich mit der Biographie ihres Vaters (Dostojewski. Geschildert von seiner Tochter) bekannt wurde, schrieb Ljubow Fjodorowna Dostojewskaja auch zwei Romane, Èmigrantka(die Emigrantin) und Adwokatka(die Anwältin) sowie die gesammelten Erzählungen Kranke Mädchen. Die hier vorgestellte Romanhandlung ist vorwiegend in Italien angesiedelt und stellt den Wesenszug ihres Werks in den Vordergrund, mit dem sie Menschen und Situationen plakativ beschreibt – vornehme Salons in Rom, Armenviertel, die malerische Natur in Umbrien oder die elegante französische Riviera.

Die Ausstellung bleibt in l’Espace La Stanza bis zum 5. Oktober jeweils von Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr und an Samstagen von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Sonntags geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Zum Abschluss ist am Samstag, dem 5. Oktober um 11 Uhr der Vortrag in italienischer Sprache Ljubov’ Dostoevskaja, riflessi di vita attraverso le lettere e le opere(Lebenslichter durch Briefe und Werke) von Marina Mascher vorgesehen.Diese Initiative schließt die Untersuchungen und Ausstellungen ab, die der Kulturverein Rus’ im Jahr 1999 zu Ljubow Fjodorowna Dostojewskaja begonnen hatte.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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