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Die ganze Welt in einer Kaffeetasse

Ingrid Lechner und Brigitte Knapp: Ein bisschen absurdes Theater, ein bisschen Science-Fiction, ein bisschen Komödie, ein bisschen Horror,

Am 25. September eröffnet die Dekadenz mit der Eigenproduktion „Gespräch wegen der Kürbisse“. Im Stück von Jakob Nolte geben sich Brigitte Knapp und Ingrid Lechner ein blitzschnelles Wortgefecht und tanzen lustvoll am Abgrund.

 Anna Krachgarten (Ingrid Lechner) und Elisabeth Mishima (Brigitte Knapp) treffen sich zum Kaffee, so geht es los. Raketenforscherin Elisabeth ist unglücklich und weiß nicht warum. Es hat was mit der Umwelt zu tun, oder vielleicht doch mit ihrer Frau und ihrem Kind. Anna kommt aus dem Urlaub mit ihrem dubiosen Ex Sebi und hat was auf dem Herzen, was das ist, will sie nicht so recht aussprechen und so hakeln sich die Freundinnen von Thema zu Thema. Es ist ein Dialog von zwei besten Freundinnen über alles, absolut alles: vom letzten Urlaub über Beziehungsprobleme bis hin zur Rüstungsindustrie, dem Mossad und den Titel-gebenden Kürbissen. Ein bisschen absurdes Theater, ein bisschen Science-Fiction, ein bisschen Komödie, ein bisschen Horror, ein bisschen Donald Trump und ein bisschen Thelma and Louise ist „Gespräch wegen der Kürbisse“.

Letztendlich ist es ein Stück darüber, wie sich das anfühlt, wenn die eigenen Lebenslügen brüchig werden. Es beschreibt ein Greifen nach Wahrheit, Stringenz und Sicherheit, das ins Nichts führt. Der 1988 geborene Jakob Nolte ist einer der vielversprechendsten Jungdramatiker Deutschlands. „Gespräch wegen der Kürbisse“ wurde im ganzen deutschen Sprachraum gespielt und unter anderem zu den Autorentheatertagen 2016 eingeladen.

Die Ausstattung macht die 1992 geborene bildende Künstlerin Ali Paloma (The Vulva Projekt, Beauty Case). Sie setzt die Beiden an einen schwebenden Kaffeetisch und macht die sprichwörtliche Haltlosigkeit konkret. Regie führt Anna Heiss und inszeniert das Stück als existenziellen Kaffee-Klatsch am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ingrid Lechner und Brigitte Knapp spielen, brüllen, singen und turnen sich als Anna Krachgarten und Elisabeth Mishima irre komisch durch die anheimelnde Bühnenwelt.

Gespräch wegen der Kürbisse ist der Auftakt zu Anna Heiss Herbstprogramm. Unter dem Motto „laute Frauen“ versammelt sie in der Herbstsaison spannende Künstlerinnen aus dem In- und Ausland und in verschiedensten Sparten: von Kabarett über Performance und Tanz bis hin zur Travestie. Die Saison startet am 25. September mit „Gespräch wegen der Kürbisse“.

Termin: Premiere am 25. September um 20.30 Uhr in der Brixner Dekadenz.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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