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Der Ort ist der Raum

Die KünstlerInnen der Triennale Ladina (Foto: Matthaeus Kästner)

Der Raum aus der Perspektive der sechs Künstlerinnen und Künstler, die im vorigen Winter den Wettbewerb Trienala Ladina 2019 und den Richard Agreiter-Preis gewonnen hatten: Dies das Leitthema der neuen Ausstellung im Museum Ladin Ciastel de Tor im Gadertal.

 Die Wirkung von Werbeflächen in Großstädten, wie New York und Mexico-City, und auf dem Land; die romanische Kultur Graubündens und Kinderbücher, die mit dessen Themen spielen; die nur 14 km breite Meerenge von Gibraltar dar, die für die Menschen Afrikas die Hoffnung auf eine bessere Welt darstellt; das Bett als Symbol für Geborgenheit, Identität und Empathie; ein temporäres Atelier und eine musikalische Installation.

Gemälde, Fotografien, Performances und Installationen zum Thema „Raum“ – dem geografischen, politischen, kulturellen, gelebten, erlebten, architektonischen – zeigt das Museum Ladin Ciastel de Tor in Sankt Martin in Thurn im Gadertal in der gestern eröffneten, kollektiven Ausstellung zeitgenössischer Kunst „Der Ort ist der Raum“. „Im Museum Ladin wird mir immer wieder verstärkt bewusst, welche Bedeutung die Museen für die Tradition und die Kultur, aber auch für die Innovation haben; die jungen Künstlerinnen und Künstler, die ihre Werke bei dieser Ausstellung zeigen, bestätigen dies,“ meinte Landeshauptmann und Museenlandesrat Arno Kompatscher bei der gestrigen Eröffnung.

Realisiert haben die Werke die fünf Künstlerinnen und Künstler aus dem ladinischen Kulturraum vom Fassatal bis nach Graubünden, die im vorigen März den vom Museum Ladin organisierten Wettbewerb Trienala Ladina 2019gewonnen hatten und zwar Annatina Dermont, Yvonne Gienal, Karin Schmuck, Claus Soraperra und Tobias Tavella; kuratiert hat die Ausstellung der Tiroler Kunsthistoriker Günther Moschig. Ausgewählt waren sie von einer international besetzten Jury, diese bestand aus Adam Budak, Chef-Kurator der National Gallery Prag, Cristiana Perrella, Direktorin des Centro d’Arte Contemporanea Luigi Pecciin Prato, Stefania Pitscheider, Direktorin des Frauenmuseum Hittisauin Vorarlberg, Gianfranco Maraniello, Direktor des Martin Rovereto und Kurator Günther Moschig.

Der sechste ausstellende Künstler ist Michael Schrattenthaler, der Sieger des parallel dazu ausgeschriebenen Wettbewerbs zum Ankauf einer Skulptur „Richard Agreiter“. Seine Arbeit „homegrown“, die das Museum im Rahmen dieses Preises angekauft hat, ist ein Geflecht von Baumhäusern mit unzähligen Ebenen, Treppen und Leitern, die nach allen Seiten auswuchert und sich zum sozialen Raum einer Stadt und in einen Ort der Geborgenheit und Gastfreundschaft erweitert. Zum Sieger gekürt wurde er von einer Jury, in der die bereits genannte Stefania Pitscheider, Kurator Günther Moschig, der Künstler Aron Demetz und Stefan Planker, Direktor des Museum Ladin saßen.

Die Ausstellung läuft bis 24. Mai 2020, der Eintritt ist frei.

Die genannten Wettbewerbe und die damit verbundene Ausstellung werden vom Museum Ladin im Drei-Jahres-Rhythmus organisiert, um das künstlerische Schaffen in den ladinischen Gebieten zu unterstützen. Daran teilnehmen können Künstlerinnen und Künstler, die in den fünf ladinischen Tälern (Gadertal, Gröden, Fassatal, Buchenstein und Ampezzo), in Graubünden und Friaul wohnhaft sind oder sich als Ladiner und Ladinerinnen fühlen und einen Bezug zur ladinischen Geschichte, Kultur und Tradition haben.

Eröffnet wurde die Ausstellung gestern Abend mit Arno Kompatscher, Museumsdirektor Stefan Planker, Kurator Günther Moschig und den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern.

Info: Museum Ladin Ciastel de Tor, Tel. 0474 524020, www.museumladin.it.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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