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Der Medienansturm

Am Landesgericht wird der Gutachter Giampietro Lago am Donnerstag sein zweites Gutachten zum Fall Alex Schwazer präsentieren.

Der Zeitpunkt für den Beginn der Verhandlung ist für Medien etwas ungünstig.

Die Verhandlung zum Beweissicherungsverfahren zum Dopingfall Alex Schwazer beginnt am heutigen Donnerstag am Landesgericht um 16.30 Uhr. Dennoch ist das Medieninteresse für den Termin erheblich, aus Deutschland haben sich gleich mehrere TV-Sender angekündigt, auch die Gazzetta dello Sport aus Mailand schickt einen Reporter.

Giampietro Lago, Chef des Carabinieri-Labor RIS, wird in der Verhandlung sein zweites Gutachten zum Abbau der DNA-Konzentration in Schwazers B-Probe vorstellen.

Wie von der TAGESZEITUNG exklusiv berichtet, ist Lago zu folgendem Schluss gekommen:

Die Unterschiede in der DNA-Konzentration zwischen A- und B-Probe sind, unter Berücksichtigung einer erheblichen Abbau-Geschwindigkeit, allein durch nicht physiologische Faktoren erklärbar. Ein Hinweis auf eine Manipulation, ohne diese allerdings genau zu lokalisieren.

Allerdings: Wenn in die B-Probe nachträglich eingegriffen worden ist, kann dies allein im Kölner Labor für Biochemie geschehen sein. Die B-Probe wurde dort bekanntlich unversiegelt aufbewahrt.

Es wird sich zeigen, ob Lago auf die Fragen der Schwazer-Verteidigung dazu eine eindeutigere Antwort geben wird als im 153-seitigen Gutachten.

Wahrscheinlich ist, dass Voruntersuchungsrichter Walter Pelino das Beweissicherungsverfahren nach der Verhandlung nicht schließt, sondern ein weiteres Gutachten in Auftrag geben wird. Zwecks näherer Untersuchungen zur Manipulations-These.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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