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Besserer Klimaschutz

Foto: pixabay/lpa

Die Landesregierung hat den Entwurf der neuen Maßnahmen für den Klimaplan 2050 diskutiert. Der Fokus liegt auf dem Verbrauch und der Beschaffung von Energie sowie der Energiesanierung.

Mit dem Klimawandel als epochale Herausforderung hat sich die Landesregierung diese Woche befasst und will mit konkreten Maßnahmen zum Wohl des Landes und der Bürger regieren soll. Landeshauptmann Arno Kompatscher und Umweltlandesrat Giuliano Vettorato sind sich einig, dass es gilt, jetzt zu reagieren. „Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen und alle Ideen für einen besseren Klimaschutz einbringen“, sagte Vettorato und Kompatscher forderte, „dass wir vor allem eine Kultur der Nachhaltigkeit in Südtirol entwickeln.“

Temperaturanstieg verhindern

Mit einem Paket kurz- und mittelfristig umzusetzender Maßnahmen will die Landesregierung unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 1,5 Grad Celsius entgegenzuwirken.

Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz 2015 hatten sich bekanntlich 195 Länder auf ein allgemeines, rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzübereinkommen geeinigt. Dieses wurde von der Europäischen Union und somit auch von Südtirol angenommen.

Wie Landesrat Vettorato erklärt, „haben wir bereits festgelegte Ziele“. Mit den neuen Maßnahmen richtet das Land laut Vettorato noch mehr Aufmerksamkeit auf die Umwelt und das Land.

Der Klimaplan 2050

Der Klimaplan 2050 soll alle fünf Jahre überprüft werden, um technologische Entwicklungen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen. Es soll überprüft werden, das für 2050 festgelegte Ziel, eine Null-Emission von Kohlenstoffdioxid (CO 2) zu erreichen, auf 2040 vorzuziehen.

Die neuen vorgeschlagenen Maßnahmen zielen vor allem auf mehr Energieeffizienz ab. Ein neues Programm zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude und für mehr Energieeffizienz auch in den Gemeinden und bei Produktionsprozessen bildet die Speerspitze des Programms.

Besonderes Augenmerk wird auf die Energiesanierung von Gebäuden gelegt, wobei das Land anregt, Holzprodukte mit langen Lebenszyklen zu nutzen. So sollen Treibhausgasemissionen verringert werden, die entstehen, wenn ähnliche Materialen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen produziert werden. Daneben sind weitere Klimaschutze-Aktionen auch in anderen Bereichen vorgesehen: etwa beim öffentlichen Personenverkehr. Beim Individualverkehr soll ein Paradigmenwechsel stattfinden. Der Radmobilität will die Landesregierung deshalb bei der Ortsplanung absolute Priorität einräumen.

In Bezug auf erneuerbare Energien will das Land die geleistete Arbeit fortsetzen und die mittelfristigen Ziele erreichen. Bereits jetzt wird in Südtirol rund 70 Prozent vom Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Die Landesregierung unterstreicht, dass das Potenzial für neue Wasserkraftwerkenahezu ausgeschöpft ist. Dasselbe gilt auch für Biomasse-Fernheizwerke. Für diese Bereiche ist es wichtig, die Produktionseffizienz zu steigern und die Anschlüsse in den von Fernwärme versorgten Zonen zu integrieren. Die Zukunft liege in der Photovoltaik, heißt es im Plan. Der Preis für die Photovoltaik-Paneele ist im Vergleich zu 2008 gesunken und nun gilt es, die Installation auf allen geeigneten Dächern von öffentlichen und privaten Gebäuden zu erleichtern.

Sämtliche neuen Maßnahmen, die die Landesregierung diskutiert hat, sind bereichsübergreifend, sie greifen in verschiedene Bereiche des täglichen Lebens ein, aber auch verschiedene Wirtschaftssektoren.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • einereiner

    Neue Wasserkraftwerke: in Südtirol von der Landesregierung mit Verboten stark eingeschränkt.
    Holznutzung: noch einiges möglich, aber der Preis für Holz muss dafür steigen.
    Neue Biogasanlagen: in Südtirol nicht mehr viele sinnvoll bzw. möglich.
    Windkraftanlagen: In Südtirol nur an wenigen Orten sinnvoll und möglich, aber von der Landesregierung mit Gesetzen stark eingeschränkt.
    Photovoltaik auf Häusern: noch einiges möglich, aber durch Gesetze und Auflagen von der Landesregierung stark eingeschränkt.
    Photovoltaik in landwirtschaftlichen Grün: von der Landesregierung verboten.
    Als allererstes muss sich mal die Landesregierung bewegen und viele Einschränkungen wieder aufheben. Und zu einer wirklichen Lösung kommen wir nur, wenn große Photovoltaikanlagen auf Feldern gebaut werden. PV und Nahrungsmittelproduktion auf demselben Feld sind mittlerweile möglich. Deutschland muss 2,5% der Fläche mit PV-Anlagen oder Windkraftanlagen vollbauen, dann hätte man 100% erneuerbare Energie.

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