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Herzl im Anmarsch?

Die Vinschger Gerüchteküche brodelt: Kandidiert die 75-jährige SVP-Quereinsteigerin Maria Ricky Herzl in ihrer Wohnsitzgemeinde Stilfs für das Bürgermeisteramt?

von Karin Gamper

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Maria Ricky Herzl, Aushilfskandidatin der Vinschger SVP bei den Landtagswahlen im vergangenen Jahr, erwägt im Frühjahr 2020 eine Kandidatur für das Bürgermeisteramt in ihrer Wohnsitzgemeinde Stilfs. Die topfite 75-Jährige soll von verschiedenen Seiten zu diesem Schritt ermuntert worden und einem politischen Comeback nicht abgeneigt sein.  Dies vor allem deshalb, um für die Gemeinderatswahlen auch Frauen ins Spiel zu bringen. Letztere sind in den Rathäusern des Vinschgaus dünn gesät. Die einzige Bügermeisterin ist Roselinde Gunsch Koch in Taufers im Münstertal. „Ricky würde sich eine Kandidatur zutrauen und sie möchte dadurch vor allem den Frauen Mut machen sich politisch einzubringen“, heißt es aus Insiderkreisen. 

Dabei hat Maria Ricky Herzl durchaus gute Karten in der Hand, um in der Kleingemeinde Stilfs den Bürgermeister-Sessel zu ergattern. Allemal würde sie für Amtsinhaber Hartwig Tschenett oder mögliche weitere männliche Anwärter eine ernstzunehmende Herausfordererin darstellen. Die quirlige Tochter eines Schiffskapitäns und einer Wiener Adeligen ist überaus gesellig, kann auf Menschen zugehen und steht mit beiden Beinen fest im Leben. Ihre Kindheit verbrachte Maria Ricky Herzl in Stilfserbrücke, ehe sie als Jugendliche zuerst nach Meran und dann nach Genua kam. Dort arbeitete sie viele Jahre als Model und gründete eine Familie. Später war sie für einen Genueser Lokalsender als Moderatorin tätig, ehe sie vor einigen Jahren wieder in den Vinschgau zurückkehrte. Herzls offene Art und ihr vielseitiges soziales Engagement haben ihr im Herbst 2018 im improvisierten Landtagswahlkampf viele Sympathien und Wählerstimmen eingebracht. Die politisch völlig unbekannte Herzl, die der Vinschger SVP im letzten Augenblick gefälligkeitshalber aus der selbst verursachten Quoten-Patsche geholfen hat, fuhr nach einem nur einmonatigen und finanziell bescheiden geführten Landtagswahlkampf spektakuläre 842 Stimmen ein.

Und was sagt Maria Ricky Herzl selbst zu all diesen Gerüchten um ihre Bürgermeister-Kandidatur? Gar nichts. „Das ist noch alles viel zu früh“, wimmelt sie alle Anfragen freundlich, aber bestimmt ab. Für Spekulationen stehe sie nicht zur Verfügung. 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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