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„Ich werde Südtirol streichen“

Falkensteiner-Hotel in Reischach (Rendering/Thun)

Wie viel Tourismus verträgt das Pustertal noch? Und wie viel sind die Gäste bereit zu ertragen? Der Schriftverkehr eines Urlaubers aus Deutschland mit den hiesigen Politikern zeigt die große Kluft zwischen Schein und Sein.

von Silke Hinterwaldner

„Ich bin ziemlich erschüttert“, sagt Axel Müller. Der Arzt aus Magdeburg hatte im Frühsommer wie so oft seinen Urlaub im Pustertal verbracht, genauer gesagt in Reischach. Dort war er auf eine riesige Baustelle in der Seilbahnstraße aufmerksam geworden.

Mit Erstaunen stellte er fest, dass noch ein neues Hotel in Reischach gebaut wird: das Fünf-Sterne Haus der Gruppe Falkensteiner. Dabei, meint Müller, seien die Straßen heute schon überlastet, genauso wie andere Infrastrukturen, es fehle an Fachpersonal, es ziele alles auf eine Ausbeutung von Natur durch Massentourismus ab. Weil er sich Sorgen um Südtirol macht, schrieb der Arzt aus Magdeburg einige Politiker im Land an: den Landeshauptmann, den Bürgermeister von Bruneck und die Grünen im Landtag.

Die Antworten, die er erhalten hat, erschüttern ihn allerdings. Zum einen, weil alles, was er anmahnt, offensichtlich längst bekannt ist und man trotzdem keine Kurskorrektur vornimmt. Das geht aus der Antwort der Grünen Abgeordneten im Landtag hervor. Zum anderen aber auch, weil manche Antworten einfach nur inhaltsleer sind. So schreibt etwa der für den Tourismus zuständige Landesrat Arnold Schuler im Auftrag des Landeshauptmannes. Im Brief heißt es:

„Ich möchte unterstreichen, dass wir hier in Südtirol sehr bemüht sind, Themen wie Nachhaltigkeit, schonender Umgang mit den Ressourcen und Umweltschutz zu diskutieren und Lösungen auszuarbeiten. Es gilt nun die Interessen aller zu bündeln und im Sinne einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Denkweise die richtigen Maßnahmen zu setzen. Mit diesem Bewusstsein arbeiten wir täglich. Dabei geht es um Themen wie nachhaltige Mobilitätskonzepte, Regionalität, Erhaltung bereits vorhandener Strukturen statt Ausweisung neuer Tourismuszonen und damit neuer Bauten, kontrolliertes und begrenztes Wachsen auch von touristischen Einrichtungen, Steigerung der Qualität und nicht der Quantität, Stärkung und weitere Aufwertung der Synergien zwischen Landwirtschaft und Tourismus.“

Das sind alles schöne Worte, aber keine echte Antwort auf die vielen brennenden Fragen, die Axel Müller gestellt hat. Roland Griessmair, Bürgermeister von Bruneck, geht dabei schon etwas tiefer. Dass seine Stadt „dem Massentourismus geopfert“ werde, lässt er nicht gelten. Schließlich handle es sich bei der Falkensteiner-Gruppe „nicht um irgendeinen internationalen Konzern, der lediglich auf Profit ausgerichtet ist, sondern das Unternehmen der Gebrüder Falkensteiner ist im Pustertal sowohl gesellschaftlich als auch sozial tief verwurzelt und ist ein Vorzeigeunternehmen unseres Landes“. Aber an den Problemen durch vielleicht zu viel Tourismus und zu viel Verkehr ändert sich dadurch nichts. Dazu sagt Roland Griessmair:

„Tatsache ist, dass das Verkehrsaufkommen steigt. Dem kann ich nicht widersprechen. Die Wichtigkeit dieses Themas wurde von der Politik schon vor Jahren erkannt. In den letzten zehn Jahren hat sich in unserer Stadt und auch darüber hinaus sehr viel Positives getan. Durch den Bau von Umfahrungsstraßen werden nun Staus weitgehend vermieden. Selbstverständlich gibt es in der Hochsaison weiterhin Spitzentage, an denen es trotzdem zu Staus und Wartezeiten kommt. Wenn man zehn oder zwanzig Jahre zurückdenkt, wie sich die Autoschlangen durch die Ortschaften schlängelten, so ist die Umweltbelastung heute trotz des erhöhten Verkehrsaufkommens sehr viel geringer.“

In den Augen von Axel Müller bewegt sich das Tourismusland Südtirol nicht in die richtige Richtung. Er fragt sich weiterhin: „An welchen Schlangen soll ich dann während der Saison – und auch in der Nebensaison – anstehen? Mit wie vielen Mittouristen belebe ich die Stadtgasse, versuche, in eine Ausstellung zu gelangen oder hoffe, mit dem ja nun in kürzerem Takt fahrenden City-Bus mitzukommen?“ Ihm scheint das tatsächlich alles zu viel zu werden. Er kommt nach seinem Südtirol-Urlaub heuer und nach dem wenig erhellenden Schriftverkehr mit den Politikern zum Schluss: „Letztlich werde ich Südtirol aus meinen Reiseplänen streichen, da wir tatsächlich näher gelegene Ziele haben und diese versuchen, den Rest Natur, den wir noch haben, zu erhalten.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (104)

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  • andreas

    Typisch Deutscher, welcher annimmt, die Welt belehren zu müssen.
    Den BER, Cargolifter, Lausitzring, usw. nicht auf die Reihe kriegen, 21% AFD Wähler, aber anderen Ländern erklären wollen, wie die Welt funktioniert.
    Aber ab Morgen hat er wahrscheinlich eine Ministerpräsident von der AFD, an den kann er sich dann wenden, um die Probleme in seiner Heimat Brandenburg zu lösen.

    Lustig ist aber, dass Touristen sich beklagen, dass irgendwo zu viele Touristen sind.
    Dieser Herr nimmt wohl auch an, dass er das Recht hat, da zu sein und dass die anderen zuhause bleiben sollen.

    • unglaublich

      Das mit dem Belehren ist lustig. Ganz besonders, wenn das Andreas sagt. 🙂 🙂

    • george

      Nein, ‚andreas‘, nicht typisch Deutscher. Inzwischen sehen das Italiener so, Hiesige so, Spanier so, Skandinavier so usw. Typisch ist einzig und allein, dass wir das Problem längst schon kennen und unsere Regierenden, Machtinhaber und Verbindungsleute ganz einfach das nicht wahrhaben wollen und immer mit noch mehr Rummel und Erschließung aufwarten. Damit meinen sie punkten zu können.
      Auch bei dir ‚andreas‘ sind es immer nur die anderen, die zu kritisieren und zu raunzen haben, sonst scheint für dich ja fast alles in Ordnung zu sein, obwohl das Umfeld und die Umwelt fast tagtäglich das Gegenteil aufzeigen. Nichts als schöne Worte und Beschwichtigungen, aber kaum entsprechende Maßnahmen. Die Natur belehrt uns einer anderen Anschauung. Aber auch hier wir von euch alles nur auf Einmaligkeiten herabgebrochen, wo bald nur mehr Dauerzustand herrscht.

      • asterix

        @george, leider sind hinter unseren Regierenden ganz andere Figuren die die Fäden ziehen. Längst ist die SVP zu einem rechten Selbstbedienungsladen für Wirtschaft, Tourismus und besonders den Weinbergweg geworden.

        • silberfuxx

          ………unsere Landesregierung hat NICHT DEN MUMM irgend eine Einschränkung gegen die 2 großen Verbände im Lande zu beschließen, weil sie von HGV und BAUERN wie Marionetten VOR SICH HERGETRIEBEN WERDEN………und stets schon beim Versuch etwas dahingehend zu beschließen ZURÜCKGEPFIFFEN werden……..siehe DOLOMITES VIVES…….

      • cif

        „Auch bei dir ‚andreas‘ sind es immer nur die anderen, die zu kritisieren und zu raunzen haben, sonst scheint für dich ja fast alles in Ordnung zu sein“… sagt ein george, der als Königsklugscheisser im Forum agiert?

    • markp.

      @andreas

      Dein Beitrag ist ein “typische“ Vorverurteilung. Deine Abneigung gegenüber allem was aus Deutschland kommt – wenn wir mal die Fussballnationalelf ausnehmen – muss schon sehr sehr tief sitzen.

      Herr Müller hat niemanden belehrt, sondern Fragen gestellt und seine Meinung widergegeben. Wo bitteschön liest du da eine Belehrung raus. Und hat er irgendwo geschrieben, dass Deutschland besser ist?

    • tiroler

      Dieser Axel ist doch Ossi, oder?
      Er sollte Kohl dankbar sein dass er überhaupt in den Urlaub fahren darf, anstatt Südtirol zu kritisieren. Denke mal dass er vor der eigenen Haustür genug zu kehren hat…

    • flizzer

      PERFEKTER Kommentar @Andreas! Finde auch dass die Freunde aus Good Old Germany vor der eigenen Haustür kehren sollten!

      Und auch das Beispiel mit den Touris ist mehr als passend – ich rege mich ja auch nicht auf wenn ich an die Adria fahre dass da so viele Südtiroler sind….

  • alsobi

    Ein riesengroßes Kompliment an Herrn Axel Müller! Er hat in allen Belangen vollkommen recht und spricht die Problematik schonungslos an. Mit Nachhaltigkeit hat das nichts mehr zu tun. Allein schon die 08/15 Antwort des
    Landesrates Arnold Schuler in Bezug auf „kontrolliertes und begrenztes Wachsen“ ist ja mehr als lächerlich. Würde mal sagen FEHLANZEIGE!!
    Es sind ja nicht nur das große Falkensteiner 5*,im Ahrntal AMONTI & LUNARIS, oder Skypool Hotels im Pustertal die schalten und walten können wie sie wollen….nein auch das ganze Kleinvieh drumherum u.a. uminöse Urlaube auf dem, Bauernladen oder Bauernhof (wo der Gast bei der Anreise sich wundert dass keine Tiere auf dem „luxoriösen“ Anwesen vorzufinden ist) spricht Bände!! Kontroller Fehlanzeige!

    • einereiner

      @lieberhagebaualsobi
      Keine Kontrolle bei Urlaub am Bauernhof? Hast du selbst einen Urlaub auf dem Bauernhof Betrieb und bist noch nie kontrolliert worden? Kann nicht sein.
      Oder willst du nur den Bauern anschwärzen, der dir die Frau ausgespannt hat?
      Es gibt viele Bauern (Landwirte) ohne Vieh, die heißen dann Weinbauern, Obstbauern, Gemüsebauern, Ackerbauern, Waldbauern usw.. Bauer oder Landwirt heißt nämlich, das derjenige Land bewirtschaftet.
      Luxus auf dem Bauernhof ist gewollt und gut…wir wollen ja den (deutschen) Qualitätstouristen und nicht den billigen (italienischen) Touristen.

      • ermelin

        Erneut wurde der Finger in die offene Wunde gelegt….die Wahrheit ist halt schwer zu ertragen….

        • einereiner

          @ermelin
          wo ist hier eine offene Wunde? Urlaub am Bauernhof läuft gut, ob Vieh gehalten wird oder nicht ist nicht das Kriterium. Die Gäste informieren sich übers Internet sehr gut über den Hof. Wer Tiere sehen will wird nicht auf einem Weinbauernhof gehen.

      • silverdarkline

        Und wieder mal muss der einerblabla seine betrügerischen Kollegen verteidigen. Hat nicht letzthin der Oberguru vom Beitrags-und Schleimerverband selbst zugegeben, dass Schindluder betrieben wird und mehr kontrolliert werden „sollte“ betreffend „Urlaub auf dem Bauernhof“? Ebenso der zuständige Landes-Ja-Ja-Sager? Also, um es treffend mit Ihren hinterwäldlerischen Worten zu sagen: „Maul halten“!

      • alsobi

        @einereiner.
        Ganze schön bissig bist heute wieder einma aber das weiss man ja inzwischen in Bruneck und näherer Umgebung! Oder bist auf einer der so gesunden Güllewiesen ausgerutscht.
        Du kannst mich noch so beleidigen aber dennoch wirst du mich nie von meiner Meinung abbringen können. Was Eure Kaste anbelangt ist schon viel zu viel Schindluder getrieben worden und wenn es nach mir ginge würde ich den Beitrags und Fördrungshahn schleunigst zudrehen.
        .

      • cherz

        Ich glaube er meint Hotelbetriebe wie im Pustertal, wo es ausreicht einige Lamas und Ziegen zu halten um es Urlaub auf dem Bauernhof zu nennen, wer kontrolliert hier? Und wer kontrolliert diese Bauten?? Wieviele Äuglein werden hier bewusst verschlossen???

  • alsobi

    Typisch präpotente und saudumme Aussage eines Sesselfurzers und SVP Schreibelings. Sie sind eine Schande und für unser Land die Vorzeigeperson einer widerwärtigen Gesellschaft.

    • andreas

      Du kannst dir ja gerne von einem Deutschen erklären lassen, wie die Welt funktioniert, mich stört die Besserwisserei von einigen aber gewaltig.
      Ein deutscher Urlauber meinte z.B. dass er ein Recht hat beim Referendum zum Flughafen mitzumachen, da er oft in Südtirol Urlaub macht und viel Geld da lässt.

      Meines Wissens sind wir keine Kolonie der Deutschen oder hast du da andere Informationen und in der Bild stand, dass sie Mallorca und Südtirol als 17tes und 18tes Bundesland kaufen wollen?

      • alsobi

        Bla bla bla du Senfomat, deine Arroganz und Allwissenheit schreit in den Himmel. Da kannst noch so viel um den heißen Brei rumreden, der Piefke hat zu hundertprozent RECHT.

        • andreas

          Dann lad dir doch ein paar Deutsche bei dir zuhause ein, die erklären dir dann, wie du deine Wohnung einzurichten hast, wenn du schon annimmst, allein zu blöd dazu zu sein.

          Das Problem von Leuten wie dir ist, dass du nicht argumentieren kannst.

          • alsobi

            Im Gegensatz zu Dir lebe ich Vorort also auch am Geschehen und bin an vielen Gesprächen mit anderen Leidtragenden beteiligt. Du hingegen weisst gar nichts, außer wie Du deine lange Zunge in den SVP Hintern zu schieben hast.

          • kurt

            @andreas
            Wann kommst du endlich mit das deine arroganten ,angeberischen und ketzerischen Meinungen nicht gefragt sind ,schau dich einmal in diesem Forum um ,du machst so eine blöde Figur ,was redest du von den Argumentationen anderer ,schau bei dir selber da hast du genug zu tun !!!.

          • yannis

            Ja,ja, Andy wenn man „Polemisieren“ mit Argumentiern verwechselt dann ist es natürlich so

      • kurt

        @andreas
        Dich sollte deine eigene Besserwisserei am meisten stören ,aber da kommst du wahrscheinlich gar nicht mit,mitkommen solltest du einmal wie alleine du mit deinen Meinungen bist, aber auch das kann man von dir gar nicht verlangen !!!.
        Dein Wissen Andreas ist besser wenn du nicht zur Schau stellst ,denn riskierst du nur blöde Figur zu machen !.

      • einereiner

        @andreas
        17-Bundesland? Sofort! Weg von diesem wirtschaftlich und moralisch maroden Staat Italien, etwas besseres könnte Südtirol nicht passieren.

  • kurt

    @alsobi
    Richtig ,bin voll ihrer Meinung !!

  • bernhart

    Hallo Leute seid Ihr alle mit dem falschen Fuss aufgestanden, was sollen diese ganze Anschuldigungen und Beleidigungen.
    Fakt ist die Obergrenze im Tourismus ist erreicht. Der Billig-Tourismus ist unser Problem.
    Fakensteiner ist eine Gruppe welche auf Qualität setzt und das ist gut. Wirt müssen unseren Gästen mehr bieten als nur unser schönes Land, es braucht Unterhaltungen- Führungen und vor allem Beigleitung das menschliche fehlt,der persönliche Kontakt den es früher noch gab ist verloren gegangen.Ich lade den Herrn Müller ein in den Obervinschgau zu kommen , dieser ist noch nicht so touristisch erschlossen.

    • andreas

      Stimmt doch so gar nicht.
      Südtirol und Billigtourismus ist ein Widerspruch in sich, da es bei uns nicht billig ist.
      Auch ist das Persönliche und Gastfreundschaft unsere Stärke gegenüber Österreich.

      Nebenbei ist diese abwertende Art von „Billigtourismus“ zu schreiben nicht sonderlich zielführend, da es abwertend und überheblich ist.
      Früher wollte z.B. auch keiner die Motorradfahrer, da sie nur saufen und Radau machen. Nun sind sie teilweise die beliebtesten Gäste, da sie saufen und Radau machen, aber Geld haben.

      • bernhart

        warst du mal in Urlaub andres?? wahrscheinlich mit verschlossenen Augen, denn die meisten Urlauber lernen „nur das Personal“ kennen, das persönliche bleibt auf der Strecke.
        Soweit ich informiert bin wurden bei uns keine Ausnahmen gemacht Moto ober Auto, aber Aussnahmen bestätigen die Regeln.

      • leser

        Anderle
        Ja ich finde das persönliche der südtiroler gastfreundschaft auch immer gut besonders wenn ich ins restaurant gehe wo mich der polnische jellner anstammelt, an der theke bei der albanischen kellnerin mit händen und füssen erklären muss was ich trinken will und aus der küche der pakistanische abspüler und afrikanische koch angrinst
        Ja anderle hohen standard haben wir da hat die tourismuswerbung recht und du natürlich auch
        Um diesen standard zu halten machen unsere tourismusprofis laufend meetings und podiumsdiskussionen mit deutschen gastrednern damit wirs lernen

      • cif

        @andreas ich stimme deine Klugscheisserthrorie vollkommen zu, dass österreichische Gastbetriebe aber weniger gastfreundlich sind, stimmt überhaupt nicht, zumindest in der 4 und fünf Sternekategorie.

      • ostern

        @andreas
        …….schon deswegen mache ich lieber in Österreich Urlaub,
        weil mir DIESE Gastfreundschaft lieber ist, und nicht die vielen,
        aber natürlich nicht alle, geldgierigen Südtiroler Gastwirte.
        Noch dazu ist das Personal vielfach aus Österreich und nicht
        wie hier in Südtirol aus überall her..
        In Südtirol, hauptsache, das Personal ist billig!!!!!

    • george

      Da könnte ‚bernhart‘ wohl eingen die nackte Wahrheit gesagt haben, sodass sie sofort polemisch zurückschlagen bzw. vom Thema abzulenken versuchen.

  • billy31

    Dieser drohende und belehrende Ton vom deutschen Urlauber stört mich auch gewaltig. Also das würde ich mir das nie erlauben und bin in gar einige länder gereist wo es auch etwas zu sagen gegeben hätte.

    • yannis

      @billy31,
      Du solltest nicht vergessen dass die Deutschen maßgeblich durch ihren Südtirol-Aufenthalt dazu beigetragen haben dass es der Touirsmus-Branche den heutigen Stand überhaupt erst ermöglichte.
      Ich weis ja nicht ob Du den Touiri-Abschwung Ende der 80iger als die Deutschen nicht mehr in Massen kamen miterlebt hast und unter den Touristikern Totengräberstimmung herrschte.
      Doch Gott sei Dank kam die Wiedervereinigung und somit wieder Massen deutscher Touristen, vornehmlich die aus der Ex DDR, Kanzler Kohl hat ihnen ja für Ihre wertlose OSTmark ja richtige D-Mark gegeben, wieviele davon sind wohl der Wirtschaft Südtirols zugute gekommen ?
      Insofern kann ich die Kritik dieses Ostdeutschen durchaus nach vollziehen.

  • equalizer

    Es ist eine wertvolle (Marketing-) Gespflogenheit in einem modernen und seriösen Unternehmen, Reklamationen oder Kritiken von Kunden ernst zu nehmen, sich dafür zu bedanken, sie zu hinterfragen und in einer Selbstreflexion zu bewerten und Schlüsse daraus zu ziehen. Dann aber, sollte die Anmerkung des Kunden berechtigt sein, gilt es Massnahmen zu setzen, um den Misstand zu beseitigen.
    Auf Kritiken mit herablassender, arroganter, mit nichtssagenden Floskeln, oder gar in beleidigender Art zu reagieren, ist nicht nur kontraproduktiv, sondern niveaulos und Zeugnis von Dummheit. Hier ist nicht nur der eine oder andere Komentator, sondern leider auch zum Teil die verantwortlichten politischen Vertreter gemeint.

  • prof

    Interessant ist,daß ihr euch ja anscheinend beim richtigen Namen kennt.

  • brunelleschi

    Sehr gute sachliche Beiträge, aber auch einige, die nur die kurzsichtige , beleidigende und anmaßende Art + Meinung, des jeweiligen Verfassers wiederspiegeln.
    Neid, Missgunst und Überheblichkeit kann nur mit Selbstreflektion korrigiert werden.

    Ein Gast hat das ausgesprochen, was längst bekannt ist. Aber das es ein Deutscher wagt, Kritik an Südtirol zu üben, geht gar nicht. ( Ironie aus)

  • alsobi

    @brunelleschi,

    ja natürlich darf er das denn Südtirol lebt vor allem von den Deutschen Gästen!
    Warum auch schlagen alle Gastwirte, Hotelier und sontige Geschäfte dreimal das Kreuz wenn der August vorüber ist????????

  • zufall

    Kapiert Ihr es nicht bald? Einer – egal woher er kommt macht im schönen Südtirol Urlaub, beklagt sich weil alles überfüllt ist und Ihr regt Euch noch auf? Soweit ist es nun gekommen, daß viele sagen: es ist zwar sehr schön hier, aber das mache ich nie mehr mit! Da sind sie, die Geister die wir riefen.

  • flixoflex

    Was derzeit in Südtirol abläuft ist mehr als bedenklich. Politik und Wirtschaft wollen uns Bürger weiß machen, dass der weitere Ausbau von Infrastrukturen, unzählige Events, so genannte Aufwertungen, usw. nachhaltige Entscheidungen sind. In Wahrheit ist es reine kurzfristige wirtschaftliche Ausbeutung. Nachdem man in der östlichen Landeshälfte mit der Belastung an die Grenzen gestoßen ist, will man jetzt den Westen damit beglücken. Beispiel ist die „Aufwertung der Stilfser Joch Region“. Die Landesregierung verspricht ins Blaue, ohne konkrete Konzepte, ohne Mitsprache der betroffenen Bevölkerung, dass die Stilfser Joch Straße „eine der umweltfreundlichsten Straßen der Welt werden wird“. Darüber kann man nur den Kopf schütteln. Bis heute ist man nicht Imstande, die massive Verkehrsbelastung im Nationalpark in den Griff zu bekommen. Unsere Politiker sind nicht glaubwürdig. Und dann will man noch diese Straße mitsamt ihrem Verkehrs-Chaos als Welt-Kultur-Erbe ausweisen. Noch dreister geht es wirklich nicht.

  • kleinlaut

    @einereiner: dass du auf beiden Augen blind bist und taub noch dazu, zeigt deine Meinung über den „ Falkensteiner“ Qualitätstourismus! Überall wo die Gruppe Hotels übernommen hat ( nicht gekauft ) ist das Niveau rapid gesunken,! Nur ein kleines Beispiel ist die Insel Krk wo fast alle für den Einstieg der Gruppe dafür waren und es nachher bitter bereut haben. Ich frage mich nur was du unter Qualitätstourismus verstehst? Vielleichtˋ dass der Preis pro Person und Tag über 50 € liegt?

    • leser

      Kleinlaut
      Und abgesehen von strafverfahren die im ausland laufen orf hat vor jahren schon berichtet
      Bezüglich qualität frag doch mal die diversen hotels die mit michaeler und partner un falkensteiners zusammengearbeitet haben das sollte der bürgermeister mal ins ahrntal fahren und infos holen

  • erbschleicher

    Südtirol muss die Preise erhöhen, dann kommt bestimmtes BILLIGES VOLK nicht mehr und die Qualität steigt wieder.
    Jeder zweite Italiener regt sich auf, dass das Wasser VIEL ZU TEUER ist. Du musst es nicht trinken. Trink Bier Wein oder Sonstiges. Achja dazu reicht das Geld ja nicht! MORTI DI FAME.
    Qualitätstourismus sieht wirklich anders aus. Im Schlerngebiet sagen bestimmte HGV ler dass Sie Qualitätstourismus haben. Wann denn? Das Spatzenvolk kommt grösstenteils aus dem Osten und hat die abgezählten Euros in der Tasche.
    Südtirol muss schnellstens umdenken!

  • meraner

    Hoffentlich ist das Sommerloch der Medien bald vorbei. Denn nur so kann man sich erklären, dass einem Leserbrief von irgend einem Touristen eine ganze Seite in der Printausgabe gewidmet wird. Manchmal wäre es niveauvoller die Seite einfach leer zu lassen.

  • erbschleicher

    Jeder Touri der sich den Aufenthalt in Südtirol nicht leisten kann soll zu Hause bleiben.
    Ich hätte auch gerne einen Porsche kann mir aber leider nur einen Fiat leisten! Was nicht heisst, dass Porsche überteuert ist!

  • george

    Es fragt sich wirklich, wer hier die „Erbschleicher“ sind und unser Land inzwischen menschlich wie gesellschaftlich so verzogen haben. Bescheidenheit ist sicher einem Großteil der Südtiroler inzwischen zum Femdwort geworden. Damit ist das Wohlbefinden in Südtirol sicher nicht größer geworden.

  • jennewein

    Euch geldgeile hotelie soll der kragen platzen nie geld genug und das schöne südtirol geht wegen euch vor die hunde .
    Schuler du bisch a lei a schleiverle

  • alsobi

    Größenwahn und Arroganz und so entwickelt sich ein Land dass dem Tourismus und den Bauern ausgeliefert ist. Hoffe nicht mehr allzu lange.

  • herrbergsteiger

    bitte in Südtirol keine Hotels mehr bauen, denn das bringt noch mehr Urlauber ins Land, belastet das Weltklima und die Umwelt, und das wollen die Urlauber aus Deutschland nicht.
    Solange die Deutschen gegenüber jenen Ländern keine Sanktionen verhängen, die weiter Hotels für deutsche Urlauber bauen, dürfen wir weiter vom Fremdenverkehr leben …

  • tiroler

    Hier fehlt nur noch Reinholds Liste. Dann sind die Vollpfosten veteint…

  • hells_bells

    @Roland Griessmair
    „Durch den Bau von Umfahrungsstraßen werden nun Staus weitgehend vermieden“ ……träumen Sie weiter!

  • andreas

    Ein Deutscher aus einem rückständigen Bundesland kommt nach Südtirol, sieht eine Baustelle die ihm nicht passt, meint wenn er da ist, müssten die Straßen frei sein, schreibt an x Südtiroler Politiker, bekommt sogar eine Antwort, was nicht logisch ist und will dann Südtirol erklären, wie es sich wirtschaftlich zu entwickeln hat…..

    Na ja, am deutschen Wesen, soll wohl wieder mal die Welt genesen.
    Dieselben Drohungen wie beim „Wunder von Mals“.

    Das wäre so als würde man in seine Stammkneipe gehen und dem Wirt erklären, dass er gefälligst weniger Tische aufstellen und weniger Gäste einlassen soll, da man mehr Platz und mehr Ruhe haben möchte, man gibt ja sein hart verdientes Geld dort aus.
    Anscheinend kapieren manche diese Anmaßung nicht recht.

    • ermelin

      Mag sein, aber das Problem ist real vorhanden…egal wer es anspricht….der Südtiroler Lobbyismus ist ebenso real….

      • andreas

        Das ist schon klar, ich finde aber nicht wirklich sinnvoll, großspurig von Tourismuskontingente zu sprechen und gleichzeitig zu erwarten, dass das Land in Gehälter und Sozialem eine Menge Geld reinstecken soll.
        Wir haben und erwarten nun mal einen gewissen Standard, welcher nur mit Wachstum machbar ist.

  • andreas

    Und noch was, da sich hier einige widersprechen.

    Seid doch froh, wenn der Deutsche nicht mehr kommt.
    Ihr wollt doch eine Obergrenze und den Tourismus reduzieren.
    Eigentlich müsste man ihm als Dank ein Diplom für diese nachhaltige Entscheidung im Sinne von Südtirol überreichen.

    • leser

      Anderle
      das mit dem diplom ist grundsätzlich richtig
      Aber dann wäre dein ämterlejob einer der ersten der nicht mehr bezahlt werden kann und dann müssten wir proleten und arbeiter dich auch nich durchfüttern
      Also mir wär das gar nicht recht

  • alsobi

    Deine Arroganz ist ekelhaft.

  • holzmichl

    Ob dieser Arzt in Recht oder Unrecht kann ich nicht beurteilen. Aber Eines kann ich mit Sicherheit sagen, hier in Südtirol darf man nicht mal die eigene Meinung vertreten sofort wird man als Neider usw. beschimpft. Ich zähle zum Fussvolk, meine Himbeeren wurden von den Gästen geerntet, mein Parkplatz ist dauernd besetzt, vielleicht wäre es wirklich besser einige Gäste weniger zu haben und auf mehr Qualität zu setzen.

    • zufall

      Weniger ist tatsächlich auch hier mehr! Es gibt in der Schweiz und auch in Österreich Orte die keine Autos mehr reinlassen – hauptsächlich nur Öffis – da könnte man sich ja mal informieren wie das funktioniert. Eine gute Lösung die Tages- oder gar Stundentouristenflut einzudämmen könnte auch sein: nur Einheimische und Leute die im Ort einen Ferienaufenthalt gebucht haben dürfen hin. Ich denke da an Villnöss mit den vielen asiatischen Tagestouris. Natürlich gibt es auch Ideen mit hohen Eintrittspreisen usw., das würde außer Geld nichts bringen, die Menschen kommen einfach gerne.
      Vielleicht sollte man die Marketingfilme mal so zeigen wie es in Wahrheit aussieht, z.B. Idylle am Pragserwildsee mit Bussen, vollen Parkplätzen und zig Touris die ihre Smartphones in den Himmel halten. Damit könnte man doch auch mal punkten,oder!

  • thefirestarter

    Streicht den Hoteliers und Landwirten die Beiträge und alles wird gut.

  • goeggler

    Sehr recht hat der deutsche Urlauber.
    Die Lage, vor allem im Pustertal, ist jetzt schon schlimm. Nicht nur die Straßen sind überlastet – wer das leugnet verschließt lediglich seine Augen.
    Für mich ist natürlich verständlich dass neue Hotels gebaut werden dürfen, oder auch Restaurants, Museen, usw. wo auch immer (private mit nicht so viel Geld würden NIE gleiche Genehmigungen erhalten) da ja sehr viel Geld fließt.
    Aber bevor mich hier jemand als Neider bezeichnet – es geht mir hier nicht darum dass ich Anderen keinen Erfolg oder Verdienst gönne sondern lediglich um die Tatsache dass meiner Meinung nach Touristen nach Südtirol kommen vor allem der Idylle und der Schönheit wegen. Ich denke nicht dass immer mehr Leute kommen werden, vor allem keine 5* Touristen, wenn die Ruhe verschwindet die Berge „verbetoniert“ und man nur mehr im Massentourismus abgefertigt wird (Pragser Wildsee und 3 Zinnen sind lediglich 2 Beispiele für Massenansturm).
    Mir ist klar dass der Tourismus, vor allem im Pustertal, 1. Wirtschaftszweig ist. Ich denke aber selbiger muss erhalten und verbessert werden aber sicher nicht weiter ausgebaut.
    Qualität und nicht Quantität sollte hier das Maß sein.
    Wenn ich mich allerdings recht erinnere habe ich vor wenigen Wochen einen Artikel gelesen welcher besagte dass es weltweit keine günstigeren 5* Hotels als in Südtirol gibt – soviel zu den Kommentaren dass keine „Billigtouristen“ erwünscht sind.
    Anstatt Leute mit anderer Meinung zu beschimpfen, bösartig und persönlich zu beleidigen, wäre es besser sachlich zu diskutieren und mal etwas nachzudenken. Genau aber DAS fällt uns/euch Bergleuten, jetzt sowie auch vor 100 Jahren, leider sehr schwer. Mit Kritik umzugehen ist gar ein Ding der Unmöglichkeit.

    • andreas

      Das mit den Preisen der 5 Sterne Hotels kann nicht stimmen, Türkei oder Ägypten sind gewiss billiger.
      Eintrittspreise einführen oder Preise erhöhen würde die Anzahl am Touristen reduzieren, doch auch die Einheimischen betreffen, wie z.B. bei Skikarten. Die Preise für Einheimische zu reduzieren ist nicht EU konform, auch wenn es trotzdem gemacht. Geht halt nur gut, bis jemand klagt.

      Wenn wir so weitermachen wie bisher und sich noch ein paar wie der Typ da aufregen, kommen automatisch weniger.
      Was spricht dagegen es so zu machen?
      Was wûrdest du vorschlagen?

      Nebenbei ist es in guten Zeiten leicht von Einschränkungen und Kontingierungen zu sprechen. Lass Trump mal deutsche Autos mit Zöllen belegen und Chinas Autoindustrie wachsen, dann ist Deutschland sofort in einer Rezession und wir sind um jeden dankbar, der sich Südtirol noch leisten kann.

      • goeggler

        Wir müssen daran arbeiten die Probleme, die wir jetzt schon haben (überfüllte Straßen, Parkplätze, Menschen, usw.), in den Griff zu bekommen. Daran wird, laut Politikern, ja schon gearbeitet.
        Was, meiner Meinung nach, allerdings NICHT gemacht werden sollte sind noch mehr Hotels zu bauen und noch mehr Touristen her zu holen.
        Wie schon gesagt ich denke die Kapazität ist jetzt schon leicht überstrapaziert von unserem noch schönen Landl.
        Warten wir mal ab wie die Winterolympiade gehandhabt wird.

        Ob das mit den Preisen so nicht stimmt kann ich nicht beurteilen aber die TZ hat vor einigen Wochen so einen Artikel veröffentlicht – wenn ich mich nicht täusche.

        Nochmal: Ich bin nicht gegen die Touristen oder den Tourismus – im Gegenteil empfinde ich die meist netten Besucher als Bereicherung in unserem teilweise immernoch recht engstirnigen rechts eingestellten Land. Ich glaube aber wir sollten es mit der Quantität nicht übertreiben. Ansonsten wird es immer mehr solche Touristen geben die Südtirol von Ihrer Reiseliste streichen werden – ob nun aus Deutschland, Italien, Qatar oder von wo auch immer.

        • andreas

          Der LH hat doch vor Kurzen ein Baustop verfügt, da eine Grenzen an Betten erreicht ist.
          Rentabler als Betten bauen ist sowieso die Auslastung zu erhöhen.

          Kurzfristig könnte man eine Kontingierung der Tagestouristen an manchen Orten wie Prags oder Villnös einführen, wie in Dubrovnik, um die Massen in Griff zu bekommen.

          Was manchen wir aber dann, wenn durch eine Rezession in Deutschland, welche früher oder später unvermeidbar ist, die Anzahl der Touristen signifikant zurückgeht und unser Problem nicht mehr zu viele, sondern zu wenig sind?
          Überheblichkeit in einer Hochphase hat sich meistens gerächt und nach jedem Hoch, kam bis jetzt immer noch ein Tief.

          • goeggler

            Vom Baustop kann hier offensichtlich keine Rede sein.

            Wenn so viele Tourlsten kommen dass man Maßnahmen ergreifen muss um die Sache in den Griff zu kriegen sind schon zu viele da.

            Wenn es in Deutschland zu einer Rezession kommt dann ist es halt so. Dagegen werden wir schwer was unternehmen können. Erstens gibt es auch Touristen die von anderen Ländern kommen und zweitens kann es überall zu einer Rezession kommen – jeder Zeit. Oder denken Sie dass es zu keiner Rezession kommt wenn sich die Deutschen nur lange und oft genug hier in mitten der Massen erholen können?

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