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„Es gibt einen Ausweg“

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Kritische Lebensereignisse, schulischer Druck und Überforderung. Die Ursachen für einen Jugendsuizid sind meist vielschichtig. Gestern fand eine Tagung zur Suizidvorbeugung bei Jugendlichen in Bozen statt.

von Eva Maria Gapp

Jedes Jahr nehmen sich in Südtirol rund 50 bis 60 Menschen das Leben. Jüngere Leute sind dabei besonders gefährdet, in die Spirale der Selbsttötung abzurutschen. Die WHO schätzt, dass Suizid die zweithäufigste Todesursache bei der Altersgruppe der unter 25-Jährigen ist. Junge Männer sind zwei bis vier Mal häufiger betroffen als Frauen. Auch hierzulande ist das Thema höchst aktuell: Der jüngste Suizidtote in Südtirol ist ein 9-jähriger Junge.

Schulischer Leistungsdruck, schwierige Familienverhältnisse, psychische Erkrankungen und die Angst vor dem Versagen – sind meist Gründe, warum Jugendliche keinen Ausweg sehen. Die Ursachen für einen Jugendsuizid sind meist vielschichtig. „Im Alter des Erwachsenwerdens kommt es häufig zu seelischen Krisen. Jugendliche stehen unter einem enormen Leistungsdruck, sie müssen sich selbst finden, wollen sich aber auch zugleich von den Eltern ablösen und die sozialen Netzwerke lassen Tausendfache Vergleiche zu. Sie werden also ständig bewertet. Junge Leute geraten da schnell unter Handlungsdruck und in Hoffnungslosigkeit“, sagt der Psychiatrie-Primar Roger Pycha. Aber auch kritische Lebensereignisse, wie etwa der Tod einer nahestehenden Person, Trennung der Eltern, Gewalt, Misshandlungen oder sexueller Missbrauch können Auslöser für schwere Krisen sein. Sie können die negativen Gefühle noch verstärken.

Im Internet versuchen viele Jugendliche dann oft Antworten auf ihre Fragen zu finden, was problematisch sein kann, wie Sabine Cagol, Leiterin der Fachambulanz für psychologische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter Bruneck, weiß: „Jemand, der bereits depressiv, verstimmt oder traurig ist, setzt sich vor den Computer und sucht nach Inhalten, die seinem Gemütszustand entsprechen…

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