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Bergbau am Schneeberg

Der Knappe Benedikt Hochfeiner bei seiner täglichen Inspektion der Schwebebahn zwischen dem Schneeberg und Ridnaun.

Am Standort Schneeberg des Landesmuseums Bergbau erzählt eine neue Dauerausstellung die Geschichte der Knappen, die hier vom Mittelalter bis 1985 Erz abbauten.

 Es war das höchste Abbaugebiet Europas und das mit der längsten Übertage-Förderanlage auf Schienen der Welt, die Knappensiedlung die höchste (2.355 m), ganzjährig bewohnte Dauersiedlung Europas. Die lange Geschichte des Bergwerks am Schneeberg ist das Thema der neuen Dauerausstellung im Knappendorf St. Martin am Schneeberg, dem höchstgelegenen Standort des Landesmuseums Bergbau. Am 15. August wird sie offiziell vorgestellt.

Der neue Schauraum befindet sich in der ehemaligen Schmiedewerkstatt des Bergwerks. Die Ausstellung besteht aus vier Bereichen, die durch bedruckte Wände aus Textil abgetrennt und den vier wichtigsten Epochen des Bergbaus am Schneeberg gewidmet sind. Der Rundgang beginnt mit der jüngsten Geschichte, der Zeit des durch italienische Firmen betrieben industriellen Bergbaus von 1920 bis 1985.

Der zweite Raum ist der österreichisch-ungarischen Zeit gewidmet, als mit 1870 die Industrialisierung ins Hochgebirge vordrang und die Förderanlage entstand. In beiden Räumen stehen die Arbeitsbedingungen sowie die sozialen Aspekte des industriezeitlichen Bergbaus im Vordergrund.

Der dritte Raum ist der Blütezeit des Bergbaus am Schneeberg gewidmet, dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit (15. und 16. Jahrhundert), als das in den Schneeberger Gruben gewonnene silberhaltige Bleierz unverzichtbar für die Schmelzwerke im Inntal war.

Der letzte Raum behandelt schließlich die sagenhaften Anfänge des Bergbaus am Schneeberg und die erste Erwähnung in Schriftquellen aus dem Jahr 1237.Im hinteren Bereich des Schauraums wurde hingegen das neue Schaudepot eingerichtet.

Wer bei der Eröffnung der neuen Ausstellung dabei sein möchte, kann an den geführten Wanderungen zum Schneeberg von der Schneeberger Brücke an der Timmelsjochstraße mit dem Landesgeologen Volkmar Mair oder vom Parkplatz der Oberen Schenner Alm mit dem Besucherbetreuer Franz Kofler teilnehmen (Dauer 2 bis 2,5 Stunden, Treffpunkt jeweils um 9.15 Uhr; ein Shuttledienst führt um 8.30 Uhr von Moos zu den beiden Treffpunkten, Rückfahrt von dort um 19 Uhr); um 14.30 Uhr beginnt die Eröffnungsfeier.

Informationen: www.bergbaumuseum.it, [email protected] 348/3100443.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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