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„Wollen keinen Kuhhandel“

Philipp Moser

Der hds wehrt sich nach dem Twenty-Urteil gegen eine Kompromisslösung. Diese gleiche einem Kuhhandel.

Anfang Juli wurde der Rekurs der Aspiag-Gruppe und von Tosolini in Bezug auf das Einkaufszentrum Twenty vom Verwaltungsgericht angenommen.

Dies gefährdet nun die Lizenzen und somit die Existenz des Einkaufszentrums in der Galileistraße in Bozen.

Seit einigen Tagen steht nun eine so genannte Kompromisslösung im Raum: Alle Beteiligten sollten ihre Rekurse zurückziehen, ihre Projekte fertigstellen, eventuell auch mit einer Verringerung der ursprünglich vorgesehenen Größe. Und diesen Vorschlag weist der hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol vehement zurück.

“Die Lösung gleicht einem Kuhhandel. Auch wenn sie ein Ende der vielen Rekurse der letzten Jahre bedeuten würde, werden letzten Endes die geltenden Handelsbestimmungen ignoriert. Das können wir so nicht hinnehmen. Die Gesetze müssen für alle gleich gelten, denn ansonsten würde es bedeuten, dass am Schluss immer die Stärkeren gewinnen“, missbilligt der Präsident des hds, Philipp Moser, die Kompromisslösung. „Ein Gleichgewicht im Handel wird mit diesem Vorschlag nicht garantiert, so wie es eine der Parteien behauptet. Ein gesundes Gleichgewicht im Handel herrscht nur dann, wenn ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den einzelnen Akteuren – den kleinen, mittleren und großen Betrieben – besteht“, betont Moser.

Um dieses Gleichgewicht zu garantieren, wurde im Jahr 2018 das Landesraumordnungsgesetz abgeändert und die Ausübung des Einzelhandels in Gewerbegebieten neu geregelt. Der Einzelhandel darf nur mehr in eigens ausgewiesenen Zonen stattfinden, die auf Initiative der Landesregierung bestimmt werden.

Der hds spricht sich seit jeher für eine Vielfalt im Handel aus. Es müssen aber die gesetzlichen Normen respektiert und die Regeln von allen eingehalten werden. „Handel muss dort stattfinden, wo die Menschen und somit die Kunden leben. Nur so können unsere Dörfer und Städte lebendig bleiben und eine gute Lebensqualität auch in Zukunft garantiert werden“, unterstreicht Moser abschließend.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • tiroler

    Gar nichts wird passieren. es wird also so bleiben wie corgesehen. geld regelt alles. die anwälte und die betreiber verdienen. der hds war noch nie imstande etwas durchzusetzen. egal ob mit steger, frick, amort oder wie sie alle heissen. als sprungbrett in den landtag oder nach rom war der hds gut genug. in der hohen politik regiert nur einer(s) . das geld.

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