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„Für den TAV“

Die Autonomiegruppe im Senat stimmt für die Fortsetzung des Baus des Eisenbahntunnels Turin-Lyon.

„Wir von der Autonomiegruppe stimmen für alle Beschlussanträge, die die Fortsetzung des TAV Turin-Lyon fordern“, sagte die Präsidentin der Autonomiegruppe, Julia Unterberger, am Mittwoch im Plenum des Senats.

Unterberger betont: „Die Nichtfertigstellung wäre ein enormer Schaden, Italien bliebe von einem transeuropäischen Verkehrsnetz ausgeschlossen und es würden eine Reihe von Gerichtsverfahren drohen, deren Ausmaß und Ausgang heute schwer einschätzbar ist. Sicher ist, dass sie dem Staat Unmengen an Geld kosten würden. Die Sicherstellung der abgebrochenen Arbeiten würde zudem Jahre dauern und weitere Kosten verursachen.“

Auch auf unserem Gebiet sei eine ähnliche Infrastruktur im Entstehen. „Mit dem Brennerbasistunnel“, so Unterberger, „werden wir die Brennerachse in Zukunft vom Schwerverkehr befreien und damit eine große Belastung für Umwelt und Anwohner mindern.“

Aus denselben Gründen müsse der TAV fertiggestellt werden, denn Bauvorhaben, die unter Berücksichtigung des Umweltschutzes und aller Sicherheitsbestimmungen entstehen, würden zu wirtschaftlicher Entwicklung und Wohlstand führen.

„Die TAV zu blockieren, wäre hingegen ein Rückschritt für einen Staat, der sich vom Rest Europas isoliert und sich einem Rückzug mit hohen Unwägbarkeiten und Kosten aussetzt. Aus diesem Grund befürworten wir mit Überzeugung den TAV und die Einhaltung jener Abkommen, die Italien auf internationaler Ebene abgeschlossen hat“, erklärt Julia Unterberger.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • ostern

    Kaum zu glauben!!!
    Die SVP ist diesmal mit der Linie der LEGA einverstanden.

  • drago

    „Mit dem Brennerbasistunnel“, so Unterberger, „werden wir die Brennerachse in Zukunft vom Schwerverkehr befreien und damit eine große Belastung für Umwelt und Anwohner mindern.“
    Aus denselben Gründen müsse der TAV fertiggestellt werden,“
    Brennerachse vom Schwerverkehr befreien: laut allen Voraussagen wird der Brennerbasistunnel nur den Zuwachs bis zur vollständigen Inbetriebnahme (um 2040) aufnehmen, also nichts mit Befreiung.
    TAV Bussolengo-Lyon: laut Wikipedia ist die Strecke nicht für Güterverkehr geplant. Also wieder nichts.
    Aber die Frau Unterberger wird es sicher besser wissen.

  • george

    Das nächste Milliardenloch, wo unser Steuergeld „verbrannt“ wird.

  • gurgiser

    Wir alle, die wir an der Brennerstrecke leben, wohnen, arbeiten, wirtschaften: Wir können es drehen und wenden wie es wollen: Seit 1988 erleben wir die leeren Versprechen der „Entlastung“ der Brennerstrecke, auch durch „Verlagerung auf die Schiene“. Was an der guten Frau Unterberger nahtlos vorbei gegangen sein wird: Um „dieses Ziel ja ganz sicher zu erreichen, um die Eisenbahn endlich wettbewerbsfähig zu machen …“, soll ja die A22 von Bozen bis Modena dreispurig ausgebaut werden. Wir wissen: Nicht für die Transitlaster, die in irgendeinem EU-Oststaat „steuerschonend“ wie die „Lenkradlohnsklaven“ angemeldet sind (auch wenn sie auf den Planen die Namen deutscher, österreichischer oder italienischer Firmen tragen), sondern sich nur für Pkw, Motorräder, Wohnwagen, Busse … Das Transitforum Austria-Tirol wird morgen 25 Jahre als alpine Bürgerrechtsorganisation und daher eine Bitte: „Lügt uns wenigstens nicht an, wenn euch schon nichts Besseres einfällt, als Lobbyisten für die Tunnelbauer und Transitfrächter tätig zu sein“. Es geht um unsere Existenz in einer der weltweit schönsten alpinen Gebirgsregionen. Fritz Gurgiser, Obmann

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