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„Einheitlicher Pass“

Bei einem Treffen mit Familienministerin Alessandra Locatelli haben die SVP-Parlamentarier die Einführung eines einheitlichen Passes für Zivilinvaliden für die Zufahrt zu verkehrsbeschränkten Zonen gefordert.

Eine Delegation der gemischten Fraktion in der römischen Abgeordnetenkammer hat am Donnerstag Familienministerin Alessandra Locatelli zu einem Antrittsbesuch getroffen.

Die 42-jährige Alessandra Locatelli aus Como hat am 10. Juli 2019 die Agenden Familie und Menschen mit Behinderungen von ihrem Vorgänger Lorenzo Fontana übernommen. Im Rahmen eines Antrittsbesuches der gemischten Fraktion in der Abgeordnetenkammer brachten die Delegation nach einem ersten Kennenlernen eine Reihe von familienpolitischen Themen zur Sprache.

Gemeinsam mit Ministerin Locatelli diskutierten die Abgeordneten Maßnahmen zur Anhebung der Geburtenrate sowie finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für Familien steuerrechtlicher Natur, wie die Einführung der sog. Flat Tax für Familien oder einer Besteuerungsmethode, die das Einkommen von Eltern und unterhaltsberechtigten Kindern zusammenfasst (Familienquotient).

Verkehrsbeschränkte Zonen: Zugang für Menschen mit Behinderung vereinfachen

Die SVP-Abgeordneten nutzen die Gelegenheit des Austausches, um der neuen Ministerin für Menschen mit Behinderung ein Anliegen der Südtiroler Vereinigung für Zivilinvaliden vorzubringen: die Einführung eines italienweit einheitlichen Passes für die Zufahrt zu verkehrsbeschränkten Zonen. „Derzeit trifft jede Stadt ihre eigenen Regelungen, was für betroffene Menschen mitunter einen großen bürokratischen Aufwand bedeutet“, unterstrichen die beiden Südtiroler Parlamentarier Renate Gebhard und Manfred Schullian.

Ministerin Locatelli, die sich zeitlebens für die Rechte von Menschen mit Behinderung stark macht, zeigte sich am Vorschlag sehr interessiert und sicherte zu,  sich diesbezüglich umgehend mit Infrastruktur- und Verkehrsminister Danilo Toninelli in Verbindung zu setzen. „Wir hoffen, dass sich zeitnah eine gesamtstaatliche Lösung finden lässt, um den betroffenen Menschen ihr Leben etwas zu vereinfachen – zumal es dafür wirklich nicht viel brauchen würde“, so die Südtiroler Abgeordneten.

Der Delegation der gemischten Fraktion in der Abgeordnetenkammer gehörten neben Präsident Manfred Schullian und Renate Gebhard die Parlamentarier Andrea Cecconi, Beatrice Lorenzin und Renzo Tondo an.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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